Erstmal eine große Kritik, die sich jedoch nicht an den Autoren, sondern an amazon richtet: das Buch ist bereits vor zwei Wochen erschienen, am 1.9., und war auch direkt beim Verlag lieferbar - warum dauert es so lange, bis das Buch bei amazon zu haben ist???
Jetzt aber zum Buch und meiner Rezension.
Die Bücher von Thomas Finn sind immer sehr spannend, so dass man den Roman nicht mehr aus der Hand legen möchte. Im brennenden Berg wird das auf die Spitze getrieben, wir als Leser erleben ein Hin und Her, eine Achterbahnfahrt der Spannung und der Gefühle, wenn plötzlich das, woran wir über die beiden vorhergehenden Bücher geglaubt haben, aus den Fugen gerät: wer ist wirklich gut und wer ist böse? Wer will Astronos befreien und wer sieht es als seine Aufgabe, ihn gefangen zu halten? Ist es überhaupt das richtige Ziel, Astronos in seinem Sternenkerker zu halten?
Der Stil ist so gut wie immer - eben Thomas Finn!
An kreativen Ideen für die arkanomechanischen Bauten mangelt es ebenfalls nicht, vor allem die Hornisse hat's mir angetan (sowas hätten einige Geheimdienste sicher gerne!).
Der Cliffhanger aus dem zweiten Buch (Celestes Entführung) wird, wie sollte es anders sein, aufgegriffen und Fabio und Celeste machen so einiges mit, bis sie sich (vorläufig?) wiederhaben und Celeste befreit wird. Aber immer wenn man sich als Leser freut, dass alles für sie gut wird kommt es anders, schlimmer als gedacht. Das hält die Spannung bis zum Schluss!
Der brennende Berg ist trauriger und melancholischer als die beiden Vorgänger, weil der Leser mit Fabio und Celeste so vieles verliert und durchmachen muss, Taschentücher als Lesebegleitung sind durchaus anzuraten.
Die Traurigkeit verfliegt im Buchverlauf aber auch schnell wieder, dank Odilio und Jacopo mit ihren Dialogen und der neuen Figur Farud, über den ich hier jedoch nicht zu viel verraten möchte, Farud muss man selbst erleben.
Dieser dritte Band deckt alles auf, was ich mich als Leser noch gefragt hatte, es bleiben keine offenen Fragen. Einiges war mir bereits in den vorherigen Bänden klar (die Geschehnisse und Wahrheiten um Cagliomaeus, Ambra, Raimondo) das fand ich etwas schade - aber das Buch ist ja nicht für meine Altersklasse geschrieben, für die Zielgruppe dürfte das Durchblicken schwieriger sein und meine Vorahnungen schmälerten das Lesevergnügen keineswegs, im Gegenteil!
Mein Fazit: der gelungenen Abschluss einer wunderbar-magischen Trilogie - die vielleicht
ja doch noch einen vierten Band bekommt? Lesen lohnt sich!