Das Positive vorweg: Der Autor hat ein leicht lesbares Buch geschrieben, das oftmals fesselt und sicherlich den einen oder anderen spannenden Gedanken weckt. Angereichert mit diversen Funden einer offenbar immensen Recherchearbeit und verschiedenen Reiseberichten, bietet es dem Leser viele Anregungen, leicht verdaulich präsentiert.
Wer jedoch die Lösung eines uralten Rätsels erwartet, wird enttäuscht. Letztendlich bleibt der Autor, trotz gegenteiliger Beteuerungen, viele Beweise schuldig und läßt sich oftmals von seiner eigenen, leider "fixen", Idee zu Schlüssen hinreisen, die historisch und wissenschaftlich betrachtet keinen Bestand haben können. Interessant ist mit Sicherheit die Analyse der Wanderungsbewegung des jüdischen Glaubens nach Afrika hinein, die durchaus auch die bis dato herrschende Lehrmeinung qualifiziert herausfordert. Alle weiteren Ausführungen jedoch zur Bundeslade an sich kratzen an der Oberfläche, teilen bekannte Sensationsarchäologie oder Mythen, und bringen letztlich keine wirklich neuen Einsichten, auch wenn sich schlussendlich eine in sich stimmige Theorie ergibt (wobei diese beim Autor letztlich eine Art "self-fullfilling-prophecy" sein mag). Geradezu dilettantisch mutet der Autor an in manchen Reiseberichten, die beschreiben, wie er sich im Gespräch mit für die Argumentation höchst wichtigen Personen aufführt wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen...
Fazit: Leicht zu verarbeitende Lektüre, mit dem einen oder anderen guten Ansatz, aber ohne großen Tiefgang.