Der bekannteste Bibelübersetzer deutscher Zunge heißt: Natürlich
Martin ....er!
Wie man die ersten 4 fehlenden Buchstaben ergänzt, wird vom Alter abhängen: Wenn man so zwischen 12 - 21 Jahren alt ist, löst man vielleicht voll krass mit "Dreyer" auf. Bis vor kurzem hätte es seit ein paar Jahrhunderten noch "Luther" geheißen.
Die Volxbibel AT - Teil 1 folgt dem Beispiel ihres Vorgängers, des NT, und klettert im Amazon.de-Verkaufsrang hoch wie ein Wetterfrosch im April dieses Jahres (gerade hat der Frosch einen Regenschirm aufgeklappt). Wahnsinn!
Nun sollte man aber Dreyer nicht gegen Luther ausspielen oder umgekehrt: Die beiden deutschen Martins vereint ein Talent, nämlich dem Volk auf's Maul schauen zu können. So wie Luther vor ein paar Hundert Jahren den Deutschen eine Bibel geschrieben hat, die sie auch verstehen können, liest sich die Volxbibel so, wie man (d.h. vor allem die Jugend einschließlich Berufsjugendlicher) heute "auf der Straße" spricht.
Hu, hu, hu, höre ich die Wächter des "wahren Glaubens" rufen, saugefährlich (äähhm, vielleicht vielmehr: unbiblisch, häretisch, bibeluntreu), was dieser Jesusfreak sich da zusammenschreibt: Da stimmt ja nicht jedes Wort mit dem Urtext überein, da gibt es PCs, Katzen, Bier und Styler in der VB, und überhaupt, wo bleibt der Ernst?
Liebe Unken dieser Welt, wo der rechte Glaube bleibt? Dort, wo es jesusmäßig abgeht, nicht, wo Punkt und Komma richtig gesetzt sind und man gestreng darüber wacht, dass der Glaube auch schön hinter dem Gartenzaun meines eigenen Horizonts bleibt und der Hausmeister mit Schiebermütze von oben ruft: Runter vom Rasen!
Tut mir leid, Martin D., meine Lieblingsbibelübersetzung bleibt Luther 84, aber: Die Volxbibel geht jesusmäßig ab und ist ein fetter Segen für uns alle. Lest das Teil bitte (z.B. meine Lieblingsstelle, die Weihnachtsgeschichte, als Einstieg) und freut euch dran, und dann bitte, bitte: Nehmt das raus, worum es geht, den Gott, der selbst zu den Menschen gekommen ist und dabei nicht auf Ansehen, Stil oder wohlfeile Sprache achtete, sondern uns "je und je geliebt" hat.
So gibt es jetzt eben zwei zu Recht bekannte deutsche Bibelübersetzer namens Martin. Der im Himmel liest bestimmt gerade Volxbibel und applaudiert!