Unheimlich heiß ist es in diesem Sommer in Montesecco in den Marken. Bei einer solchen Hitze wären die Vipern, von denen es in der Gegend genug gibt, besonders giftig, sagt der Volksmund. Und am Biss einer solchen Viper stirbt Giorgio Lucarelli. Nur: Irgendjemand, der Lucarelli daran hinderte, ins Krankenhaus um das rettende Serum zu fahren, muss nachgeholfen haben.
Als dann auch noch Giorgios Vater tödlich verunglückt, ist die Welt in Montesecco mit seinen knapp drei Dutzend Einwohnern völlig aus den Fugen...
Berhard Jaumann hat mit diesem Buch einen unheimlich dichten Krimi über ein trostloses "Kaff" in den Bergen der Marken geschrieben:"..Montesecco war nichts für Fremde, Montesecco war etwas für die, die hier geboren und aufgewachsen waren. Die mit jedem Pflasterstein auf der Piazza Erinnerungen verbanden, die jeden kümmerlichen Schattenfleck zur Mittagszeit kannten, die von jedem Hof in der Umgebung wussten, wann da wer eingeheiratet hatte. Montesecco war etwas für Leute, die sich jahrzehntelang Tag für Tag auf der Bank am Dorfeingang trafen. Die dort neben der Aleppo-Kiefer saßen und mit verkniffenen Augen über die gleißenden Felder schauten, bevor sie den Grappa hervorholten und sich ein Gläschen genehmigten..."
Man spürt förmlich, wie im Dorf jeder jeden verdächtigt; wie jeder dem anderen den Mord zutraut - bevor es dann zum "Showdown" kommt.