Diese Aufnahme von 1982 wurde auf historischen Instrumenten eingespielt. Ihr Klang entspricht dem, was mittlerweile zum Standard für Barock-Aufnahmen geworden ist: Kleine Ensembles, sehniger Streicherklang, gemäßigtes Vibrato, straffe Tempi. Bei jedem der vier Konzerte übernimmt ein anderer Violonist die Solistenrolle. Interpretatorisch wirkt die Einspielung notentreu, ohne dabei ins Mechanische abzugleiten. Eine Besonderheit findet sich im langsamen Satz des "Herbstes": Hier spielt das Cembalo den Continuo-Part in arpeggierten Vierteln anstatt in den üblichen Achteln. Das Booklet hält die Erklärung für diese ungewöhnliche Entscheidung des Ensemble-Leiters bereit.
Die Auswahl an "Jahreszeiten" ist riesig, auch historisch-informierte Einspielungen liegen zahlreich vor; und obwohl sich diese in den letzten dreißig Jahren sicher auch weiterentwickelt haben, kann man mit der neu aufgelegten Hogwood-Aufnahme, zumal zu diesem günstigen Preis, nichts falsch machen.