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Die Verwandlung: Leipzig 1916 [Taschenbuch]

Joseph Kiermeier-Debre , Franz Kafka
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (175 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

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"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt".

Welch ein Satz! Ich erinnere mich, ihn in den 60er Jahren zum ersten Mal gelesen zu haben. Kafka galt in unserer Clique eine Zeitlang als jemand, den man gelesen haben mußte, um mitreden zu können. Verstanden habe ich damals eigentlich nichts. Oder fast nichts. Nur, daß etwas Ungeheuerliches geschehen war. In diesem Buch und mit mir.

Da erwacht also dieser Gregor, ein junger Handlungsreisender, der unter seinem Beruf und der Lieblosigkeit seiner Umwelt leidet, eines Morgens als riesiges Insekt. Zur Arbeit zu gehen, macht in seinem Zustand wenig Sinn. Schon taucht der erboste Prokurist auf und verlangt wütend eine Erklärung für Gregors Fernbleiben. Diese Szene, in der Gregor hinter verschlossener Tür sein Verhalten entschuldigt, seinen Käferkörper zur Tür quält und sich schließlich zu erkennen gibt, ist so haarsträubend kafkaesk, daß spätestens jetzt dieser Begriff jedem einleuchten dürfte. Gregors Familie ist angewidert, läßt den Sohn aber bei sich wohnen, bis schließlich -- nun, Sie werden es erfahren.

Keine Erklärung, nur dieser Hilfeschrei! Solche Radikalität war neu in der Literatur. Deutungen gab es viele. Gregor, wie Kafka, ein schwacher Mensch, der Tag für Tag mitansehen muß, wie diese Welt mit Schwachen umgeht, droht daran zugrundezugehen und vollzieht Die Verwandlung. Das ist seine "Rettung".

Im Jahre 1912 geschrieben, wurde Die Verwandlung noch zu Kafkas Lebzeiten veröffentlicht. Ein literarisches Jahrhundertereignis. Wie nachhaltig die Wirkung noch heute ist, läßt sich am Werk solcher Regiegrößen wie David Lynch und Polanski, um nur einige zu nennen, ablesen. --Ravi Unger

Pressestimmen

"Der Reisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens in seinem Bett als riesiges Ungeziefer... Die Spannung ist gegeben und weicht nicht bis zum letzten Augenblick." (Kasimir Edschmid) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Verwandlung
OA 1915 Form Erzählung Epoche Moderne
In der Erzählung Die Verwandlung verschmolz Franz Kafka die klassische Form der Parabel mit den Themen der Moderne und erschloss der Literatur auf revolutionäre Weise neue Geltungsbereiche und Ausdrucksmöglichkeiten. Der Text legt gleichnishaft die wechselseitigen Abhängigkeiten bloß, die zwischen autoritären Gesellschaftsstrukturen und dem sich willig in Unfreiheit, Erniedrigung und Ausbeutung fügenden Individuum herrschen.
Entstehung: Als äußerer Anlass zur Entstehung der Erzählung Ende 1912 muss die eigene, vom Autor als peinigend empfundene familiäre Situation gelten. Seit der Kindheit sah sich Kafka dem Argwohn seines Vaters ausgesetzt, der Ambitionen, die nicht dem ökonomischen und sozialen Aufstieg der Familie galten, verurteilte. Kafkas literarische Tätigkeit brandmarkte der Vater als Zeitverschwendung; das Interesse des Sohnes am Judentum empfand der auf Anpassung bedachte Vater als Gefahr. Eines der Hauptmotive der Erzählung lieferte der Vater, als er einen Freund, der Kafka die jüdische Tradition vermittelte, als »Wanze« beschimpfte.
Zur Übermacht des Vaters, mit dem Kafka eine lebenslange Hassliebe verband, trat der zunehmend als Qual empfundene Beruf des Juristen. Die ausweglose, unerträgliche Situation steigerte sich im Spätsommer 1912 zur offenen Verzweiflung, als ihn der Vater zur Beaufsichtigung der familieneigenen Asbestfabrik zwingen wollte.
Inhalt: In lapidarem Ton teilt der erste Satz der Erzählung das Ungeheuerliche mit: Gregor Samsa, ein gehetzter, die väterlichen Schulden abdienender Handlungsreisender, stellt nach dem Erwachen fest, dass er sich über Nacht in ein monströses Insekt verwandelt hat. Groteskerweise scheint dies Samsa – der Gleichklang zu »Kafka« ist beabsichtigt – nicht zu erschrecken; die Metamorphose wird als gegeben hingenommen. In Panik versetzt Samsa vielmehr, dass er den Dienst verschlafen hat, somit die Pflichten gegenüber den Eltern vernachlässigt und dieses »Vergehen« von seinem Chef geahndet werden wird. Von Schuldgefühlen geplagt, tritt Samsa vor seine Familie und den anwesenden Prokuristen, die der Anblick in Panik versetzt. Mitgefühl zeigt die Familie indessen keins: Der Vater treibt den Sohn brutal in sein Zimmer; später verwundet er ihn schwer. Die Mutter fügt sich in den Willen ihres autoritären Gatten. Die anfängliche Sorge der Schwester um den Bruder kehrt sich bald in Ekel. Abgeschnitten von aller Anteilnahme, vereinsamt und verwahrlost Samsa zusehends. Als er erfährt, dass der Vater heimlich ein kleines Vermögen horten konnte, leugnet er, dass seine Opferbereitschaft für die Familie, die sich rasch an die neue Lage gewöhnt, unnötig gewesen war. Wie ein »Tier« haben Familie und Firma Samsa jahrelang ausgebeutet; der Sohn ließ dies mit sich geschehen, um die eigene Existenz rechtfertigen zu können. Die »Verwandlung« ist folglich nur das konsequente Ende eines lange währenden Prozesses willig ertragener, permanenter Ausbeutung. Samsa revoltiert nicht gegen dieses Schicksal; er hat die Normen der Sklavenmoral vollständig verinnerlicht und beginnt sich als nutzlosen Parasiten zu betrachten: Pflichtbewusst bis in den Tod, will er der Familie nicht zur Last zu fallen, hungert sich zu Tode und wird wie Abfall entsorgt.
Wirkung: Die Verwandlung gilt mit Das Urteil (1913) und In der Strafkolonie (1919) als bedeutendste Erzählung des Autors. In alle Weltsprachen übersetzt und mehrmals verfilmt, schlug die sachlich-schonungslose Darstellung der gleichermaßen selbst- wie fremdbestimmten Erniedrigung des Menschen zum Tier Generationen von Lesern in ihren Bann und wirkte richtungsweisend auf die Erzählliteratur des 20. Jahrhunderts.

Synopsis

Franz Kafka is one of the most important figures in twentieth-century culture. The fascination of his work has long since reached international proportions, and the concept 'Kafkaesque' has entered the English Language as an everyday part of speech. This new edition of Kafka's famous story contains a critical introduction and notes which help to explain how the author achieves his particular effects. The editors are concerned less with what the story means then with how it blocks and baffles its reader, provoking them into an interpretation through its combination of clues and counter-clues, its questions and its uncertainties. Careful attention is therefore paid to the 'openness' of the text, to point of view, and to Kafka's use of language. The editors also consider the important biographical and cultural influences which shaped the writing of the story, and they outline some of the very different ways in which it has been interpreted --biographically, socially and psychologically. A select vocabulary, aimed at the demands of the sixth-form pupil, is also included, and the text itself is taken from the original hardback edition. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Das Taschenbuch ist mit einem hochwertigen Flexocover ausgestattet. Aufwändig produziert mit einer Glanzfolien-Kaschierung und veredelt durch Reliefprägung. Das Vorsatzpapier entspricht der Cover-Motivfarbe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

»Es wird viel über Kafka philosophiert, theoretisiert, und er wird zu wenig gelesen. Oft wenn ich mit befreundeten Lesern, lesenden Freunden zusammen bin und spüre, sie sind mit dem mir wesentlichst erscheinenden Kafka unvertraut, bemühe ich mich, sie zu verführen durch Vorlesen einer einzigen Seite eines Prosastücks - eine Verführung, die leicht und immer gelingt.«
Kurt Wolff

»Ich habe nie eine Zeile von diesem Autor gelesen, die mir nicht auf das eigentümlichste mich angehend oder erstaunend gewesen wäre.«
Rainer Maria Rilke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Sein Studium der Rechtswissenschaften und Germanistik schloss er 1906 mit dem Dr. jur ab. Er arbeitete bei einer Arbeiter-Unfall-Versicherungsgesellschaft, wurde aber schon 1922 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig pensioniert. Kafka war zeitlebens ein zutiefst verunsicherter Einzelgänger. Er starb am 3. Juni 1924 in einem Sanatorium bei Wien. Sein literarischer Nachlass, den er testamentarisch zur Verbrennung bestimmt hatte, wurde posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .
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