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Da erwacht also dieser Gregor, ein junger Handlungsreisender, der unter seinem Beruf und der Lieblosigkeit seiner Umwelt leidet, eines Morgens als riesiges Insekt. Zur Arbeit zu gehen, macht in seinem Zustand wenig Sinn. Schon taucht der erboste Prokurist auf und verlangt wütend eine Erklärung für Gregors Fernbleiben. Diese Szene, in der Gregor hinter verschlossener Tür sein Verhalten entschuldigt, seinen Käferkörper zur Tür quält und sich schließlich zu erkennen gibt, ist so haarsträubend kafkaesk, daß spätestens jetzt dieser Begriff jedem einleuchten dürfte. Gregors Familie ist angewidert, läßt den Sohn aber bei sich wohnen, bis schließlich -- nun, Sie werden es erfahren.
Keine Erklärung, nur dieser Hilfeschrei! Solche Radikalität war neu in der Literatur. Deutungen gab es viele. Gregor, wie Kafka, ein schwacher Mensch, der Tag für Tag mitansehen muß, wie diese Welt mit Schwachen umgeht, droht daran zugrundezugehen und vollzieht Die Verwandlung. Das ist seine "Rettung".
Im Jahre 1912 geschrieben, wurde Die Verwandlung noch zu Kafkas Lebzeiten veröffentlicht. Ein literarisches Jahrhundertereignis. Wie nachhaltig die Wirkung noch heute ist, läßt sich am Werk solcher Regiegrößen wie David Lynch und Polanski, um nur einige zu nennen, ablesen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Das Thema passt einfach wunderbar in die Zeit, über die absurde Verwandlung des Gregor Samsa und den daraus resultierenden Problemen, die eine solche Mutation im Alltag nach sich zieht, wird der verzweifelte Versuch eines Individuums, den Zwängen der Gesellschaft zu entfliehen, in Szene gesetzt.
Ich gehe so weit zu behaupten, dass selbst wenn einem der tiefere Sinn eines Kafka Werkes verborgen bleibt, man dennoch unglaublich viel Spaß an diesen haben kann!
Kafka führt die Prozesse unserer Gesellschaft immer wider ad absurdum und das mit ungeschlagener Brillanz. Ich darf es mir eigentlich gar nicht anmaßen ein solches Werk bewerten zu wollen, aber da das hier eine Bedingung ist, gibt es 5 Sterne!
Nein, die gibt es natürlich ist. Kafkas Kunst ist es Bücher oder Kurzgeschichten zu schreiben, die unglaublich weit definierbar sind und somit für jeden Leser eine andere Intention innehaben. Wofür könnte die Verwandlung stehen? Krankheit, Leid, Trennung, Tod, Unglück, Depressionen, Entfremdung, Sinnentleerung oder Beginn eines neuen Lebensabschnittes stellen nur einen Bruchteil möglicher Bedeutungen dar. Ebenso vielfältig lassen sich die seltsamen drei Untermieter und nicht zuletzt Gregors Familie betrachten, die nicht weiß, was sie mit dem neuen, leicht veränderten, Sohnemann anfangen soll.
Fazit: eine Herausforderung an den Leser! Eine richtige Interpretation gibt es nicht. Vielmehr sagt die jeweilige Interpretation vielmehr über den Leser, als über das Werk aus. Lesen als Selbsterfahrung!!!
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