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Die Verwöhnungsfalle: Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit
 
 
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Die Verwöhnungsfalle: Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit [Taschenbuch]

Albert Wunsch
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Die Verwöhnungsfalle: Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit + Abschied von der Spaßpädagogik: Für einen Kurswechsel in der Erziehung + An welcher Schraube Sie drehen können, damit Ihre Beziehung rundläuft: Boxenstopp für Paare
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag (22. März 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3466305195
  • ISBN-13: 978-3466305193
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 171.155 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Albert Wunsch
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Sozialpädagoge und Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch betont in seinem Buch"Die Verwöhnungsfalle", dass die Gesellschaft durch verwöhnende Umgangsformen geprägt- und geschädigt wird: "Der postmoderne Asoziale steht vor uns".

Die zukünftige Generation wird zu kraftlosen, ängstlichen, leistungsschwachen, unmotivierten und angepaßten Egoisten instrumentalisiert, die permanent bestrebt sind, wieder "an die pipeline wohligen Versorgtwerdens angenippelt zu werden."

Statt dessen wäre aber Ermutigung zur Auseinandersetzung - kurz emotionales Krafttraining - für die nachwachsende Generation notwendig, um die Bildung zu mehr Eigenverantwortlichkeit und die Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern. Das pointierte und gelegentlich polemische, aber hoch aktuelle Buch ist Eltern, Pädagogen und Bildungspolitikern zu empfehlen." (Dieter Smolka in "Parlament" )

"Wunschs, mit vielen Beispielen versehenes, gut lesbar geschriebenes Buch ist eine Hilfe, eigenes Verhalten im Umgang mit Kindern zu prüfen und kritisch zu hinterfragen. Sein Ziel,"ertappt-sein-Reaktionen " hervorzurufen, erreicht der Autor an vielen Stellen. Auch wenn man nicht unbedingt die Überzeugung des Autors teilt, das Maß der Verwöhnung in der Familie und in der Gesellschaft sei so voll, dass "ein Volk in Gefahr ist", lohnt sich die Lektüre der Verwöhnungsfalle." (Erzbistum Köln" )

"Die heutige Jugendlichen sind groß geworden wie Setzlinge mitten in der Schonung. Wenn die schützenden Bäume ringsum nicht mehr da sind, knicken sie durch den geringsten Windsturm ab. Sie werden so in Watte gepackt und abgeschirmt von den eigentlichen Anforderungen, dass sie in der Schule oder in der Lehre bei der kleinsten Anforderung aufgeben, und die Brocken hinschmeißen.

Das Wegsehen in unserer Gesellschaft führt dazu, dass immer mehr Jugendliche sich durchs Leben mogeln. Die Eltern sollen das Studium bezahlen, die Freizeit soll Spaß machen. Bloß keine Leistung verlangen. Das ist verpönt. Wer Leistung verlangt, wird gleich verdächtigt, für die Gesellschaft funktionierende Rädchen heranziehen zu wollen." (Albert Wunsch in "wir eltern" 9/2000 )

Kurzbeschreibung

Der Preis der Verwöhnung

Albert Wunschs ZEIT-Artikel »Droge Verwöhnung« löste ein gewaltiges Medienecho aus. Die Resonanz reichte von begeisteter Zustimmung bis empörter Ablehnung. In diesem Buch konkretisiert der Autor sein damals angedeutetes Plädoyer. Er zeigt, dass Verwöhnung in der Erziehung (z. B. Erfüllung aller Wünsche – und zwar sofort, ständiges Verhätscheln, Inkonsequenz, Konflikte für ein Kind lösen) die Fähigkeit gefährdet, später ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Dieses nicht am Kind orientierte Verhalten unterstützt auf Dauer das Anspruchsdenken, mindert die Kontaktfähigkeit und beeinträchtigt die Willens- und Persönlichkeitsbildung. Albert Wunsch fordert deshalb, Kindern und Jugendlichen bewusst Herausforderungen zuzumuten, ohne sie dabei sich selbst zu überlassen: Wenn Eltern und Erzieher ermutigen, klare Orientierungen bieten, konsequent sind, Grenzen setzen und wohl wollendes Verhalten zeigen, fördern sie die Eigenständigkeit ihrer Kinder.

Für mehr Konsequenz in der Erziehung.

Wer jeden Wunsch erfüllt - am besten jetzt und sofort - und Aufgaben oder Konflikte für andere löst, der verwöhnt. Und wer sämtliche Unannehmlichkeiten von Kindern fern hält und meint, ihnen damit Gutes zu tun, nimmt ihnen die Chance, die später notwendige Konfliktfähigkeit zu erlernen und eine eigenverantwortliche Persönlichkeit zu werden. Albert Wunsch fordert deshalb, Kindern und Jugendlichen bewusst Herausforderungen zuzumuten, ohne sie dabei sich selbst zu überlassen: Wenn Eltern und Erzieher ermutigen, klare Orientierungen bieten, konsequent sind, Grenzen verdeutlichen und wohlwollendes Verhalten zeigen, fördern sie die Eigenständigkeit ihrer Kinder.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwiegespalten 31. Mai 2010
Von Toula
Format:Taschenbuch
Ich kann mir über dieses Buch keine eindeutige Meinung bilden. Sicher hat der Autor recht: Verwöhnung ist weit verbreitet und führt zu Verweichlichung, niedrigem Selbstwertgefühl, wenig Leistungsbereitschaft und Schlendrian. Zu vielem kann ich echt nur mit dem Kopf nicken.

Aber der Ton, in dem diese Tatsachen ausgeführt werden, war mir während der ganzen Lektüre zuwider: rechthaberisch, zynisch, humorlos. Ich bin eigentlich froh, mir das Buch nicht gekauft, sondern nur geliehen zu haben.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufklärung neu 25. März 2002
Format:Taschenbuch
Ein Buch das verständlich macht, warum ein Großteil der bisher praktizierten Erziehungsmethoden nicht zielführend, ja sogar schädlich für den Einzelnen und die Gesellschaft ist. Die alten Modelle werden entlarvt, ein Lösungsansatz vorgeschlagen.
Das es mir half mich in meinem Handeln (nicht nur erzieherischer Art) besser zu verstehen sei dabei nur am Rande erwähnt.
Das Buch verdient tatsächlich eine weite, und weitere Verbreitung.
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70 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Unsere westlichen Spaß- und Lustgesellschaften nutzen das süße Gift der Verwöhnung vielfältig, Flächen deckend und für alle Altersstufen. Beispielhafte Belege für diese Feststellung sind die Omnipräsenz der ruhig stellenden Nuckelflasche für Vorschulkinder, die Geschenke der Marke "Maßlos" zu allen Gelegenheiten, Süßigkeiten als Fremd- und Selbstlob von der Wiege bis zur Bahre, Geldzuwendungen spätestens ab dem Geburtstermin, Wunsch-Befriedigung zu jeder Zeit und vor allem sofort, Eigeninitiative tötendes Verhätscheln von Kindesbeinen an, Befreiung von allen Aufgaben und Problemen schon im voraus, usw. usw.

Unsere Familien und unsere Gesellschaft sind durch verwöhnende Umgangsformen geprägt und geschädigt zugleich. Statt positive Zuwendung zu leisten tappen wir allzu leicht in die Verwöhnungsfalle und gönnen uns ein Ziel gerichtetes Handeln zur Erlangung von Vorteilen zu Lasten Dritter. Verwöhnung orientiert sich an den Absichten und Bedürfnissen des Verwöhners, verschleiert das eigentliche Tun. "Verwöhnen statt fordern", damit ist die klassische Formel einer emanzipierenden Erziehung, "Fordern statt Verwöhnen" (Felix von Cube), auf den Kopf gestellt. Das süße Gift der Verwöhnung lullt ein wie eine Droge, hält in Abhängigkeit und lässt nicht mehr wirklich darüber nachdenken, warum dieser Zustand nicht Problem lösend, sondern Problem stabilisierend wirkt. Verwöhnen und Gewöhnen werden schnell zu einem unzertrennlichen Paar, das zu jeder eigenen Aktivität oder Anstrengung die Motivation nimmt. Wer gelernt hat, wie wohlig es sich an der Pipeline des familiären oder staatlichen Versorgtwerdens leben lässt, der zieht höchstens noch um vom "Hotel Mama" in die "Villa Sozialamt."

Albert Wunsch, Doktor der Erziehungswissenschaft, Leiter des Katholischen Jugendamtes im Stadtdekanat Neuss, hatte im Oktober 1998 in der "ZEIT" seine Gedanken zum Nicht-Gefordertsein und zum Minimieren der Leistungsbereitschaft publiziert und dabei aufgezeigt, wie in Familie und Gesellschaft systematisch Eigenverantwortlichkeit ausgebremst und verhindert, wie Veränderung gelähmt, Abhängigkeit gefördert, Menschenwürde torpediert wird. Statt problemlösender Therapie leistet sich unsere Gesellschaft verwöhnende Strukturen, die Grundprobleme betonieren, die das genaue Gegenteil von sozialer Hilfe sind und so den postmodernen Asozialen kreieren, der in der Masse das System, das ihn geschaffen hat, zerstört. Verwöhnung ist heute "Verwahrlosung im Glitzerlook", sagt der Autor.

Wunsch ist sich darüber im Klaren, dass eine moderne Gesellschaft für alle Fälle soziale Netze braucht. Ihm geht es nicht um die Wiedereinführung eines Sozial-Darwinismus, nicht um die Popularisierung von Härte und Sieg der Überlegenen. Er will aufmerksam machen auf die "mentale Depression" im Lande, auf den vielfältig anzutreffenden "homo schlaraffiensis", der jeder Belastung ausweicht, jedes Risiko meidet, der zwar alle Kraft zum privaten Genuss aufwendet, aber nie gelernt hat, seine Schwierigkeiten zu analysieren und zu lösen. Wie die Made lebt er im Speck dieser Gesellschaft, die er schädigen und zerstören muss, will er seinen Lebensstil nicht ändern. Und warum sollte er auch? In diesem Buch beschreibt Albert Wunsch nun detailliert und formulierungsstark seine einleuchtende Entdeckung, fragt nach der Rolle von Erziehung, beleuchtet das Massenphänomen "Verwöhnung", legt das Messer an zu einer "Pathologie der Verwöhnung", zeigt den Preis der Verwöhnung auf und legt Köder aus zur "Verwöhn-Entwöhnung", fordert und fördert Einsicht zur Ver-Änderung.

Nicht schwer ist übrigens der Problem-Transfer von der Familie zu Wert-Gemeinschaften wie der Kirche. Versöhner als Verwöhner? Na klar, überall da, wo - ohne eigens Zutun - kirchliche Dienstleistung abgefordert wird: Sakramentale Rundum-Versorgung, liturgische Inszenierung in jeder gewünschten Form, feierliche Begleitung bei allen Lebenswenden: Der Kirchensteuerzahler hat Anspruch auf pastorale Zuwendung - eigener Glauben, Glaubenspraxis scheinen nicht mehr Voraussetzung zu sein. Wer bezahlt, hat Anspruch auf Verwöhnung, auch in der Kirche. Dass keine Wertegemeinschaft überlebt, wenn jedes Mitglied nur den eigenen Vorteil sucht, bleibt in egomanischen Gesellschaften eine unentdeckte Erkenntnis.

Diesem Buch ist eine weite Verbreitung und seinen Thesen eine heftige Diskussion mit Folgen zu wünschen. Es zeigt als Menetekel ein grundsätzliches Problemfeld unserer Gesellschaft an, das jeden angeht. (PEK/MBH)

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