Die schon etwas gealterte Studie zeigt deutlich, dass es sich bei den meisten arabischen Staaten um künstlichen Gebilde des Kolonialismus handeln, die der herausforderung des Nationalismus wenig entgegenzusetzen haben, ausser die arabische Nation, die aber politisch nicht in Erscheinung tritt. Die Unfähigkeit arabischer Geisteswissenschaft europäische politische Grundsatzkonzepte zu verstehen resultiert in der Annahme einer westlichen Verschwörung. Diese Verschwörung, so Tibi, die nur in der Phantasie arabischer Politiker und Theoretiker des Fundamentalismus besteht,hemmt die Entwicklung der arabischen Länder. In Wirklichkeit, handele es sich nur um die Unfähigkeit demokratische Strukturen entstehen zu lassen und die darausfolgende Unterlegenheit in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht. Diese Unterlegenheit, so Tibi, führt zu unreflektierter Aggression, der sich die Politiker und Tyrannen arabischer Staaten bedienten um an der Macht zu bleiben, bzw. diese zu Erringen.
Diese Unfähigkeit zur Demokratie aber schreibt Tibi einer Verweigerung zur Weiterentwicklung des Islam zu, die schon früh ihre Ausformung fand und die zu einer zyklischen Geschichtsbetrachtung in der arabischen Historiographie geführt habe. In der Islamischen Geschichte Arabiens, gäbe es, so glauben die Araber selber, keinen Fortschritt, ja er ist unmöglich, es passiert nur immer das gleiche immer wieder. Dieses Buch ist sehr unterhaltsam zu lesen und man erfährt eine Menge über arabische Geschichte und Geisteswissenschaft.