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Die Verlockung
 
 
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Die Verlockung [Taschenbuch]

Erik Tarloff
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Dtv (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243163
  • ISBN-13: 978-3423243162
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 13,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.328.444 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ben Krause hat die attraktivste Freundin der Welt, der Präsident weiß seine Arbeit als politischer Berater zu schätzen, und seiner Karriere im Weißen Haus stünde eigentlich nichts mehr im Wege, wenn es da nicht ein kleines Problem gäbe: Präsident Sheffield hat ein Auge auf die Verlobte seines Beraters geworfen und die selbstbewußte junge Frau kann der Verlockung nicht widerstehen. Auch als Ben die Affäre entdeckt und sie damit konfrontiert, ist sie nicht bereit zu verzichten.

Monatelang quält sich Ben mit der Frage herum, was seine Freundin mit dem Präsidenten treibt, warum sie es tut, was das für ihre Beziehung bedeutet, ob er sich von ihr trennen soll, wer sonst noch alles davon weiß und was geschehen wird, wenn die Presse davon erfährt. Am Ende merkt er, daß er fast schon zum Komplizen ihrer Treulosigkeit wird, daß er der Verführung der Macht genauso erliegt wie seine Freundin, und daß er eine Entscheidung herbeiführen muß, wenn er an der demütigenden Situation nicht kaputtgehen will.

Eric Tarloff hat einen psychologischen Roman geschrieben, der die Rolle des »Hahnreis« zum ersten Mal wirklich ernst nimmt und die inneren (und äußeren) Konflikte beschreibt, denen sich ein Mann ausgesetzt sieht, der von der Frau betrogen wird, die er liebt. Er analysiert die sexuelle und psychologische Verführung, die von den »Mächtigen« ausgeht, ob sie nun Könige oder Politiker sind, und versteht uns bei alledem noch niveauvoll zu unterhalten.

Der Verlag über das Buch

»Hervorragend – VERLOCKUNG stellt den ganzen Skandal auf den Kopf.« The Washington Post

»Ein nachdenklicher und unterhaltender politischer Roman, sowohl Psychodrama als auch eine Analyse der Macht.« People

»Eine Geschichte über Sex und Macht in Washington, die jenseits der Schlagzeilen zu einem weitaus dunkleren Punkt führt.« The New York Times Book Review

»Absolut fesselnd.« Time Magazine


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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Face-Time in Washington: Traum und Albtraum, 5. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Verlockung (Taschenbuch)
Die Handlung des Romans ist einfach. Der begabte sympathische Benjamin (Ben) Krause mausert sich im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zum Redenschreiber des frisch gewählten Präsidenten „Chuck" Sheffield. Seine Reden finden immer größere Anerkennung, was seine „face-time", die begehrteste Währung in Washington, schnell erhöht. Mit „face-time", so auch der Titel der Originalausgabe, bezeichnet man die Zeit in unmittelbarer Nähe des Präsidenten. Privat lebt Ben in Liebe und Harmonie mit Gretchen, einer untergeordneten Angestellten im Weißen Haus. Getrübt wird das private und berufliche Glück, als Ben gewahr wird, dass der Präsident und Gretchen ein Verhältnis miteinander haben. Es zieht sich über Monate hin - bis zu Bens moralischem (?) Befreiungsschlag. Er kündigt seinen Vertrag, verzichtet damit auf seine Karriere und alle gesellschaftlichen Weihen der Hauptstadt und trennt sich von Gretchen.
Eine schwere Last scheint von allen Beteiligten genommen, einschließlich des Präsidenten, doch der Katzenjammer folgt auf dem Fuße. Allen wäre es am liebsten, sie wären der Verlockung nicht zum Opfer gefallen, doch ist das Vorgefallene nicht ungeschehen zu machen. Das aber ist gleichzeitig die Chance für einen neuen Anfang .
Die Zeit heilt alle Wunden? Die erste Begegnung zwischen Ben und Gretchen nach der Trennung scheint das anzudeuten. Der Traum ist schal geworden, der Alptraum beendet und das Verständnis für das Fehlverhalten des jeweils anderen scheint gewachsen.
„Ruf mich morgen an. Ich bin den ganzen Tag zu Haus und warte am Telefon."
„Aber ich habe doch deine Telefonnummer gar nicht!"
"Die steht im Telefonbuch." Sie lachte. „Du weißt doch, wie es ist... Nobodies brauchen keine Geheimnummern." (S. 236)

Kein Roman für Voyeure, das sei gleich vorausgeschickt. Einzelheiten der Liaison zwischen Gretchen und dem Präsidenten werden nicht preisgegeben. Der Leser weiß nie mehr als das, was Ben als Ich-Erzähler mutmaßt oder herausfindet. Für Ben, der selber in Paris bei der ersten flüchtigen Begegnung mit einer nicht einmal attraktiven Journalistin schwach wird, bricht eine Welt zusammen, als er hinter Gretchens Geheimnis kommt, das sie vergeblich zu hüten glaubte in der irrigen Annahme, das Verhältnis mit „Chuck" habe gar nichts mit ihrer Liebe zu Ben zu tun und könne diese Liebe auch gar nicht beschädigen.
Bens Darstellung und subjektive Analysen offenbaren minutiös den Zerfall eines von Eifersucht zerfressen werdenden Menschen und die unausweichliche Entfremdung zweier Liebender. Ein Eifersuchtsdrama? Viel mehr. Die Motive sind bei allen vielschichtig und miteinander verknäuelt. Alle haben schnell Argumente für ihr Handeln oder Nichthandeln parat, doch letztlich bleibt sich jeder selbst ein Rätsel. Der Schlüssel zum Verständnis liegt in der Verlockung der Macht. Sie übt, auf unterschiedlichen Ebenen, eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die aus, die die Gelegenheit erhalten, an ihr teilzuhaben. Der Präsident missbraucht sie, indem er Frauen im Weißen Haus zu seinem Spielzeug macht, vorzugsweise verheiratete, weil das sein Machtgefühl über andere noch steigert; Ben aus uneingestandener Eitelkeit und Gretchen aus lange unterdrücktem Neid auf den beruflichen Erfolg Bens. Ist Bens Waffe seine geschliffene Feder, so Gretchens Waffe ihre natürliche Weiblichkeit.
Beiden gemeinsam ist, dass sie, um im Zentrum der Macht bleiben zu können, die Dinge treiben lassen und Entscheidungen hinauszögern. Alles bleibt in der Schwebe, was die Leiden nur verschlimmert.
Der Autor versteht es meisterhaft, die Personen als ein Gemisch von guten und hässlichen Absichten und Eigenschaften darzustellen. Das gilt auch für den Präsidenten, der sich bis zuletzt freundschaftlich-väterlich um Bens Verständnis und Verbleib im Weißen Haus bemüht.
Es ist kein handlungsstarker Roman, aber er vibriert geradezu vor innerer Spannung, die der Erzähler dadurch erzeugt, dass er den Leser einbezieht in die Hölle der widersprüchlichsten Gefühle, durch die er selber geht. Die Menschen sind eingesperrt in den Käfig ihrer Emotionen, Konventionen und Werturteile und lange Zeit nicht dazu in der Lage, sich daraus zu befreien. Das Rütteln an den Stäben überträgt sich auf den Leser, doch er weiß bis zum Schluss nicht, ob der Ausbruch gelingt oder nicht.
Nicht der Ich-Erzähler, sondern Gretchen zieht die größte Aufmerksamkeit auf sich. Der Name der Geliebten Fausts ist nicht zufällig gewählt. Gretchen ist die lebendige Verkörperung der unantastbaren Unschuld wie der weiblichen Verlockung, die vollkommene Vereinigung von Körper, Seele und Geist. Das spricht sie frei von Schuld.
„Ich hatte die Frau fürs Leben gefunden. Sie verkörperte alles, was ich seit Jahren gesucht hatte. Sie weckte Respekt, Interesse, grenzenlose Zärtlichkeit und unkontrollierbare Lust." (S. 32)
Eine Frau, die dem Präsidenten der mächtigsten Nation der Welt nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen ist, denn ihre Anziehungskraft ist naturgegeben, seine qua Amt verliehen. Und Ben? Ein Hans im Glück, der sich von einer solchen Frau geliebt weiß, obwohl er sie kaum verdient.
Mehr noch als an der Verletzung dieses idealen Frauenbildes durch die Einlassung mit dem Präsidenten leidet Ben darunter, dass die Unschuld und Reinheit dieser ihm so vielfach überlegenen Frau durch keinen Seitensprung beschmutzt werden kann.
Tarloff ist mit Gretchen eine großartige Frauenfigur gelungen. Dass dieser Eindruck erzeugt und trotz aller Geschehnisse nicht getrübt wird, obwohl Gretchen nur aus Bens Perspektive heraus beschrieben wird, der allen Grund hat sie zu verachten und zu hassen, ist ein wunderschönes indirektes Liebesgeständnis Bens. So ist der Leser denn auch regelrecht erleichtert, dass zwei Menschen, die füreinander bestimmt zu sein scheinen, am Ende wieder zueinander finden.
Erwähnt werden muss noch, dass die Detailkenntnisse des Autors des gesellschaftlichen Lebens (und Sterbens) im Weißen Haus und in Washington nicht unwesentlich zur atmosphärischen Dichte und Authentizität des Romans beitragen.

Tarloff, ehemaliger Redenschreiber Bill Clintons, weiß, worüber er schreibt, und er hat sein Wissen zu einem erstklassigen Roman verarbeitet, der den Leser in Abgründe und Paradiese von Seelen im Umfeld der Macht gleichzeitig blicken lässt.

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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein schockierendes Buch, 2. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Verlockung (Taschenbuch)
Der Präsident will meine Frau. Das hört sich zunächst nach Klamotte an. Aber bei genauerem Hinsehen stellt man fest: Der Autor hat tatsächlich im Weißen Haus gearbeitet. Und vor allem er schreibt über ein Problem, daß überall auftritt, wo Prominente sich "Freundinnen" suchen, die ihr Ego befriedigen sollen. Ein unglaublich spannendes Buch, das ich jedem Mann empfehle.
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