Überaus charmant und stets zur Stelle, wenn es darum geht, einen Mord aufzuklären, ist der Professor für Kriminologie und erfolgreiche Hobbydetektiv Viktor Capellari. Ein Mann der Tat, der nicht nur kluge Sprüche klopft, sondern sich auch gerne einmal die Hände schmutzig macht, um den menschlichen Abgründen auf die Spur zu kommen. Unterstützt von seinem Bruder Bruno und der in seinem Haus lebenden Studentin Maria blickt er inzwischen auf viele erfolgreich gelöste Fälle zurück und sollte es einmal nicht klappen mit der Verbrecherjagd, dann steht ihm Kommissarin Karola Geissler zur Seite und schafft es, dem alternden Gigolo aus der Patsche zu helfen.
Fünf abwechslungsreiche Fälle sind in der dritten Box vorhanden, die es hervorragend schaffen, die Zuschauer an die Bildschirme zu fesseln und sie mörderisch gut zu unterhalten. Bereits in der ersten Episode ist es Capellari gelungen, eine Verabredung mit Karola Geissler zu arrangieren, bei der er sie nach allen Regeln der Kunst bekochen will. Ein Kalbsbraten soll es sein, der nach dem alten Geheimrezept von Marias Großmutter zubereitet, die Sinne der Kommissare betören soll. Doch bereits beim Kauf der Delikatesse im Metzgerladen um die Ecke wird seine detektivische Neugier geweckt und während der Braten in eigenen Saft schmort, ist Capellari bereits unterwegs, um eine vermißte Verkäuferin aufzufinden. Eine verhängnisvolle Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausstellt. Denn als Capellari wieder in seinem Haus eintrifft, ist der Braten verkohlt und die sich anbahnende Beziehung zu Karola Geissler bekommt erste Risse.
Eine Enttäuschung, von der Capellari sich schnell erholt. Denn bereits zwei Episoden weiter trifft er in seinem Vorlesungssaal auf eine unbekannte Schöne, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Eine Affäre, die ihr jähes Ende nimmt, als deren Mann tot aufgefunden wird und Capellari als Alibi herhalten muss. Mit gemischten Gefühlen macht er sich an die Aufklärung der perfiden Tat, deren Umstände ihm mehr zu schaffen machen, als er zugeben möchte. Während er bei diesem Verbrechen als Liebhaber herbe Rückschläge einstecken muss, darf er sich in seinem letzten Fall als Schauspieler bewähren. Doch bevor er überhaupt auf die Bühne kommt, entdeckt er in einem alten Küchenaufzug die Leiche eines jungen Mannes, die gleich darauf wieder im Schacht verschwindet. Und so dauert es eine ganze Weile, bis Capellari den Toten ausfindig machen kann und mit ihm obskuren Machenschaften aufdeckt. Aber bevor es soweit ist, wird er fast noch selbst das Opfer eines heimtückischen Mordanschlags. Glücklicherweise ist Kommissarin Carola Geissler in der Nähe und hat dem wankelmütigen Charmeur inzwischen längst verziehen.
Wunderbar unterhaltsam und in guter Qualität präsentieren sich die 450 Minuten der "Verbrechen des Prof. Capellari", in denen der Hobbydetektiv letztmalig Höchstleistungen vollbringen darf. Aber nicht nur er liefert in den fünf neunzigminütigen Episoden eine ausgezeichnete schauspielerische Leistung ab. Auch alle anderen Charaktere dieser Reihe wissen zu begeistern. So brilliert Sissi Perlinger in der Rolle der Kommissarin Karola Geissler, die es trotz mehrmaliger Versuche nicht schafft, Capellari von seinem kriminalistischem Hobby abzubringen. Doch wie sollte sie auch einen begeisterten Kriminologen von dem fernhalten, was er tagtäglich mit viel Enthusiasmus seinen Studenten lehrt. Aber auch die Studentin Maria und Halbbruder Bruno verstehen es, dieser einzigartigen Serie einen Unterhaltungswert zu verleihen, der auf einer gut funktionierenden Idee, stimmigen Plots und ausreichend Humor fußt. Eine ordentliche Bild- und Tonqualitär und bedienerfreundlich gehaltenen Menüs tun ihr Übriges, um den Fans dieser Serie angenehme Fernsehstunden zu bereiten.
Fazit:
Amüsant und kurzweilig, so präsentieren sich "die Verbrechen des Prof. Capellari" und schaffen es, gut zu unterhalten.