Viktor Capellari, Professor der Kriminologie und erfolgreicher Hobbydetektiv, begibt sich erneut auf die Jagd nach Verbrechern. Sechs Episoden sind es, die in dieser Box enthalten, den Krimiliebhaber an den Bildschirm fesseln und ihn mörderisch gut unterhalten.
Den Beginn macht ein illegaler Eiersammler, der nicht davor zurückschreckt, die Nester bedrohter Vogelarten auszuräumen, um mit diesen seine Vitrinen zu füllen. Capellari, der im Begriff ist, eine seiner gut besuchten Vorlesung an der Uni zu halten, findet auf dem Pult eine Schachtel mit zwei zerbrechlichen Vogeleiern vor. Irritiert von dem sonderbaren Geschenk nimmt er die Chance wahr, sich von einer seiner Studentinnen über die Herkunft dieser aufklären zu lassen. Doch als beide sich am Nachmittag zu einem umfassenden Gespräch am Waldrand treffen, liegt die junge Frau schwer verletzt neben einem Hochspannungsmast und ohne es zu wollen, ist Capellari wieder einmal mitten drin, in einem neuen Fall. Mit messerscharfem Verstand und charmant wie eh und je macht er sich daran, diesen aufzuklären, obwohl die notwendigen Ermittlungen im Zuständigkeitsbereich der örtlichen Polizei liegen, die in Form von Kommissarin Karola Geissler und Kommissar Horst Kreulich kurze Zeit später am Waldrand eintreffen. Als Kreulich gebeten wird, den im Tatzusammenhang stehenden Hochspannungsmast zu erklimmen, ist dessen Laune unter den Nullpunkt gesunken und bitterböse Sticheleien finden ihren Weg zu dem Hobbykriminalisten, der diese allerdings gekonnt ignoriert. Im Gegenteil. Bei einem gut anrangierten Restaurantbesuch mit Kommissarin Geissler versteht er es, ihr fehlende Informationen zu entlocken und ist bereits kurz darauf dem Eierdieb auf der Spur.
Aber nicht nur beim Auffinden eines Eierdiebes macht Capellari eine gute Figur. Auch in einem Fall, bei dem in Prag wertvolle Bücher verschwinden, läuft er zu Höchstform auf. Doch bevor er sich um eine bewusstlose Schönheit kümmern kann, die er beim Pilze sammeln auf dem Waldboden findet, ist er gezwungen, seine Familienverhältnisse zu ordnen. Denn gerade in dem Moment, als er von unsäglicher Trauer übermannt vor dem Sarg seines Vaters steht, taucht ein unbekannter Bruder auf und behauptet, schon lange von Viktors Existenz gewusst zu haben. Von den Geheimnissen seines Vaters tief verletzt, findet sich Capellari mit dem ungewollten Familienzuwachs ab und nutzt diesen kurzerhand dazu, seine Ermittlungen voranzutreiben. Eine Methode, deren Anwendung er vortrefflich versteht. Denn nicht nur der neu gewonnene Bruder verrichtet ein Teil seiner detektivischen Arbeiten, auch sämtliche, ihm nahe stehenden Personen, werden für die oftmals haarsträubenden und nicht ganz ungefährlichen Recherchen eingespannt.
Viktor Capellari, der sich mit Leib und Seele der Kriminologie verschrieben hat, versteht es nicht nur theoretisch, den Verbrechern auf die Spur zu kommen. Mit viel Wortwitz und lustigen Kapriolen gepaart, begibt er sich oftmals selbst in Gefahr, schafft es aber stets, sich aus diesen zu befreien. Ob es nun an seinem messerscharfen Verstand liegt oder das nötige Quäntchen Glück nie versiegt, sei dahin gestellt. Seine Erfolgsquote jedenfalls, ist überdurchschnittlich und so kann ihm die, über Gebühr beanspruchte, Kommissarin Geissler nicht wirklich böse sein. Lediglich Kreulich wittert in ihm einen Rivalen und ist stets genervt von dem erfolgreichen Charmeur.
"Die Verbrechen des Professor Capellari - Folge 7-12" ist als 3er DVD-Box mit 540 Minuten Laufzeit erschienen. Neben Friedrich von Thun, der als Professor Viktor Capellari eine schauspielerische Glanzleistung vollbringt, sind auch wieder Sissy Höfferer als Kommissarin Karola Geissler und Gilbert von Sohlern als Kommissar Horst Kreulich mit von der Partie und geben den Geschehen die richtige Würze. Aber auch Liane Forestieri als Mitbewohnerin Maria und Karl Schöböck als Johannes Capellari senior überzeugen und lassen den Zuschauer eine Verbrecherjagd erleben, die gepaart mit viel Witz und komischen Situationen, außerordentlich gut unterhält.