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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Im Spannungsfeld von Kommerz und Kunst,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung (DVD)
Jeremy Prokosh (Jack Palance) ist ein Hollywood-Produzent, wie man ihn kennt: Bitte keine Kunst - wir müssen Geld verdienen! Daher ist er mit der eher philosphisch inspirierten Umsetzung der Irrfahrten des Odysseus durch Fritz Lang (spielt sich selbst!) auch wenig zufrieden. Er engagiert daher den jungen Autor Paul Javal (Michel Piccoli) zum Umschreiben des Drehbuchs. Als Pauls attraktive Frau Camille (Brigitte Bardot) zu glauben beginnt, sie solle bei Prokosh seine Karriere befördern, kann sie nur noch Verachtung für Paul empfinden ...Jean-Luc Godards Reflexion über das Filmemachen im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Kunst ist in diesem Falle durchaus persönlich: Für seinen ersten Farbfilm stand ihm ein hohes Budget und mit Brigitte Bardot (in einer ihrer wenigen Charakterrollen) ein großer Star zu Verfügung. In der Verfilmung des Romans von Alberto Moravia geht es Godard vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen: "... die Geschichte der Menschen, die sich von ihresgleichen abgeschnitten haben, von der Welt, von der Realität. Sie versuchen ungeschickt, das Licht zu finden, während sie in einem finsteren Raum eingeschlossen sind." Godard, der selbst Fritz Langs Regieassistenten spielt, zeigt die Entfremdung der Personen untereinander ebenso wie die der Filmemacher innerhalb des - durch den Hollywood-Produzenten verkörperten - kommerziellen Studiosystems. In einer Szene lässt er Fritz Lang Bertolt Brechts Hollywood-Gedicht aus dem Jahr 1942 zitieren: Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden Hoffnungsvoll Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer. LE MEPRIS (1963) sollte in keiner cineastisch orientierten Sammlung fehlen. Auch die DVD ist empfehlenswert. Farb- und Tonqualität sind dem Alter des Films angemessen hervorragend. Als Extra enthält die DVD die beiden Kurzfilme "Paparazzi" und "Bardot et Godard", die während der Dreharbeiten auf Capri in und um Casa Malaparte, die wegen ihrer architektonischen Formsprache gerühmte Villa des italienischen Schriftstellers Curzio Malaparte (1898-1957), entstanden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Traumwelten.,
Von Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung (DVD)
Der Regisseur dieses sowohl gedanklich als auch visuell beeindruckenden Filmes ist Jean -Luc Godard. Der Filmhandlung fußt auf dem gleichnamigen Roman von Alberto Moravia mit dem Titel " Die Verachtung ".Worum geht es? Der junge Autor Paul Javal ( Michel Piccoli) soll im Auftrag des amerikanischen Produzenten Jeremy Prokosch das Drehbuch für einen Film umschreiben. Gedreht werden sollen die Irrfahrten des Odysseus. Prokosch hat Fritz Lang( er spielt sich im Film selbst) für die Regie beauftragt, mag aber dessen " Kunstkino " nicht. Javal , der bislang Romane geschrieben hat und mit der schönen Camille ( Brigitte Bardot) in beengten Verhältnissen lebt, unterschreibt den Vertrag, weil er eine Wohnung kaufen möchte, um seiner Frau etwas zu bieten. Camille liebt ihren Mann grenzenlos und steht dem Projekt eher kritisch gegenüber. Sie mag Prokosch nicht, der sich für sie aber stark interessiert. Dennoch lässt Paul, der dies weiß, seine Frau immer wieder mit dem Produzenten alleine, sodass in Camille der Gedanken reift, ihr Mann wolle sie als Mittel für seine persönlichen Karriereinteressen einsetzen. Sie beginnt ihren Mann daraufhin zu verachten...... Die Geschichte korrespondiert mit jener von Odysseus und der treuen Penelope, von der man annimmt, dass sie sich nach der langen Abwesenheit ihres Gatten ebenfalls von ihm abwandt, weil Odysseus nach seiner Wiederkehr ihre Freier hatte töten lassen, obschon er deren Geschenke keineswegs verschmähte. Fritz Lang möchte übrigens Textstellen von Hölderlin und Dante in den Film einfließen lassen, zitiert diese Passagen auch sehr beeindruckend und verdeutlicht in seinen klugen Reflexionen zudem, was die Kinowelt eigentlich ist. Bardot und Piccoli wirken als Filmpaar auf mich nicht besonders überzeugend, obschon beide ihre Rolle hervorragend spielen. Klar geworden ist mir , was den eigentlichen Reiz von Brigitte Bardot ausmachte. Dass sie wunderschön ist, wird keiner bestreiten wollen, aber schön sind andere Schauspielerinnen auch. Bardots Bewegungen sind geschmeidig , sehr langsam, fast lethargisch. Sie verleihen ihrer Schönheit etwas Erhabenes, dass ich so an keiner anderen Schauspielerin bislang feststellen konnte. Bardot wirkt beinahe entrückt. Diese Gegebenheit scheint Piccoli Probleme zu machen, der , bei allem schauspielerischen Können, ihr letztlich als männliches Pendant nicht ebenbürtig ist. Er erscheint wenig gelassen, fast zappelig. Das hat mich etwas gestört. Dennoch ein sehr schöner Film, mit phantastischen Außenaufnahmen. Empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine etwas unerklärbare Enttäuschung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung (DVD)
Jean-Luc Godard war, ist und bleibt einer der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte der Filmkunst. Dieser unübertreffliche Künstler kann eine Liste äußerst faszinierender Filmwerke vorweisen, allesamt äußerst niveau- und anspruchsvoll.Trotz meiner enormen Bewunderung Godard gegenüber kann ich nicht von mir behaupten, dass die Verachtung, eines seiner wichtigsten Werke, zu meinen liebsten gehört. Genau genommen kann ich nicht wirklich sagen, was zu dieser Ansicht meinerseits geführt hat, da ich zugeben muss, dass sowohl Musik als auch die Regieleistung einwandfrei sind. Womöglich hat Brigitte Bardots etwas schnöde Rolle ihren Beitrag dazu geleistet, sie spielt eine zwar wunderschöne aber gleichermaßen etwas abstoßende Persönlichkeit, gegen die ich nach kürzerer Zeit sogar klitzekleine Aggressionen entwickelt habe. Ihr Verhalten und ihre Ausdrucksweise sind gelegentlich äußerst nervtötend, woran die Stimmung in dem Film ziemlich zu leiden hat. Mein Fazit: Man sollte sich den Film auf jeden Fall angesehen haben um die Glanzleistung dieses herrlichen Regisseurs bewundern zu können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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