Vorausschicken möchte ich, dass ich zuvor die "Stelling-Saga" von Christa Kanitz gelesen habe. Wer meine Rezensionen liest, wird dabei feststellen, dass auch ich beim letzten Buch dieser Bände sehr kritisch die gravierenden Fehler darin beurteile. Deshalb hat auch "Maria Amalia" Recht damit, wenn sie hier die Fehler in diesem Buch bemängelt. Hinzu kommt, dass selbst der Klappentext auf dem Buch nicht stimmt. So etwas sollte wirklich nicht passieren!
Zum Inhalt: Die Hamburger Kaufmannsfamilie Iserbrook führt im Jahre 1815 auch eine Niederlassung in dem damals wichtigen Handelsstützpunkt Venedig. Der älteste Sohn der Familie Moritz leitet diesen Standort und lebt dort mit seiner venezianischen Frau Sylvana und seinen 3 Kindern, den beiden Söhnen Luca und Marco sowie der kleinen Tochter Marie-Theres.
Auf einer Schiffsreise verunglückt Moritz tödlich. Da der Firmenchef Justus Iserbrook keine weiteren Enkelkinder hat, reist er nach Venedig, um seine Schwiegertochter und die Enkel nach Hamburg zu holen. Er will die Enkelsöhne als seine Nachfolger erzogen und geschult wissen. Widerstrebend und weil sie in Italien als Witwe kein lebenswertes Dasein mehr sieht, reist Sylvana mit den Kindern in den Norden Deutschlands, jedoch zu ihren Bedingungen, die sie Justus Iserbrook unumwunden mitteilt. In Hamburg angekommen findet sie in ihrer Schwiegermutter Vanessa eher eine Feindin, da die nur auf ihre Enkelkinder fixiert ist. Das macht ihr das Leben nicht gerade leicht. Als dann auch noch Justus plötzlich verstirbt ohne ein Testament zu hinterlassen, ist das für Sylvana eine Herausforderung, aber dann beginnen erst die wirklichen Probleme!
Der Schluss ist allerdings sehr spontan und lässt das Ende, zum Leidwesen des interessierten Lesers, offen!
Die Geschichte der Venezianerin ist in vielen Teilen nachvollziehbar und vorhersehbar, dennoch hat sie mir gefallen und mir Lust auf die Fortsetzungen gemacht, die ich mir gleich bestellt habe.