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Die Völkerwanderung Taschenbuch – 20. Februar 2002


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck Verlag; Auflage: 4., durchgesehene Auflage (20. Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406479804
  • ISBN-13: 978-3406479809
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 1 x 18 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

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Rosen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kai Ullrich am 13. August 2003
In diesem Buch versucht der Autor, eine Einführung zu geben in die Geschehnisse, die sich in Europa ungefähr zwischen 200 und 500 n.Chr. abgespielt haben, und gemeinhin als "Völkerwanderung" subsummiert werden. Man muss kein Historiker sein, um zu dem Schluss zu gelangen, dass dies auf 120 Seiten ein äußerst ehrgeiziges Vorhaben ist, denn sehr schnell wird der Wust an Namen von diversen Germanen, Goten, Alanen, Sueben, Hunnen, Vandalen, ... (die Liste könnte man noch lange fortsetzen) oder auch die schnelle Folge der Kaiser des spätrömischen Reiches inclusive ihrer Heerführer, Kinder, Nachfolger, Nebenkaiser, usw. unübersichtlich. Trotzdem ist das Buch gelungen und kurzweilig. Ausgehend von frühen Berichten römischer Geschichtsschreiber über die ersten Kontakte Roms mit Germanen in Italien, Süd- und Westfrankreich sowie im heutigen Deutschland wird die Geschichte der Völkerwanderung chronologisch erzählt. Dass, wie oben erwähnt, die Geflechte zum Teil äußert komplex und entsprechend verwirrend sind, tut dem hohen Informationsgehalt und Unterhaltungswert letzten Endes keinen Abbruch, denn unter dem Strich werden die wesentlichen Akteure der Thematik und ihre Motivation klar erkennbar herausgearbeitet. Hier sind u.a. zu nennen: Die Römer mit dem verzweifelten Versuch, ihre Nord- und Ostgrenze zu sichern und so das Reich zu stabilisieren sowie die diversen germanischen und nicht-germanischen Völker auf der Suche nach Siedlungsgrund oder auch nur Macht.
Für jeden, der dem schwammigen Begriff "Völkerwanderung" klare Umrisse verschaffen will, eine lohnende Lektüre.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Serenus Zeitblom TOP 100 REZENSENT am 30. März 2009
Verifizierter Kauf
Zum Inhalt: Prof. Klaus Rosen stellt die so genannte "Völkerwanderung" in einen weiteren Rahmen: angefangen mit den Einfällen der Kimberer und Teutonen rund ein halbes Jahrtausend vor dem Ende des Weströmischen Reichs 476 n. Chr. Rosen beschreibt die Ereignisse noch bis 585 und schließt auch die fortdauernden Mythen und den Einfluss auf heute ein. Eine Facette: "Völkerwanderung" ist ein später Begriff. Welche "Völker"? Es waren eher Stämme. Welche "Wanderung"? Es waren Attacken. So ist im nichtdeutschen Raum, so berichtet Rosen, eher von Einfällen/Invasionen der Barbaren die Rede.

Zur Darstellungsweise: Erzählen kann Klaus Rosen, der Text wirkt an vielen Stellen sehr mündlich-fließend und als ein Quell des Wissens. Die eine oder andere der hochinteressanten Abschweifungen des Mannheimers hätte gleichwohl auch entfallen dürfen, so sehr sie alle auch zu Rosens Stil gehören. Rosen stützt sich auf die schriftlichen Quellen, auf die Sprachwissenschaft und teils auch auf Archäologie und andere Wissenschaften.
Es kommen auch viele, viele Namen vor: Konstans, Konstantin, Konstantius, ... doch wir reden hier von mehreren Jahrhunderten auf gerade einmal 120 Seiten - viel anders wäre es wohl gar nicht zu gestalten gewesen.

Zum Autor: Verfasser Klaus Rosen war zuletzt immerhin zwanzig Jahre Professor der Alten Geschichte in Bonn. Das Buch hat er in seinem Emeritierungsjahr 2002 geschrieben, derzeit 2009 ist es bereits die dritte Auflage.

Zur Ausstattung des Buchs: wie bei der beckschen Reihe üblich, ist der Inhalt auf knapp 120 kleine Seiten eingedampft.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Markus Schneiderbauer am 28. November 2011
Klaus Rosen schreibt hier eine hervorragende Zusammenfassung des Zusammenbruchs des weströmischen Reichs, doch leider nennt sich das Buch "Völkerwanderung".

Natürlich werden die Bewegungen der einzelnen Stämme/Völker beschrieben, doch immer im zentralen Hinblick auf das weströmische Reich und sein langsames Ende.

Ein weiteres Problem für mich war, dass die drei mittleren (und längsten) Kapitel vor Namen strotzten! Es war mir nicht möglihc, auch nur annähernd alle Personen zu merken. Ich weiß gut, dass es schwierig ist, so lange Zeiten zusammenzufassen, ohne sich in Namedropping zu verlieren, doch leider ist Herr Rosen ebendas passiert.

Mein Resümee zum Buch: Etwas schwierig zu lesen, Thema mMn etwas verfehlt - dennoch ein gutes Buch, vor allem zum Zusammenbruch des Weströmischen Reichs und der Germanenpolitik Roms.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Burger am 9. August 2010
Der Reiz der C.H. Beck Wissen Bücher für mich ist der, bei einem bestimmten Thema ein Querschnittwissen in kurzer Zeit vermittelt zu bekommen. So wäre ein Titel wie "Die Geschichte des Abendlandes" vollkommen ungeeignet für diese Serie. Das Interessante an C.H. Beck Wissen ist die strikte Beleuchtung eines Themas von vielen Seiten durch einen absoluten Experten, der auch über die neuesten Forschungsergebnisse verfügt. In einer derartigen Erwartung - durch andere Bücher dieser Serie genährt - habe ich auch das Völkerwanderungsbuch gelesen. Die Erwartungen wurden zur Hälfte enttäuscht.

Im Positiven bietet der Band einen Überblick über die Entstehung des Begriffs der Völkerwanderung und dessen Rezeptionsgeschichte - im interessanten Gegensatz zu den romanisierten Franken links des Rheins. Auch die generelle Darstellung der verschiedenen Epochen der Völkerwanderung geben dem Leser einen tiefen Einblick in das Thema. Leider verliert sich der Autor aber in einem Heruntererzählen der Ereignisgeschichte der als die Völkerwanderung bekannten Epoche, wobei aber das spezifische der Völkerwanderung vollkommen verloren geht.

Vielmehr arbeitet der Autor an einem ganz anderen Thema als der Titel des Buches vermuten lässt. Es geht ihm um die uralte Frage, woran das römische Reich zugrunde gegangen ist. Das ist zwar auch interessant, aber eben das Resultat der Völkerwanderungen und nicht deren Ursache. Insoferne ist der Band teilweise eine Themenverfehlung. Die Ursache der Wanderungen wird nur kurz ins Bild gerückt, statt dessen aber die verwirrende Vielzahl an Feldzügen, Kaisern, Völkern, Heerführern etc. abgearbeitet.
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