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Die Unvollendete Geschichte und ihr Ende
 
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Die Unvollendete Geschichte und ihr Ende [Gebundene Ausgabe]

Volker Braun
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (23. Februar 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518222775
  • ISBN-13: 978-3518222775
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,1 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 695.002 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Volker Braun
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die "Unvollendete Geschichte", erschienen 1975 in Sinn und Form, liegt seit 1977 als Buch vor. Sie wurde zum Bestseller und Schultext. Geschildert wird die unmögliche Liebesbeziehung zwischen der achtzehnjährigen Tochter eines DDR-Funktionärs, Ratsvorsitzenden des Kreises K., und einem jener typischen »Asozialen«, die sich dem Staat durch ihren Lebensstil verweigerten. Zwanzig Jahre später, 1996, nach Einsicht in seine Stasiakte, schreibt der Autor »Das Ende der Unvollendeten Geschichte«. Das Vorbild seiner Karin, erfuhr er, berichtete als IM »Martina« der Stasi von diesem Kontakt. Volker Braun nimmt die Eröffnung zum Anlaß für einen kritischen Rückblick auf die eigene Rolle des dissidenten, der DDR gleichwohl durch die Utopie des Sozialismus verbundenen Intellektuellen.

Über den Autor

Volker Braun wurde 1939 in Dresden geboren. Nachdem er sich nach dem Abitur vergeblich um einen Studienplatz bemüht hatte, arbeitete er von 1957 bis1960 in einer Druckerei in Dresden, beim Tiefbau-Kombinat Schwarze Pumpe und absolvierte einen Facharbeiterlehrgang im Tagebau Burghammer. Von 1960 bis 1964 studierte er dann Philosophie in Leipzig und zog nach dem Ende des Studiums nach Berlin, wo er bis 1966 als Dramaturg am Berliner Ensemble arbeitete. Von 1977 bis 1990 arbeitete er am Berliner Ensemble. Im Wintersemester 1999/2000 erhielt er die Brüder-Grimm-Professur an der Universität Gesamtschule Kassel. Braun erhielt zahlreiche Preise, unter anderen den Büchner- Preis im Jahr 2000 und den ver.di-Literaturpreis 2007. Volker Braun lebt heute in Berlin.

1939
Geburt in Dresden

1957/58
Druckereiarbeiter in Dresden, nachdem er sich nach dem Abitur vergeblich um einen Studienplatz bemüht hatte

1958/59
Tiefbauarbeiter im Kombinat Schwarze Pumpe

1959/60
Facharbeiterlehrgang, Maschinist für Tagebaugroßgeräte im Tagebau Burghammer

1960-1964
Studium der Philosophie in Leipzig

1964
Erich-Weinert-Medaille

1965
Nach Beendigung des Studiums Umzug nach Berlin, Heirat; Geburt einer Tochter

1965/66
Dramaturg am Berliner Ensemble

1971
Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR

1972-1977
Mitarbeiter des Deutschen Theaters Berlin

1970
Mitglied des PEN-Zentrums der DDR

1973
Mitglied im Vorstand des Schriftstellerverbandes

1977-1990
Mitarbeiter am Berliner Ensemble

1977
Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

1980
Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste, Berlin DDR

1981
Lessing-Preis des Kulturministers der DDR

1983
Mitglied der Akademie der Künste der DDR

1986
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen

1987
Mitglied im Präsidium des Schriftstellerverbandes

1988
Nationalpreis 1. Klasse

1989
Berliner Preis für deutschsprachige Literatur

1990
Mitglied der Akademie der Künste Berlin (West)
USA-Aufenthalt
Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Frankfurt
Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik (Ost-PEN)

1991
im Beirat der Zeitschrift "Sinn und Form"; Kuratoriumsmitglied der Literaturwerkstatt Berlin

1992
Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg
1993
Gast der Villa Massimo in Rom; Mitglied der (gesamtdeutschen) Akademie der Künste, Berlin

1994
Gast der University of Wales

1996
Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden
Poetikvorlesung an der Universität Heidelberg
Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
Deutscher Kritikerpreis

1998
Erwin-Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg
Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft BDI

1999
Brüder-Grimm-Professur an der Universität Gesamtschule Kassel im Wintersemester 1999/2000

2000
Büchner-Preis

2005
Goldener Schlüssel der Stadt Smederevo

2007
ver.di-Literaturpreis 2007


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Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Liebesgeschichte aus der DDR von einem Realismus, der dem Leser regelrecht an die Gurgel springt, wenn man im Anhang über die Begleitumstände informiert wird. Das Drama, der Konflikt ist bekannt: Die Tochter aus staatstreuem Hause soll angesehene Journalistin werden, alles wäre geregelt, wenn da nicht dieser asoziale - vielleicht gar ausreisewillige - Frank wäre, in den sie verliebt ist. Über die Geschichte senkt sich die eiskalte Stille eines allmächtigen Staates, aber gerade das läßt die Gefühle der Figuren umso klarer erstrahlen. Karin verläßt das Elternhaus, um zur Zeitung in die große Stadt zu gehen. Sie wohnt bei ihrer Schwester, die eine alles andere als glückliche Ehe führt. Man muß sich erst wieder - oder überhaupt - daran gewöhnen, daß sich alle sehr stark mit dem Staat identifizieren, zu unverständlich wären sonst die Konflikte zwischen Engagement und Protest. Weder Karin noch Frank können ihre Verwirrung auflösen. Er begeht einen Selbstmordversuch, sie konzentriert sich auf ihre Arbeit, die Erzählung bricht ab. Dem Buch liegt eine wahre Geschichte zugrunde, die Volker Braun von einer jungen Frau - dieser jungen Frau - erzählt wurde. Nach der Wende mußte er erfahren, daß diese Frau damals Inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi war, und alles gleich noch einmal zu Protokoll gab. Diese Anwesenheit von mehreren Wirklichkeiten, die man beim Lesen spürt, macht das Buch so brisant. In seiner Intensität ist es wohl nur Plenzdorfs "Neuen Leiden des jungen W." vergleichbar. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Erstaunlich, dass diese Geschichte im Mai 1975 in "Sinn und Forum" in der DDR erscheinen konnte: Das Romeo & Julia- Motiv inmitten einer geradezu zynisch-spitzelhaften Bürokratie. Offenbar verschönern Ostalgie und kleinbürgerliche Erinnerung diesen tristen sozialistischen Realismus. Da ist sorgfältige Nachlese angesagt.
Schade, dass der Druck mit den großbuchstabigen Zwischentexten der Selbsterkenntnis des Lesenden Vorschriften macht und sie und gängelt.Doch vielleicht will diese Überfremdung nur das Einfühlungsvermögen veranschaulichen.
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