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Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks: Die Ärzte entnahmen ihr Zellproben, ohne sie zu fragen. Diese Zellen starben nie.
 
 
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Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks: Die Ärzte entnahmen ihr Zellproben, ohne sie zu fragen. Diese Zellen starben nie. [Gebundene Ausgabe]

Rebecca Skloot , Sebastian Vogel
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein stacheliges und provokatives Buch über Krebs, Rassismus, Wissenschaftsethik und lähmender Armut. 'Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks' überflutet einen wie ein narrativer Dammbruch (...) Nach über zehnjähriger Entstehungszeit hat man den Eindruck, dass Ms. Skloot dazu geboren wurde zu schreiben. (New York Times Magazine )

Wissenschaftsjournalistin Rebecca Skloot hat ein beachtliches Debut (...) hingelegt ... gleichermaßen eine Geschichte über medizinische Wunder und medizinische Arroganz, über Rassismus und Armut (...)Indem sie Personen und Ereignisse für sich selbst sprechen lässt, erzählt Skloot eine facettenreiche, nachhaltige Geschichte über moderne Wissenschaft und über die Wunder, die sie bewirken kann. Aber auch davon, wie leicht die Wissenschaft die verletztlichsten Menschen einer Gesellschaft ausbeuten kann. (Publishers Weekly )

"Das Bemerkenswerte an diesem Buch ist das Engagement und die persönliche Anteilnahme der Verfasserin, die in packender Weise die Geschichte dieser Zelllinie und von Henrietta Lacks und ihren Angehörigen darstellt. Die Geschichte ist bewegend und verdient größtes Interesse." (Professor Dr. Harald zur Hausen, Nobelpreisträger für Medizin )

Kurzbeschreibung

Dieses Buch betrifft uns alle

Sie waren notwendig, um Fortschritte gegen Krebs und AIDS zu erzielen. Klonen und Genforschung wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Kurz: Die größten Erfolge der Medizin der letzten Jahrzehnte basieren auf der Entdeckung der HeLa-Zellen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine Frau namens Henrietta Lacks. Die Afroamerikanerin aus ärmlichen Verhältnissen starb 1951 jung an Gebärmutterhalskrebs. Zuvor wurden ihr ohne ihr Wissen Zellproben entnommen, die sich überraschenderweise vermehrten. Damit war der entscheidende Durchbruch in der Zellkulturforschung geschafft.

Die prämierte Wissenschaftsjournalistin Rebecca Skloot stellt in ihrem brillant verfassten Buch wichtige Jahrzehnte der Medizingeschichte vor und wirft dabei immer wieder ethische Fragen auf. Sie erzählt die tragische Familiengeschichte der Lacks’, die von Rassismus und mangelnden Bildungschancen geprägt ist. Ihr Buch ist eine gekonnte Mischung aus Biografie, Medizingeschichte, Debattenbuch und beachtlichem Enthüllungsjournalismus.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Was für eine Geschichte! Elegant wechselt die Autorin zwischen den heißen Tabakfeldern der 20er und 30er Jahre, der erwachsenen Henrietta Lacks, die sich 1951 einer archaischen 'Therapie' unterzieht, und den Laboren der Wissenschaftler. Es ist beeindruckend, wie viele Informationen in diesem Buch stecken.
Fesselnd werden Entdeckung und Verwertung der HeLa-Zellen beschrieben. Den Forschern waren die Schicksale hinter den Zellen egal, und die Millionenerträge kamen weder der Person zugute, die diese Sensation möglich machte, noch ihrer Familie. Doch aus all dem wird nie ganz klar, wie die damaligen und heutigen Probleme der Familie Lacks mit den HeLa-Zellen zusammenhängen. So fliegt das Buch etwa zur Hälfte bei seiner spannenden Achterbahnfahrt aus der Kurve, als sich die Handlung immer mehr in die Gegenwart verlagert.
Wissenschaftsstory, Familienepos, Anklage gegen Diskriminierung und Ausbeutung '- eine deutlichere Richtung hätte sich gelohnt! Unangenehm berührt hat mich auch, dass die Familie in privatesten Lebensbereichen bloßgestellt wird.
Dennoch stellt das Buch die wichtige Frage, wem das Gewebe und die darin enthaltene Erbinformation gehört, was damit gemacht werden darf 'und wer die Profite erntet. Jeder kann und sollte seine eigenen Schlüsse aus dieser Geschichte ziehen. Faszinierend ist sie allemal.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bianca Wenzel TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Am 04. Oktober 1951 starb in Amerika eine Frau, die Medizingeschichte schreiben sollte. Ihre Zellen kennt heute jeder. Zellkulturen, künstliche Befruchtung, Krebsforschung, der Polio-Impfstoff, all diese großen Errungenschaften der Medizin - und noch viele mehr - gehen auf diese eine Frau zurück. Haben Sie schon einmal von Henrietta Lacks gehört? Dies ist ihre Geschichte...

Henrietta Lacks war eine lebensfrohe junge Frau, die Bingo spielen, Tanzen und die Pflege ihrer Nägel liebte. Mit diesen Vergnügungen lenkte sie sich vom düsteren Alltagsleben ab. Es herrschte strikte Rassentrennung, harte und unterbezahlte Arbeit stand an der Tagesordnung. So wollte sie niemandem zur Last fallen, als sie die Diagnose Gebärmutterhalskrebs erhielt und verschwieg diese lange Zeit. In jedem Krankenhaus gab es damals Stationen für Weiße und Schwarze, Ärzte taten, was sie wollten, ohne auf den Hippokratischen Eid zu achten und entnahmen so der schwerkranken Frau Zellen ihres Tumors, ohne sie darauf hinzuweisen. Damals steckte die Zellforschung noch in Babyschühchen, keine Zelle überlebte ausreichend lang, doch mit Henrietta Lacks sollte sich alles ändern.

Ihre Zellen gingen in die Geschichte ein und ermöglichten medizinischen Fortschritt und Forschung zugleich. Niemand hielt es jedoch für wichtig, ihre Familie darüber aufzuklären. Die Lacks' waren allesamt sehr einfache Leute, Bildung war aufgrund der vielen Arbeit kaum möglich und durch Heiraten in der Familie gab es einige medizinische Auffälligkeiten. Krankenversicherungen hat dort kaum jemand, doch sämtliches Vertrauen in die Medizin ging 1973 flöten, als Henriettas Schwiegertochter zufällig erfuhr, was aus Henrietta wurde.

Dass es hierbei auch um viel Geld ging, von dem die Familie keinen Dollar erhielt, wurde schnell klar. Dass aber auch niemand wirklich wusste, wer die Frau hinter den Zellen war, schockierte sie am allermeisten. Und dann trat eines Tages Rebecca Skloot in ihr Leben.

Skloot war sechszehn, als sie das erste Mal im Biologieunterricht von Henrietta Lacks hörte. Sofort war sie fasziniert von der weitgehend unbekannten Frau und setzte alle Hebel in Bewegung, um mehr über sie zu erfahren. Dass Lacks` Geschichte sie nicht mehr loslassen würde, ahnte sie damals noch nicht. Doch so ist ihr ein Buch gelungen, dass Aufmerksamkeit verdient. Es ist die Geschichte einer schwarzen Frau, die an Krebs erkrankte und verstarb, einem medizinischen Skandal, unter dem bis heute eine ganze Familie leidet, der aber Millionen von Menschen geholfen hat. Die Autorin bringt uns die Frau näher, deren Zellen als HeLa in die Medizinbücher Einzug hielten, der wir alle viel zu verdanken haben!

"Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" ist Sachbuch und Biografie gleichzeitig, liest sich streckenweise wie ein Krimi, spannend und schockierend zugleich. Rebecca Skloot ist es dank ihrer Zähigkeit gelungen, die Familie Lacks über Jahre zu begleiten und bekam so Einblicke in Krankenhausakten, Labore, nahm Kontakt zu behandelnden Ärzten auf, interviewte Wissenschaftler und die Kinder und Angehörigen dieser bemerkenswerten Frau. Auch wenn sie engen Kontakt zur Familie Lacks hatte, gelingt es ihr, neutral alle Seiten zu beleuchten. Wissenschaftliches schildert sie verständlich für alle.

Interessante Lektüre für alle Biografiefans, Wissenschaftler, Fans von Medizingeschichte und Menschen, die sich für außergewöhnliche Menschen und deren Geschichten interessieren. Eine absolute Empfehlung! Nach dieser Lektüre will man nicht nur Henrietta Lacks, sondern auch Rebecca Skloot für ihr Engagement und ihre Zähigkeit, dieses Buch wahr werden zu lassen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zu Tränen gerührt 14. Januar 2011
Von Lala
Format:Gebundene Ausgabe
Da der Inhalt des Buches in den vorangegangenen Rezensionen ausgiebig besprochen wurde, hier nur meine persönliche Meinung:
Ein tolles Buch, das einem die Hürden der Wissenschaft verdeutlicht, zeigt, wie wichtig eine gute Bildung ist und mit einer persönliche Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat.
Ein tolles Buch für all diejenigen, die gerade anfangen sich mit der Biologie zu beschäftigen und für all die, die dabei ethische Fragen haben. Diese Fragen werden zwar nicht beantwortet, es wird aber sehr deutlich, dass jeder Wissenschaftler in ethischen Fragen am Ende, soweit es nicht gesetzlich geregelt ist, selber entscheidet.
Da ich mich persönlich mit HPV außeinander setzen musste, war dieses Buch eine gute Möglichkeit, sich nicht rein wissenschaftlich sondern auch menschlich und historisch damit auseinander zu setzen!
Ich fand es auf jeden Fall sehr gut geschrieben, angenehm zu lesen und außerordentlich interessant!:-)
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