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Produktinformation
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Diese Unsichtbare tritt hier an die Rampe -- monologisiert, unterstützt von Schattengestalten, Statisten, die immer nur ganz kurz ins Rampenlicht dürfen, über ihr Leben als ehemalige Bibliothekarin, die durch eine kurze Liebe zu einem Beleuchter -- ebenso ein Unsichtbarer -- zum Theater kommt: "Und eines Tages fand ich mich im Souffleurkasten wieder, in der Falle."
Und sie rechnet ab, mit den schlechten Schauspielern ("... alles, was überhaupt zu sagen ist, wird auf dieser Bühne in einem Spucksprühregen in die Kulisse oder ins Parkett gebrüllt..."; "... Und dazu dieses lächerliche, maßlose Grimassieren"; "... Dieses Theater ist doch eine einzige Vergessensgrube, ein mit Plüsch und falschem Samt ausgeschlagener Schlaf- und Schnarchtempel für traumlose Dämmerzustände."), mit ihrer Liebe zu dem Beleuchter und letztlich mit sich selbst ("... ließ mich umarmen und abführen, in ein Labyrinth, in eine Falle, ins Theater, wo mir am Ende nichts blieb, als unauffällig zu verschwinden -- unsichtbar zu werden.").
Es ist ein ganz wunderbares Stück, ein witzig-ironisch-trauriges über die Welt des Theaters, geschrieben mit der Ransmayr eigenen Wortgewalt. Eine Abrechnung, ein Blick hinter die Kulissen, und es wäre nicht Ransmayr, würde nicht auch die Antike zu Wort kommen, als sich die Souffleuse in Alcyone verwandelt, die um den ertrunkenen Ceyx trauert.
Dennoch -- das letzte Wort hat die Souffleuse: "... ich flüstere ihnen ihren Text aus dem Verborgenen zu und mache ihn unvergeßlich..." "Ich bin das Buch. Für immer verloren ist nur, was von niemand mehr herbeigeflüstert werden kann." --Lisbeth Legat
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Christoph Ransmayr hat auch beim Schreiben für das Theater einen wunderschönen Sprachgebrauch. Man wartet gespannt auf weitere Theaterversuche.
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