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Die Unruhezone: Eine Geschichte von mir
 
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Die Unruhezone: Eine Geschichte von mir [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Franzen , Eike Schönfeld
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In München, so kann man in seinem biografischen Skizzenbuch Die Unruhezone lesen, wurde Jonathan Franzen erst richtig zum Menschen: durch die Lektüre Goethes, Kafkas und Rilkes. Mit der nämlich verbrachte er (nicht nur aus Neigung, sondern, wegen seines Pechs im Umgang mit Frauen, ein bisschen auch aus Not) in regelmäßiger Begleitung einiger Biere, wie er am Rande von Lesungen in Deutschland gerne berichtet, einen Großteil seiner Schwabinger Studentenabende.

Studium in Deutschland, von wo aus man so schöne Ausflüge nach Italien, Frankreich oder Spanien unternehmen kann, Goethe, Kafka, Rilke, als Kind Tolkien und Charles M. Schulz‘ „Peanuts“ -- dass alles klingt vermutlich einigermaßen standesgemäß für die Biografie eines der erfolgreichsten Romanautoren Amerikas: nach „Enthüllungen“, wie man sie von einem Literaten in einem solchen Buch erwarten darf. Und dass selbst ein Erfolgsschriftsteller wie Franzen die Pubertät als von Ängsten und Selbstzweifeln geprägte Endlosschleife peinlichen Scheiterns erleben musste, ist, für sich genommen, auch noch keine Überraschung. Aber wie der 47-jährige Autor davon erzählt, das ist, zumindest streckenweise, entwaffnend und nimmt einen doch irgendwie für diesen komischen Kauz ein. Obwohl der sich selbst in mancher Hinsicht als ziemlichen Kotzbrocken darstellende Von-Sich-Erzähler auf den ersten Blick gewiss nicht sonderlich zur Identifikationsfigur taugt: Kaum ein Leser wird sich in ihm nicht doch insgeheim situationsweise wiedererkennen, auch wenn er mit ihm in Wirklichkeit nur wenig gemein haben mag: Denn er wird in seiner Jugend vermutlich alles andere als ein hornbebrillter Chemielabortüftler mit Fistelstimme gewesen, noch in der wortwörtlichen Mitte Amerikas in einer dieser für diese Gegend typischen, langweiligen Mittelklassefamilien aufgewachsen sein und erst recht nicht sein bizarres Hobby des obsessiven Vögelbeobachtens teilen.

In den übrigen Charakteren, denen wir in Die Unruhezone aus Franzens Perspektive begegnen -- seinen Eltern, Geschwistern, Professoren und mancher Frauengestalt -- erkennt man schnell Facetten mancher der Figuren wieder, die man aus Die Korrekturen noch bestens in Erinnerung hat. An der Übersetzung von Eike Schönfeld gibt es wenig auszusetzen. Den Titel selbst hätte man allerdings vielleicht besser im Original belassen -- „Unruhezone“ ist nicht unbedingt eine besonders glückliche Übersetzung der „Discomfort Zone“, die bei Franzen für das Gegenteil der auf dem Heizungsthermostat in seinem Elternhaus als „Comfort Zone“ bezeichneten Wohlfühltemperatur steht… -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de

Kurzbeschreibung

Jonathan Franzen war ein Junge, der vor vielem Angst hatte: Tanzunterricht, Pissoiren, seinen Eltern. Er liebte Charlie Brown und wollte auf keinen Fall im Abseits stehen. Im Sommer fuhr er in christliche Feriencamps, und von einer Österreicherin in irritierend kurzen Röcken lernte er erste Brocken Deutsch. Bei seinem Bemühen, endlich seine Jungfräulichkeit zu verlieren, spielte Kafka eine Rolle, wie auch auf seinem Weg zum Schreiben.„Die Unruhezone“ ist beides: Geschichte einer Jugend im amerikanischen Mittelwesten und eines Erwachsenenlebens in New York - mit berührenden Schilderungen etwa von Franzens Nöten beim Verkauf des Elternhauses nach dem Tod der Mutter und großartigen Verknüpfungen zwischen seiner gescheiterten Ehe, dem Problem der Erderwärmung und den Lebenslektionen, die man beim Beobachten von Vögeln lernt. Ein vielfarbiges, zwischen komisch-trotziger Selbstbefragung und Empathie oszillierendes Porträt einer amerikanischen Mittelschichtfamilie und eines Menschen in seiner Zeit.

Über den Autor

1959 in Western Springs / Illinois geboren, wuchs in einer Vorstadt von St. Louis auf. 1988 veröffentlichte er den Roman "The Twenty-Seventh City", 1992 "Strong Motion". Für seinen dritten Roman und sensationellen Erfolg "The Corrections" erhielt er 2001 den National Book Award verliehen. Schon vorher hat ihn die Zeitschrift The New Yorker unter die "Twenty Writers for the 21st Century" gerechnet. Jonathan Franzen lebt in New York.
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