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Die Unperfekten: Roman [Taschenbuch]

Tom Rachman , Pieke Biermann
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (91 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2010

Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt?

Rachmans wunderbar hintergründiger, ernst-komischer Gesellschaftsroman über eine internationale Tageszeitung und ihre Macher in Rom ist von bezwingender Leichtigkeit und ein Panoptikum unserer Zeit.

»Dieser Roman von Tom Rachman ist so gut, dass ich ihn zweimal lesen musste – einfach, um zu begreifen, wie er das hingekriegt hat, wie einer, der gerade mal fünfunddreißig ist, ein derartiges Gespür für Menschen und ihre Schwächen haben kann.« Christopher Buckley, The New York Times Book Review


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248211
  • ISBN-13: 978-3423248211
  • Originaltitel: The imperfectionists
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (91 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.959 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Rachmans wunderbar hintergründiger, ernst-komischer Gesellschaftsroman über eine internationale Tageszeitung und ihre Macher in Rom ist von bezwingender Leichtigkeit und ein Panoptikum unserer Zeit.«
Altmühl-Bote 09.02.2012

»Autor Rachman schreibt über den Herausgeber, die Chefredakteurin, den Textchef und fünf weitere Charaktere. Er erzählt ihre Geschichten mit zurückhaltender Vorsicht und melancholischem Unterton, er jagt seine Leser zwischen Mitgefühl und Missverständnis für die jeweiligen Situationen hin und her.«
Kölner Stadt-Anzeiger 08.09.2011

»In seinem Panoptikum menschlicher Unzulänglichkeiten paart Rachman Hochkomik mit einem Hauch Wehmut. Das alles erzählt er so unaufdringlich, dass man seinen Unperfekten noch ein langes Überleben der Zeitung wünscht.«
Martin Wein, Kurier am Sonntag 23.01.2011

»Hochkomik mit einem Hauch Wehmut.«
Martin Wein, Weser Kurier 23.01.2011

»Rachman entwirft einen Reigen völlig unterschiedlicher, schonungslos, aber feinsinnig porträtierter Zeitungsmenschen, die eigentlich ganz normale Leute sind, und die doch alle etwas Besonderes an sich haben.«
Wiener Zeitung 22./23.01.2011

»Ein echter Lesetipp!«
Oldenburg live 03/2011

»Das perfekte Buch für alle, die Spaß an fein gezeichneten Charakteren, raffinierten Erzählstrukturen und einem spannenden Mikrokosmos haben [...].«
N. Kleinhammer, Vital Februar 2011

»Es gibt kein besseres Buch, um ins neue Lesejahr einzutauchen.«
Yvonne Eckert, Blick am Abend, Zürich 04.01.2011

»Tom Rachman beschreibt den Tod einer Zeitung: präzise, packend und sehr melancholisch.«
Bernd Ziesemer, Handelsblatt Wirtschafts- und Finanzzeitung 08.01.2011

»Eine Liebeserklärung an die Welt der Zeitungen und ein hochspannendes Geschichten-Mosaik.«
Uwe Wittstock, Focus 20.12.2010

»Eine faszinierende Lektüre, nicht nur für Zeitungsleute.«
Petra Wettlaufer-Pohl, Hessische Allgemeine 11.12.2010

»[...] ein witziges und sensibles Porträt [...].«
myself, Booklet ›Bücher‹ Januar 2011

»Und weil sich alle Protagonisten ständig in der Redaktion über den Weg laufen, vermischt sich Privates mit Politischem, Intimes mit Öffentlichem. Bis zum bitteren Ende. Bis der Kahn absäuft. Aber bis dahin tobt das Leben an Bord.«
Philipp Dudek, Hamburger Morgenpost 08.12.2010

»Ein wunderbares, witziges, warmherziges Buch.«
Donaukurier 10.12.2010

»Ein Gesellschaftsroman mit viel Komik.«
Axel Zacharias,Thüringische Landeszeitung 10.12.2010

»Für Zeitungsjunkies ein Fest ist Tom Rachmans Roman ›Die Unperfekten‹ [...].«
Joachim Mischke, Hamburger Abendblatt 18./19.12.2010

»In seinem Panoptikum menschlicher Unzulänglichkeiten paart Rachman Hochkomik mit einem Hauch Wehmut und erzählt das alles so unaufdringlich, dass man den Unperfekten in jedem Fall noch ein langes Zeitungs-Leben wünscht. «
Martin Wein, Wilhelmshavener Zeitung 03.12.2010

»[...] Rachman beherrscht eine auch im Journalismus nicht unwesentliche Fähigkeit: er kann exzellent schreiben.«
Österreich, Wien 06.11.2010

»Tom Rachman portraitiert überzeugend, einfühlsam und hintergründig die verschiedenen Charaktere der Belegschaft der Zeitung, mit all ihren Stärken, Schwächen und Fehlleistungen, die uns Menschen ausmachen, die uns einzigartig machen - sympathisch unperfekt eben!«
Düsseldorf-Guide Dezember 2010

»Seine Geschichten sind traurig und ergreifend, aber auch anrührend komisch. [...] Ein zärtlicher Nachruf.«
Christian Zeiss, Emder Zeitung 04.12.2010

»Rachman nimmt dabei den Gestus eines Filmemachers an, der eine vom Aussterben bedrohte Art noch ein letztes Mal mit der Kamera einfängt.«
Johanna Roering, Tagesblatt, Luxembourg November-Dezember 2010

»Böse, zynisch und komisch.«
Stefan Moriße, HNA 04.12.2010

»Dem grimmigen Ende lässt Rachman [...] einen durchaus schwungvollen Totentanz vorangehen, in dem der am Hungertuch nagende freie Korrespondent und die verschupfte Korrektorin ebenso mithalten dürfen wie die Chefredaktorin [...].«
Angela Schader, Neue Züricher Zeitung 07.12.2010

»Ex-Journalist Rachman kennt sich nicht nur gut aus, er ist auch ein Top-Autor.«
Petra 01/2011

»Mit ›Die Unperfekten‹ legt Tom Rachman wohl eines der besten Debüts in diesem Jahr hin, das seinesgleichen sucht. «
Susann Fleischer, literaturmarkt.info 13.12.2010

»[...] nach 400 Seiten möchte man wieder von vorne beginnen mit dem Episodenroman.«
Style, Schweizer Illustrierte, Zürich Januar - Februar 2011

»[...] mit Geist, Humor und Charakterstudien, die auch Fans von Serienklassikern wie ›Mad Men‹ fesseln können.«
Jörg-Peter Klotz, Mannheimer Morgen 04.12.2010

»Nach der Lektüre dieses Romans weiß man gar nicht, was man mehr bewundern soll: die Fähigkeit des Autors Spannung aufzubauen, seine hervorragende Beobachtungsgabe oder die Gabe, das Wahre in Klischees über die Medienbranche nicht auszusparen und doch Individuen mit vielen unvermuteten Facetten zu erschaffen.«
Jeanette Villachica, Nürnberger Nachrichten 04.12.2010

»Buch des Monats«
kulturnews mit citymag Hamburg 11/2010

»Um die Medienbranche geht es in ›Die Unperfekten‹ also weniger. Es geht: um uns.«
kulturnews mit citymag Hamburg 11/2010

» «
kulturnews mit citymag Hamburg 11/2010

» «
kulturnews mit citymag Hamburg 11/2010




»Ein glänzend unterhaltender Episodenroman, klug, gut beobachtet, amüsant; auch für Nichtjournalisten.«
TV Spielfilm 20.11.2010

»Ein glänzend unterhaltender Episodenroman, klug, gut beobachtet, amüsant; auch für Nichtjournalisten.«
TV Today 24/2010

»Die Lebensgeschichten des Zeitungspersonals bilden ein buntes Kaleidoskop, aus dem Tom Rachman wortgewandt einen schillernden Roman zaubert.«
Birgit Hock, Die Rheinpfalz 13.11.2010

»Rachman mag seine Helden, erzählt stilsicher und kenntnisreich vom Journalistenalltag und schafft eine unwiderstehliche Melange aus Melancholie, Witz und Wärme.«
Bettina Ruczynski, Sächsische Zeitung 20./21.11.2010

»Perfektes Romandebüt.«
InStyle Dezember 2010

»›Die Unperfekten‹ ist ein Buch über Menschen, die zäh um ihr kleines, nur scheinbar zwischen gedruckten Buchstaben liegendes Glück ringen – und die dabei auf Umwegen etwas ereilt, das sie am Ende unversehens klüger macht und zu sich selber bringt: Einsicht und Selbsterkenntnis, so schmerzhaft beide mitunter sein mögen.«
Peter Henning, Berliner Zeitung 18.11.2010

» «
Peter Henning, Berliner Zeitung 18.11.2010

» «
Peter Henning, Berliner Zeitung 18.11.2010




»Black Humour vom Feinsten! Lesen!«
Thor Kunkel, Financial Times Deutschland 24.11.2010

»Immer möchte man wissen, wie es weitergeht mit den Figuren - das ist wie Sahneeis essen am Sonntag - ein Vergnügen, das man sich leisten soll, das nicht aufhören soll.«
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton 01.10.2010

»Eine filmreife Gesellschaftskomödie in Episoden.«
Annika Scheffel, FRIZZ Frankfurt 11/2010

»Ein wunderbarer Roman über die Welt der Journalisten und das Leben inner- und außerhalb einer Zeitung.«
Stefan Brams, Neue Westfälische 28.11.2010

»Mit seinen witzigen, aber auch berührenden Geschichten ist Rachman ein liebevoller Nachruf auf den Tageszeitungsjournalimus gelungen [...].«
Sabine Schmidt, Buchjournal Dezember 2010

»Mit druckerschwarzem Humor, indes auch ergreifend wehmütig erzählt Tom Rachman vom Leben und Sterben einer Zeitung.«
Tagblatt der Stadt Zürich, Schweiz 24.11.2010

»Solange so hinreissend über das Medium Zeitung geschrieben wird, ist sie gewiss noch nicht tot.«
Pascal Cames, Mannheimer Morgen 11.11.2010

»Wer dieses Jahr nur Zeit für ein Buch hat: Dieses ist es.«
Christian Möller, WDR 1LIVE 27.10.2010

»Das Puzzle fügt sich zu einem wunderbaren Buch über Familienmitglieder – echte und jene, die unsere Kollegen sind.«
BRIGITTE 06.10.2010

»›Die Unperfekten‹ ist so etwas wie ›The Office‹ in Romanform.«
Judith Luig, Die Welt 25.10.2010

»Und mitten in dieses immer hysterischere Mediengewimmel platzt nun Tom Rachmans enormer Erstling. (...) ›Die Unperfekten‹ (im Original: "The Imperfectionists") ist ein Roman, der das Spezifische dieser Branche, ihrer Logik und ihrer Typen literarisch kondensiert. Rachman hat das Talent, dieses Gewerbe gemein genau zu sezieren. Schon der Titel knallt mittenrein: Es sind Porträts der per se ›Unperfekten‹, die Protagonisten schwanken zwischen defätistisch und defizitär, stets getrieben von einer narzisstischen Sucht, die geistigen Produkte veröffentlicht zu sehen: je häufiger, desto besser fürs Ego. Geschickt hat Rachman diese branchentypischen Unzulänglichkeiten aufgesplittet und einzelnen Charakteren jener Zeitung in Rom zugeteilt (...)«
Anne Haeming, SPIEGELonline 16.09.2010

»Ein Journalistenroman, der auch Nichtjournalisten gefallen könnte.«
Anna-Maria Wallner, Die Presse am Sonntag 19.09.2010

»Das Ganze ähnelt in Tempo und Witz einer gut gemachten amerikanischen TV-Serie.«
Stern 23.09.2010

»Journalist Tom Rachman erzählt in seinem ersten Roman aus dem Alltagschaos einer Zeitungsredaktion – so skurril, komisch und auch melancholisch, dass sich Brad Pitt umgehend die Filmrechte sicherte.«
Jobst-Ulrich Brand, focus.de 05.10.2010

»Jedes der elf Romankapitel ist einem dieser ›unperfekten‹ Typen gewidmet, und alle sind geschickt untereinander verknüpft.«
Sven Boedecker, SonntagsZeitung 11.10.2010

»So gut, dass die 'New York Times' schier ausflippt.«
ZEITmagazin 20.05.2010

»Rachman schreibt gerade, flinke Sätze und schraffiert seine Figuren mit kraftvollen Strichen […]. Voller Liebe schildert der Autor die Macken und Manien der Zeitungsmacherspezies.«
Wolfgang Höbel, KulturSPIEGEL Oktober 2010

»Geschickt hält der 1974 in London geborene Autor die Fäden in der Hand. Er verknüpft die einzelnen Episoden, die zumeist ohne Weiteres als in sich geschlossene Kurzgeschichten funktionieren, indem er die Handlungsstränge hintergründig zusammenführt. Eine gemeinsame Vergangenheit, eine Affäre, Verwandtschaft und professionelle Konkurrenz fügen sich zu einem filigranen Gewebe, das dem Roman eine unaufgeregte Dramaturgie verleiht. (...)«
Alexander Müller, Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.09.2010

»›Die Unperfekten‹, das in Amerika bereits gefeierte Romandebüt des Kanadiers Tom Rachman, erzählt auf höchst originelle Weise vom allmählichen, doch unaufhaltsamen Niedergang einer internationalen Tageszeitung mit Sitz in Rom. Das Szenario, geschildert aus der kapitelweise wechselnden Perspektive der Beteiligten und Betroffenen, entfaltet neben unbedingter Melancholie indes auch anrührende Komik. (...) ein denkwürdiges Panoptikum von Individualisten.«
Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.07.2010

»Aber Journalisten ist mit Vorsicht zu begegnen. Und davon erzählt Tom Rachman pointiert und amüsant, so dass dieser Roman wunderbar leicht zu lesen ist.«
Sonja Hartl, zeilenkino.de 02.04.2012

»Kleine lästige Angewohnheiten und Macken machen Menschen besonders. Das weiß auch Tom Rachman, der seinen Figuren dadurch Leben einhaucht und einen Roman verfasst hat, der die Vielfalt menschlichter Emotionen aufgreift und verarbeitet.«
Dagmar Achter, leckerbuecher.at 15.03.2012

Über den Autor

Tom Rachman, geboren 1974 in London, aufgewachsen in Vancover. Rachman graduierte an der University of Toronto und der Columbia School for Journalism. Er war Auslandskorrespondent der Associated Press (Rom), die ihn u.a. nach Japan, Süd-Korea, Türkei, Ägypten schickte. Seit 2006 war er Redakteur des International Herald Tribune in Paris. 'The Imperfectionists' ist sein erster Roman, der zeitgleich in zehn Ländern veröffentlicht wird und in den USA einen der höchsten Vorschüsse erhielt, die in den letzten zehn Jahren für ein Debüt bezahlt wurden. Tom Rachman lebt in Rom.

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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 11 Gefährten sollt ihr sein. 7. November 2010
Von Bouquineur TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Mehr als 50 Jahre hat die englischsprachige Zeitung in Rom existiert, hat Höhen und Tiefen durchlebt, stand kurz vor dem Ende, hat sich wieder aufgerappelt um nun, im 21. Jahrhundert, eingestellt zu werden. Was hat diese Zeitung geprägt, wer waren die Menschen dahinter, die zum Teil mehrere Jahrzehnte dort angestellt waren, die ihr Leben ganz dieser Zeitung gewidmet haben?

Tom Rachman erzählt diese Geschichte in einer eher ungewöhnlichen Form: Er porträtiert 10 Mitarbeiter und eine Leserin dieser Zeitung, ihre Sorgen und Nöte, Ihre Ängste und ihre Freuden. Hervorzuheben ist, dass jeder der Mitarbeiter wiederum eine Abteilung der Zeitung widerspiegelt und so erhält man nicht nur einen Einblick in die Einzelschicksale sondern auch eine Ahnung davon, wie so eine Zeitung funktioniert: Ein gewaltiger Apparat, bei der sich fast jeder selbst der Nächste ist, der aber letztendlich nur funktionieren kann, wenn alle ihre persönlichen Eitelkeiten beiseite schieben und in den entscheidenden Momenten zusammenhalten. Auch die Leserin hat eine besondere Beziehung zur Zeitung, die sich über eines der anderen Kapitel erschließt. Tom Rachman hat einen sehr komplexen Roman geschrieben, der zwar auf den ersten Blick wie Kurzgeschichten anmutet, bei dem man aber am Ende feststellt, dass diese Kurzgeschichten untrennbar miteinander verbunden sind. Jeder der Protagonisten kommt in einer der vorangehenden oder folgenden Geschichte vor, sodass man immer das Gefühl hat, man begegnet alten Bekannten oder lernt die Person, von der man schon das ein oder andere erfahren hat, endlich kennen. Zugegeben, die meisten dieser Geschichten sind eher melancholischer Natur. Manchmal hat man den Eindruck, dass keiner der Protagonisten wirklich glücklich ist, bzw. sein Glück nur auf Kosten tragischer Ereignisse machen kann. Aber ist es nicht genau das, was unsere heutige Gesellschaft darstellt? Wer kann von sich denn wirklich sagen, er arbeite in einer Firma voller begeisterter Arbeitnehmer und kenne nur glückliche Menschen? Insofern empfand ich Rachmans Protagonisten als sehr authentisch und lebensnah gezeichnet.

Wer sich nun fragt, wie Rachman die Geschichte der Zeitung selbst in sein Buch hat einfließen lassen, dem sei verraten, dass jedes der 11 Kapitel eigentlich aus zwei Teilen besteht. Rachman hat jedem der 11 Kapitel ein prägendes Ereignis der Zeitung aus den letzten 5 Jahrzehnten hintangestellt und erzählt so nach und nach die Geschichte der Zeitung selbst, angefangen von der Gründung, bis hin zum Grund, warum die Zeitung überhaupt gegründet wurde.

Rachmans Schreibstil ist unaufgeregt, leise aber sehr eindringlich. Es gibt keine durchgängige Spannung, dennoch entwickelt dieses Buch einen ganz eigenen Sog, der einem beim Lesen von Geschichte zu Geschichte zieht und so war das für mich eine ganz neue Leseerfahrung, diese Geschichten in der Geschichte, die Lust macht auf weitere Bücher von Tom Rachman.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Mikrokosmos der Verlagswelt ... 18. Oktober 2010
Format:Taschenbuch
Der Roman besteht aus einer Vielzahl kleiner Episoden, die sich insgesamt um eine englisch-sprachige Tageszeitung mit Sitz in Rom ranken. Der Autor selbst - es handelt sich offensichtlich um sein Debütwerk - war mehrere Jahre Herausgeber der in Paris ansässigen englischsprachigen International Herald Tribune und hat unter anderem für Associated Press (Rom) gearbeitet. Die professionelle Art, wie er das Innenleben der Zeitung schildert, ist also kein Zufall.
Darf man dennoch einen Schlüsselroman erwarten? Nein: In den einzelnen Episoden geht es allein um einzelne Persönlichkeiten, die als Journalist, Redakteur, Manager oder Herausgeber bei der Tageszeitung tätig sind. Die besondere Stärke des Buches beruht auf zwei Umständen: Einerseits ist die Charakterzeichnung so prägnant und gekonnt, dass man als Leser bereits nach wenigen Zeilen Feuer fängt, zum anderen: an jede Einzelepisode schließt sich jeweils ein Stück einer Rahmenerzählung an, in der es um die Gründung der Zeitung und ihr wechselndes Schicksal geht. Ein nicht besonders stark akzentuierter Clou liegt In der letzten Episode, wo der Leser von den Gründen für die Zeitungsgründung erfährt; bei aufmerksamer Lektüre hält der Autor hier aber keine nennenswerte Überraschung bereit. In diesem Mikrokosmos der Verlagswelt spiegeln sich das Ellenbogendenken und der Egoismus einer ganzen Welt wieder.

Viele der einzelnen Episoden und ihre Protagonisten sind tief bis zu mir durchgedrungen - besonders die Geschichte des Nachrufsschreibers, der Berühmtheiten noch vor ihrem Tod interviewt und heimlich ihre Nachrufe vorbereitet. Oder die Geschichte der Leserin Ornella, die die Zeitung so akribisch liest, dass sie mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt zurückliegt und in einer völlig anderen Gegenwart lebt, als der Rest der Gesellschaft es tut. Als Leser hungert man geradezu nach ein wenig Menschlichkeit, nach Wärme.

Die große Stärke von Rachmans Erstling ist, dass er es perfekt versteht, sich in die verschiedensten Charaktere hineinzuversetzen und jeweils den Erzählstil an den jeweiligen Charakter anpasst, sodass alles sehr lebendig wirkt und selbst bei Lesern wie mir, denen es sonst eher schwer fällt, eine bildliche Vorstellung von Buchcharakteren zu entwickeln, Bilder im Kopf aufflackern. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Aktualität der Thematik: Das Sterben einer Tageszeitung und die damit verbundenen Folgen.

Definitiv verdientes Lob, was bereits ausgesprochen wurde. Jeder, der die Nachrichten liest (egal, in welcher Form ob digital oder gedruckt) kann mit diesem Buch etwas anfangen! Fantastisch!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nobody is perfect! 17. Oktober 2010
Von Dr. Heinz Brill VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
In seinem Debüt-"Roman" porträtiert der Brite Tom Rachmann, Mitarbeiter, den letzten Besitzer und eine (!) Stammleserin einer internationalen Tageszeitung in Rom. Jede Person wird in einer deprimierenden Lebenssituation schlaglichtartig beleuchtet. Die Zeitung bildet die formale Klammer um die mit viel Einfühlung und (schwarzem) Humor für die menschlichen Schwächen geschilderten Personen. Fast beiläufig, in zeitlichen Versatzstücken und mit nur kurz erwähnten Berührungspunkten zur Gegenwart wird die Geschichte der Zeitung von der Gründung bis zum Niedergang erzählt.

Ein "Zeitungsroman" ist dieses Buch dennoch nicht. Zwar kommen die Kapitelüberschriften als wunderbar viel versprechende, reißerische Schlagzeilen daher ("Das Sexleben islamischer Extremisten")!, zwar zeigt das Buch in den ersten Geschichten wie Artikel entstehen, mit welchen Problemen ein Journalist zu kämpfen hat und woran so manche Story scheitert, dennoch bleibt das äußerliche Zeitungsgeschehen (leider) nur der Aufhänger zur ausführlichen Schilderung der Macken und der intellektuellen und emotionalen Defizite der verschiedenen Individuen, deren größte Gemeinsamkeit die Suche nach Wegen aus der Einsamkeit ist. An die Stelle einer spannungsgetriebenen Handlung tritt die Beschreibung von Empfindsamkeiten der diversen Seelenlandschaften, gewürzt mit Ironie, Illusionslosigkeit und einem Hauch Sarkasmus. Es sind nicht gerade die Genies, die wir kennen lernen. Durchschnittliche Menschen, mehr oder weniger intelligent und erfolgreich, mehr oder weniger frustriert, mehr oder weniger einsam, mehr oder weniger ungeschickt. "Unperfekt" ist eine schmeichelhafte Beschreibung für manchen dieser Vertreter: für Versager, Hysteriker oder Traumtänzer.

Und hier liegt für meinen Geschmack auch der Schwachpunkt dieses ansonsten gut geschriebenen Buches: es gibt zu viele von diesen Typen in einem einzigen Buch. Was anfänglich unterhaltsam und zum Teil amüsant zu lesen ist, fängt nach der Hälfte des Buches an zu nerven. Am liebsten möchte man so manche Person durchschütteln, damit sie aufwacht und das Offensichtliche zur Kenntnis nimmt. Je weiter man liest, desto stärker treten Frust, Selbstmitleid und Kuriosität an die Stelle von Melancholie und untergründiger trauriger Romantik. Diese Menschen haben wenig bis nichts Inspirierendes. Kein Wunder, dass die Zeitung Pleite geht. So ist dem Autor sicher ein überdurchschnittlicher Episodenroman mit gekonnten Charakterporträts, zum Teil an der Grenze zur Satire, gelungen, aber ab der Mitte überrascht nichts mehr wirklich. Auf Grund dieses Defizits: 1 Stern Abzug.
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2.0 von 5 Sternen Zu unperfekt.
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3.0 von 5 Sternen Das Leben hat keine Regeln
11 verschiedene Leben, die sich doch irgend wie kreuzen und miteinander zu tun haben, wie auch immer, das steht in diesem Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Herr Spatz veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Viel Kunst - wenig Unterhaltung
Ohje, was soll ich mit diesem Buch nur machen. Eigentlich will ich mit einem Roman nur" unterhalten werden - zwar anspruchsvoll aber nicht zwingend literarisch wertvoll"! Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Kai veröffentlicht
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Ein Roman über eine Tageszeitung, deren Niedergang und ihre Macher, so wird Tom Rachmans Buch gern zusammengefasst. Falsch ist das nicht, aber so ganz richtig auch nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von LieberLeser veröffentlicht
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In 11 Porträts zeichnet der Autor Tom Rachmann das intensive Bild einer internationalen Zeitungsmannschaft, die in Rom um die stetig schwindende Leserschaft kämpft. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Lille veröffentlicht
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Vor 21 Monaten von Peer Sylvester veröffentlicht
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Vor 23 Monaten von Helmut Cremers veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Panoptikum des Lebens
Der Journalist Tom Rachman war Auslandskorrespondent der Nachrichtenagentur AP und arbeitete für den International Herald Tribune in Paris. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Kai Bargmann veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Viel mehr als nur ein Journalistenroman...
Meine Güte, Zeitung machen ist ein hartes Business! Okay, im digitalen Zeitalter ist diese Einsicht nicht unbedingt brandneu, aber in "Die Unperfekten" von Tom Rachman stellt... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Claudia Pleil veröffentlicht
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