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Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels: Roman
 
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Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels: Roman [Gebundene Ausgabe]

Stefan Moster
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Mare Verlag (25. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386648111X
  • ISBN-13: 978-3866481114
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 241.782 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stefan Moster
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

In seinem Debüt nimmt sich Stefan Moster gleich drei großer Themen an: Der Beziehung zwischen Mutter und Sohn, der Aufarbeitung der DDR-Zeit und des Arbeitslebens auf einem Kreuzfahrtschiff. Moster gelingt es, jedem der Motive ausreichend Spielraum zu geben, indem er seine Geschichte unter zwei starken Protagonisten aufteilt. Während sich Mutter Almut als Bordpsychologin in ehemalige DDR-Bürger hinein fühlt, beschreibt Sohn Sebastian in rotziger Sprache das beengte Leben als Kellner auf den unteren Decks. Dass sich Almut und Sebastian auf dem gleichen Luxusliner befinden, wissen sie anfangs nicht. Vor Jahren haben sie sich im Streit getrennt und lernen sich nun durch die Begegnungen mit den gleichen Menschen und die gemeinsame Leidenschaft für Musik neu kennen. Stefan Moster schafft alles: Bis zum Schluss findet er melancholische, witzige und spannende Momente. Und da sage noch einer, Kreuzfahrten wären nur was für die Alten. (mh)

Pressestimmen

»Stefan Mosters Geschichten in der Geschichte lassen einen nicht mehr los. In seinem Roman geht es um weit mehr als um eine schwierige Mutter-Sohn-Beziehung. Es geht um Einsamkeit und Sehnsucht, Vertrauen und Verrat, um Liebe und um die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels.« (NDR Kultur)

»Ein beeindruckendes Debüt. Der Roman wahrt die Form eines perfekt durchkomponierten Stückes.« (Berliner Literaturkritik)

Es kommen so kluge Passagen in diesem Buch vor, dass man am liebsten einen Block daneben legen und permanent mitschreiben möchte, um auch ja nicht zu vergessen. (Szene Hamburg)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Laurel
Format:Gebundene Ausgabe
Getrennt und doch gemeinsam gehen Mutter und Sohn auf Reise. Ohne es zu wissen, haben sie auf demselben Kreuzfahrtschiff angeheuert: sie als Bordpsychologin, er als Barpianist. Vor Monaten sind sie im Streit auseinander gegangen, nun schippern Almut und Sebastian 157 Tage lang von Europa nach Südamerika. Werden sich die beiden in die Arme fallen oder bricht der alte Streit wieder auf? In dem Roman wechselt der Autor die Erzählperspektive kapitelweise zwischen dem einundzwanzigjährigen Sebastian und seiner Mutter Almut. Ihre Geschichte handelt von Vertrauen und Verrat, vor allem aber vom Loslassen. Dabei knüpft die Liebe zur Musik ein starkes Band zwischen den Figuren. Was aber lange nur dem Leser offenkundig wird.Das Debüt von Stefan Moster überzeugt durch seine stilsichere und wunderbare Erzählweise. Mosters Figuren sind authentisch und lebhaft charakterisiert. So ist man beim lesen immer im Fluß und vertieft sich immer mehr in das Schicksal von Mutter und Sohn, dass sie auf so merkwürdige Weise zusammengeführt hat. Dazu versammelt der Autor in präziser Sprache und klugen Sätzen eine beträchtliche Anzahl wichtiger Themen. Moster spannt einen großen Bogen: Er beginnt bei der Mutter-Sohn-Beziehung, lässt immer wieder die Frage nach Schuld und Vergebung auftauchen. Er entwirft über die Biographien seiner Charaktere einen Abriss der deutschen Zeitgeschichte und prangert überdies die ungleichmäßige Struktur eines globalen Gesellschaftsgefüges an. Gefallen hat mir aber auch ganz einfach, dass der Autor über eine gute Prise Humor zu verfügen scheint. Das lockert den Roman dann ungemein auf. Lesenswert!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ansprechendes Debüt 16. Februar 2010
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Nostalgie ist Erinnerung, die glaubt, sie komme ohne Schmerz, Trauer, Scham, Schuldgefühle und so weiter aus. Das ist ein Irrtum, das ist Selbstbetrug. Dann tut man nur, als ob.
(Zitat aus "Die Unmöglichlichkeit des vierhändigen Spiels", Seite 223)

Die Firma lebt. Mit diesem kurzen Satz wird das Debüt von Stefan Moster eingeleitet. Die gelernte Psychologin, wie sich Almut selbst bezeichnet, ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen und hat die Nase voll von alten Seilschaften und unterirdischen Vernetzungen. Noch immer ist sie dankbar, dass ihr Sohn Sebastian bereits nach der Wende in die Schule kam und daher ihm und ihr viele unangenehme Entscheidungen erspart blieben. Trotzdem ist das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn empfindlich gestört und nach einem Streit hat der Sprössling die gemeinsame Wohnung verlassen. Nun ist bald Weihnachten, beide befinden sich auf hoher See, doch sie ahnen nicht, wie nah sie sich räumlich schon wieder gekommen sind: Almut ist als Bordpsychologin auf einem Kreuzfahrtschiff tätig, auf dem Sebastian die reichen Gäste mit charmanter Klaviermusik unterhält. Werden die beiden Gemeinsamkeiten entdecken, die sie wieder zusammenführt und verbindet? Ist es wirklich einem Zufall zu verdanken, dass sich die beiden auf demselben Schiff befinden?

Aufmerksam beobachtet Almut die Ankunft der Gäste an Bord des Kreuzfahrtschiffes und schaltet sich bei Schwierigkeiten als eine Art Dolmetscher ein. Bald fügen sich Passagiere und Crew in den üblichen Ablauf einer Seefahrt ein und auch die Psychologin bekommt regelmäßig Besuch. Da ist der Bordmanager Gaus, der in der Vergangenheit schwelgt und Almut musikalisch leicht unter Druck setzt, der Pfarrer, der aus Mangel an Beschäftigung einem Computerspielen verfallen ist und unter Gewissensdruck leidet und ein Herr im mittleren Alter, der durch einen kürzlich entdeckten Gedichtsband wieder an eine alte Liebe erinnert wurde. Außerdem berät sie die Ehepaare, die unter der plötzlich so engen Zweisamkeit leiden. Zwischendurch bleibt aber immer noch Raum für eine eingehende Selbstbetrachtung, die nicht ohne gelegentliche Zweifel und Schwankungen zwischen Mut und Feigheit bleibt. Wie gut, dass an Bord noch eine Bibliothek gibt, die von einer sehr herzlichen Sachbearbeiterin betreut wird. Und wenn Almut dann in guter Stimmung ist, spielt sie ihre Lieblingsmusik und wählt ein passendes Stück aus dem wohltemperierten Klavier von Bach aus.
Auch Sebastian studiert das Verhalten der Bordgäste, wenn er abends am Flügel für stimmungsvolle Unterhaltung sorgt. Er registriert die unbeliebten Zweiertische, die nur von Frischverliebten gewählt werden und horcht auf den Geräuschpegel der Unterhaltungen. Auch die erfolgreichen Flirtversuche seines Kojekollegen und Kellner Tintin sind nicht ohne Unterhaltungswert. Während seine Mutter eine Vorliebe für Notenblätter hat, improvisiert Sebastian gerne, um klassische Stücke mit Jazz zu präsentieren. Unverhofft bekommt der Aufenthalt auf dem Luxusliner für den Pianisten eine aufregende Note. Tintin zieht ihn ins Vertrauen und teilt ihm mit, dass sich vier afrikanische Flüchtlinge an Bord befinden. Mit einigen Crewmitgliedern versuchen sie, die Burschen sicher an Land zu bringen, doch die Aktion misslingt. Nun müssen die vier an Bord versteckt werden, doch Gaus und seine Leute haben Lunte gerochen und fanden im Schiff nach schwarzen Pas-sagieren. Auch der psychische Zustand der Schützlinge machen Linda, der Bordkranken-schwester, die mit Sebastian eine flüchtige Liebelei unterhält, große Sorgen. Tintin kommt auf die Idee, die Bordpsychologin um Hilfe zu bitten. Die erste Kontaktaufnahme läuft schief. Fast wären sich Almut und Sebastian schon begegnet. Doch es bedarf noch einiger Schiffsturbulenzen bis Mutter und Sohn zusammen finden.

Mit sehr viel Gefühl und geradezu musikalischer Virtuosität präsentiert der Autor sein erstes Werk. Er lässt seinen Figuren sehr viel Raum für Betrachtungen und Entwicklungen. Der Leser kommt sich vor, als könnte er zwei Tagebücher sehr unterschiedlicher Personen lesen und doch entdeckt man bei beiden Gemeinsamkeiten. Almut trägt schwer an den Altlasten der Vergangenheit. Sie ist nachdenklich und ein wenig grüblerisch. Feste Vorgaben und Regeln liegen ihr, aber wie sie die unerfüllte Sehnsucht nach einer Verbindung zu ihrem geliebten Sohn stillen soll, bereitet ihr Kopfzerbrechen. Während seine Mutter über Vergangenes nachdenkt und sich um die Zukunft Sorgen macht, lebt Sebastian in der Gegenwart. Mit jugendlicher Frische berichtet er von seinen Erlebnissen an Bord. Noch hat er keinen festen Platz im Leben gefunden und sein Stilmittel ist die Improvisation. Doch der Job an Bord ist kein reines Abenteuer und während Sebastian sich der Verantwortung neuer Aufgaben stellt, kann er sich auch mit jüngster Auseinandersetzung mit seiner Mutter befassen.
Stefan Moster ist ein beeindruckendes Werk gelungen, das wichtige Themen wie z.B. die Aufarbeitung der DDR-Zeit, aber auch das zeitlose Spagat zwischen Vertrauen und Verrat, sehr behutsam behandelt.
Mit seinen knapp 450 Seiten ist der Roman gerade noch handlich geblieben. Die Aufmachung des Buches ist ansprechend. Der Text ist in angenehm lesbarer Schriftart und -größe gehalten und mit dem roten Lesebändchen findet man auch leicht die Stelle wieder, bei der man die Lektüre zuletzt beendet hatte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mutter-Sohn-Konflikt, eine Kreuzfahrt nach Patagonien, die Macht der Musik, Stasi-Vergangenheit, die Verzweiflung afrikanischer Flüchtlinge - passt das alles in einen einzigen Roman?
Bei Stefan Moster ja. Da wird aus scheinbar unzusammenhängenden Themen ein ungemein mitreißender und atmosphärisch dichter Roman. Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Eindringlich erzählt er von Almut, die als Bordpsychologin auf einem vornehmen Kreuzfahrtschiff arbeitet. Es geht nach Patagonien, vorbei an Kap Hoorn, es ist eine Schiffsroute, die wie kaum eine andere mit Sehnsucht und Abenteuer verbunden ist. Almut ist von einem angestellt worden, den sie aus ihrem früheren Leben kennt, dem Leben in der DDR: Einem ehemaligen Stasi-Mitarbeiter, Bernd Gaus, der in der neuen Zeit zum Personalmanager des Luxusliners mutiert ist. Jeden Tag sucht er sie nun im Musikzimmer auf, und selbst, was sie verbindet, trennt sie: die Liebe zum Klavier, die Liebe zur Musik
Was Almut nicht weiß, ist, dass ihr Sohn, mit dem sie vor einigen Monaten im Streit auseinandergegangen ist, auch an Bord ist - als Barpianist. Ebenso wie vier Senegalesen, die auf dem Schiff der Dritten Welt entfliehen und die Erste erreichen wollen. Und fast am Ziel der Reise, in Patagonien, spitzt sich die Situation dramatisch zu: Es kommt zu einer Begegnung zwischen Mutter und Sohn, aber Almut wird auch noch einmal mit ihrer Vergangenheit und der unrühmlichen Rolle, die Bernd Gaus, der Stasi-Mann darin spielte, konfrontiert.
Stefan Moster schreibt ebenso eindringlich und überzeugend vom Zauber der Musik wie er die Küstenlandschaften Patagoniens und die raue See darstellt, er vermittelt einen Eindruck der klaustrophobischen Atmosphäre auf einem Kreuzfahrtschiff. Und seine Figuren - allen voran Almut und Sebastian, Mutter und Sohn, aus deren wechselnder Perspektive der Roman erzählt ist, sind stark und unvergesslich.
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