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Die Ungetrösteten
 
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Die Ungetrösteten (Gebundene Ausgabe)

von Kazuo Ishiguro (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 735 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (1996)
  • ISBN-10: 3498032127
  • ISBN-13: 978-3498032128
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 703.189 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 19 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Ishiguro, Kazuo

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit "Was vom Tage übrigblieb", von James Ivory verfilmt, gewann Kazuo Ishiguro den Booker Price. Der vorliegende Roman handelt von dem berühmten Pianisten Ryder, dessen Leben auf mysteriöse Weise aus der Bahn gerät. Nach einem anstrengenden Flug betritt Ryder sein Hotel, am liebsten würde er sich die drei Tage bis zu seinem großen Konzert einfach zurückziehen und entspannen. Doch er findet keine Ruhe, ständig kreuzen mysteriöse Gestalten seinen Weg, Bekannte und Fremde, Lebende und Totgeglaubte, die sich von ihm als Künstler Hilfe oder gar Erlösung erhoffen. So bittet eine Frau ihn, auf der Beerdigung ihres Hundes Klavier zu spielen, der alkoholabhängige Dirigent Leo Brodkey bekniet Ryder, für ihn seine Ex-Geliebte zurückzuerobern. Geschmeichelt versucht Ryder den vielfältigen Wünschen gerecht zu werden. Am Abend seines großen Konzerts muß Ryder dann feststellen, wie schnell gute Taten vergessen sind.Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1987 erhielt er für seinen zweiten Roman, "Der Maler der fließenden Welt" (bei btb in Vorbereitung), den bedeutendsten Literaturpreis Großbritanniens, den Whitbread Award for Fiction. Für seinen Weltbestseller "Was vom Tage übrigblieb", der von James Ivory verfilmt wurde, wurde er 1989 mit dem Bookerprize ausgezeichnet, 1995 wurde ihm der Cheltenham Prize verliehen. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt mit Frau und Kind in London.

Klappentext

"In seinem neuen Roman `Die Ungetrösteten' webt der Anglo-Japaner Kazuo Ishiguro ein kunstvolles Geflecht von Geschichten um das Grundthema menschlicher Unzulänglichkeit und ungestillten Verlangens nach Erlösung."
Berner Zeitung

"Dieser vielschichtige, beklemmende Roman spricht unter der Oberfläche des altmodisch Epischen ganz zeitgenössische Themen an: das Verhältnis des Künstlers zum Gemeinwesen und die Überforderung des einzelnen in einer immer komplexeren und undurchschaubareren Welt."
Journal Frankfurt

"Ein Spiegelkabinett der Allegorien."
FAZ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Leben - ein Missverständnis , 7. Januar 2007
Diese Rezension stammt von: Die Ungetrösteten: Roman (Taschenbuch)
Bei Franz Kafka gibt es in den Tagebüchern eine Bemerkung darüber, wie schwierig es sei, aus der Haustür zu treten. Kafka, der an seinem Alltag in der Familie litt und doch nie die Energie hatte, sich daraus zu befreien, hat diese Schwierigkeit in seiner Prosa beschrieben.
Als ich Kazuo Ishiguros Roman Die Ungetrösteten" las, musste ich immer wieder an Kafkas Helden" denken.
Aber Ishiguro ist in gewisser Hinsicht noch radikaler. Im Schloß" ist es eine namenlose Behörde, die die Hauptfigur daran hindert, an ihr Ziel zu kommen. In den Ungetrösteten" gibt es keine Behörde, die den Pianisten Ryder (ein Vorname wird dem armen Mann nicht zugebilligt) an der Ausführung seiner Aufgabe hindert, in einer namenlosen Stadt ein Konzert zu geben. Aber ist der Mann überhaupt ein Pianist? Noch dazu ein berühmter, wie alle Welt zu glauben scheint? Am Anfang ist der Leser ja noch davon überzeugt, aber je weiter er liest, desto mehr Zweifel kommen ihm. Statt sich auf seinen Auftritt vorzubereiten, lässt Ryder sich immer mehr in die Händel und Sorgen der Hotelangestellten verstricken. Er nimmt Aufträge an, an denen er eigentlich nur scheitern kann. Auch die Identität der Personen, mit denen er es zu tun bekommt, scheint nicht festzustehen. So hält die Tochter des Hotelportiers, Sophie, Mr. Ryder für ihren Ehemann und er selbst lässt sich auf diese Rolle ein, ohne dass klar wird, ob er wirklich mit Sophie verheiratet ist oder nicht. Also kümmert er sich um Sophies Sohn, er kümmert sich um den Sohn des Hoteldirektors, er hört zu und versucht zu vermitteln; nur zu dem, was er eigentlich will, kommt er nicht. Und das Schlimmste ist: Er kann sich noch so anstrengen, er schafft es nicht, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Dafür sind es einfach zu viele und zu widersprüchliche Erwartungen, die sich um ihn legen und ihn mehr und mehr erdrücken. Und zugleich spielt Ishiguro virtuos mit der Erwartung des Lesers, der natürlich hofft, Mr. Ryder werde jetzt endlich die Energie aufbringen, sich zu wehren und seine Interessen durchzusetzen. Es ist quälend, all den endlosen Gesprächen zu folgen, in denen die Personen Mr. Ryder von ihrem gescheiterten Leben erzählen. Irgendwann versteht man: das ist Programm und wird sich vermutlich auch bis zum Schluss nicht ändern. Es ist ein Laufen im Hamsterrad und insofern möglicherweise ein treffendes Bild für die Bedingungen, unter denen die Menschen des 21. Jahrhunderts leben.

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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem heiligen Gral, 18. Januar 2001
Von Ein Kunde
Es gibt einfach Bücher, in die man wie in ein Mysterium eintaucht, die man zur Seite legt und sich verwundert fragt, ob nun der Lesesessel oder die (gelesene) Fiktion die Realität sei. "Die Kunst ist das einzig Wahre, the rest is a nightmare" (Arno Schmidt). Zu diesen Büchern gehört für mich Kazuo Ishiguros "Die Ungetrösteten" - seit ich es vor 3 Jahren gelesen habe, mein absolutes Lieblingsbuch. Die Geschichte ist spannend wie ein Kriminalroman, rätselhaft und geheimnisvoll-undurchsichtig wie Kafkas Erzählwerke ("Die Ungetrösteten" sind für mich das moderne "Schloß" und der zeitgenössische "Prozeß"), philosophisch im unterhaltendsten Sinne, intellektuell anspruchsvoll, sprachlich ein ästhetisches Gesamtkunstwerk - und keine Seite zu lang! Der Inhalt läßt sich meines Erachtens mit einem Satz resümieren: ein Mensch auf der Suche nach sich selbst, sich die ewigen Fragen stellend: Wo komme ich her? Wer bin ich? Wo komme ich hin? Der Pianist Ryder als postmoderner Parzifal, als der Hans Castorp der Neuzeit - ein phantastisches Buch.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbares traumaftes Buch!, 19. April 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Die Ungetrösteten. (Taschenbuch)
Schon die sanfte Sprache zieht einen in eine "traumhafte" Welt, die einen nicht mehr loslaesst. Die Handlungen der verschiedenen Personen sind überraschend. Der Protagonist laesst sich in die Welt der anderen treiben und erlebt so die "unglaublichsten" Dinge. Schade, dass das Buch ein Ende hat. Es ist eines der besten, die ich je gelesen habe.
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1.0 von 5 Sternen Keine Ent-wicklung und kein Mit-gefühl für die "Ungetrösteten"
Titel und Klappentext von Ishiguros Roman machen auf den ersten Blick neugierig. Die Ungetrösteten! Wer, der nicht mindestens einmal in seinem Leben auch in diese Kategorie... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Juli veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Gegen Identität
Es mag etwas angestaubt klingen, aber könnte die Philosophie Adornos und der Humor der sehr englischen Komikertruppe Monty Python einen Roman ergeben, so wäre das "Die... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von E. Lange veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Ich versteh das alles nicht
Trotz Literaturstudium und einem Faible für geheimnissvolle Geschichten bin ich bei diesem Roman völlig hilflos. Lesen Sie weiter...
Am 20. Januar 2003 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen zieht sich lang wie kaugummi
am anfang mag man von ishiguros erzählstil noch fasziniert sein, die fast surrealistische kulisse, in die er seinen protagonisten einbringt, mag einen fesseln- aber leider zieht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2001 von ruelius-mangold

1.0 von 5 Sternen Total überbewertet
Also wirklich, was ist an diesem Ishiguro schon besonderes! Laut FAZ einer der wichtigste Autoren der Gegenwart, was ich nun wirklich nicht verstehen kann! Lesen Sie weiter...
Am 16. Januar 2001 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine atemberaubende zeitgenössische Parabel
Die Kraft und Intelligenz dieses Buches ist enorm. Von der ersten Seite ab bleibt es einen einheitlichen und durchgearbeiten Ton und Stil treu. Lesen Sie weiter...
Am 29. Juni 2000 veröffentlicht

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