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Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch
 
 
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Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch [Gebundene Ausgabe]

Andrew Ross Sorkin , Gabor Steingart , Ursel Schäfer , Enrico Heinemann , Helmut Dierlamm
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Pressestimmen

»Das Buch ist fesselnd, so fesselnd wie ein fiktiver Wirtschaftskrimi. Doch manchmal ist die Wirklichkeit dramatischer als die Fiktion. Andrew Ross Sorkin ist es gelungen, die größte Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren ausführlich nachzuzeichnen.« (NZZ )

»Das Buch "Too big to fail" des Journalisten Andrew Ross Sorkin gehört zu den besten und detailliertesten Analysen über den tiefen Fall der US-Bank Lehman Brothers.« (Welt am Sonntag )

»Packend und schonungslos detailliert schildert Sorkin den Höhepunkt der Krise.« (Handelsblatt )

Kurzbeschreibung

Als die Finanzwelt am Abgrund stand

Als die Investmentbank Lehman Brothers über Nacht zusammenbrach, löste das Schockwellen um den ganzen Erdball aus. Die Bank war eigentlich zu groß und wichtig gewesen, um sie pleitegehen zu lassen. In einer brillanten Erzählung, die den Leser direkt in die Büros der Mächtigen führt, rekonstruiert der Journalist Andrew R. Sorkin den dramatischen Ausbruch der Finanzkrise von 2008/2009 und die verzweifelten Bemühungen von Bankern und Politikern, den völligen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Auf der Grundlage von ausführlichen Interviews, firmeninternen E-Mails und Protokollen liefert Sorkin die definitive Darstellung der Krise, die viele bisher unbekannte Details verrät.


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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hinter die Kulissen schauen, 13. August 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch (Gebundene Ausgabe)
Über die Finanzkrise, die ganz offiziell im September 2008 über uns hereinbrach, wurde bereits so viel geschrieben, dass ich es beinah Leid war noch ein Buch zu diesem Thema in die Hand zu nehmen. Aber dieses Buch machte mich neugierig.

Sorkin erschlägt seinen Leser nicht mit grauer Theorie, die letztlich doch nur die wenigsten verstehen und Zahlen deren Höhe sowieso unvorstellbar sind. Der Autor packt das Thema von einer ganz neuen Seite an.

In seinem 600 - Seiten - Wälzer eröffnet er dem interessierten Leser Einblicke in die Welt der Mächtigen. Genau dort wo Weltwirtschaftskrisen und Notfallpläne gemacht werden, schaut er hin und beschreibt was er sieht. Dies geschieht erstaunlich unterhaltsam und dennoch glasklar in der Analyse.

Der Journalist Sorkin beobachtet seit einem Jahrzehnt die Wall Street und ist sich heute sicher: "(...) nie zuvor habe ich so tief greifende und dramatische Veränderungen unternehmerischer Paradigmen und eine so spektakuläre Selbstzerstörung geschichtsträchtiger Investitutionen erlebt." Seine journalistische Neugier versucht zu erfassen, welch ein Finanzgewitter da im September 2008 hereinbrach. Er selber sagt: "Dieses Buch ist ein Versuch, die Teile nach und nach zusammenzusetzen." Bei Sorkin lerne ich, vor einer neuen Krise dieses Ausmaßes bin ich erst dann sicher, wenn alle aus dem Versagen der weltweiten Finanzwelt ihre Lehren gezogen haben.

Einem Roman gleich beginnt das erste Kapitel im Schneematsch des Frühlings 2008 in Conneticut. Ich treffe auf bekannte und unbekannte Namen der internationalen Finanzwelt, die besorgt und verantwortungebewußt täglich ihren harten Job machen. Ich lerne auch die kennen, die auf das schnelle Geld aus sind. Manchmal komme ich mir beim Lesen wie in der Sandkiste zwischen kleinen Kindern sitzend vor und bin erschrocken darüber, dass Leute die von Neid und Geldsucht regiert werden, soweit aufsteigen konnten.

Nach dem Lesen durchschaue ich keinesfalls die internationale Finanzwelt, aber spätestens jetzt weiß ich, dass wir noch immer mitten in der Krise stecken. Überwunden scheint da noch lange nichts zu sein. Längst haben die Banker und Finanzmanager ihre Spielchen wieder begonnen. Vielleicht fühlen sie sich in ihrer Freiheit ein klein wenig beschnitten, aber dies hindert sie nicht daran nichts dazulernen zu müssen. Das schnelle Geld wird bereits wieder verdient.

Ein wenig ohnmächtig, weil machtlos bleibe ich in meinem Lesesessel zurück. Ganz sicher höre ich beim nächsten Mal besser zu, wenn es in den Nachrichten wieder einmal um die Neuregulierung der Finanzwelt geht. Denn dies eine habe ich begriffen, solange die Finanzmächtigen uneingeschränkte Macht haben, sind wir vor einer nächsten Krise nicht sicher.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der nächste Crash wird kommen und der Steuerzahler wieder die Zeche zahlen, 16. August 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch (Gebundene Ausgabe)
Schon etliche Autoren, nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, haben in den vergangenen Monaten in Sachbüchern versucht, die nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgelöste schwerste Wirtschaftskrise, die die Welt seit 1929 gesehen hat, in ihrer Entstehung, ihrem Verlauf und ihren Auswirkungen zu beschrieben.

Einer der ersten in Deutschland war der FAZ- Redakteur Rainer Hank mit seinem Buch "Der amerikanische Virus" in Februar 2009.

Gegen den übereinstimmenden Konsens aller am Diskurs Beteiligten, dass es die Gier der Investmentbanker und der Hedgefonds war, die die Weltwirtschaft in den Abgrund getrieben hat, formulierte Rainer Hank damals schon eine überfällige Gegenstimme zu jener auf allen Kanälen formulierten Empörungsrhetorik, die immer außer acht lässt, dass es eben auch die sogenannten kleinen Leute waren, die sich mit billigen Krediten gerne verführen ließen, und mit dem Run auf die große Rendite für ihre Spareinlagen zu der Gesamtgier nicht unwesentlich beigetragen haben.

Hank nutzte damals die Krise, um sich und seinen Lesern einmal Klarheit zu vermitteln über die grundlegenden Mechanismen unseres Wirtschaftssystems. Aus der neuen Wissenschaft der Behavioral Finance" bezog er Erkenntnisse ein und reflektierte die ganze Geschichte auch philosophisch. Puritanismus u n d Gier, Arbeitsethos

u n d Spekulationslust, so Hank, waren von Anfang in der US-amerikanischen Version des Kapitalismus vereint. Und auch heute gebe es eine Vielzahl unterschiedlicher Kapitalismussysteme, bis hin zu dem neuen Protektionismus des Barack Obama.

Hank nannte die Tatsache, dass der Markt ohne spekulative Zyklen nicht zu haben sei, die große Kränkung unserer Tage. Dieses Auf und Ab von "lustvoller Gier und paniktreibender Angst", an dem sich auch die kleinen Leute beim nächsten Mal wieder beteiligen werden, sei vielen unerträglich.

Diese Angst fordere moderierendes, regulierendes und kontrollierendes staatliches Handeln heraus, wie wir es seit Anfang 2009 staunend erleben. Doch so Hank, all das könne bestenfalls die Wiederholung alter Krisen verhindern, denn die möglichen von morgen sind uns noch unbekannt.

Zu ähnlichen Schlüssen kommt auch der amerikanische Journalist Andrew Roos Sorkin im vorliegenden Buch über "die Unfehlbaren". Geschrieben wie ein Thriller, zeichnet er aus bisher unbekannten Quellen nach "wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst".

Das Buch liest sich spannend, ist auch für Laien gut verständlich und stellt die ganze Geschichte dar wie ein Roman. In einem für die deutsche Aufgabe im Juni 2010 geschriebenen Nachwort, zeigt er sich mit den in der Zwischenzeit getroffenen Entscheidungen vor allem der amerikanischen Politik nur zur Hälfte zufrieden. Noch mehr staatliches Eingreifen könne aber nicht verhindern, dass "immer jemand bereit (ist), ein noch etwas höheres Risiko einzugehen als der andere."

Das bedeutet nichts anderes, als das der nächste Crash kommen wird und die Steuerzahler wieder die Zeche zahlen werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einblick in die Finanzkrise, 15. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Jahrestag der Pleite von Lehman Brothers jährt sich am heutigen Tag zum zweiten Mal. Nun ist mit 'Die Unfehlbaren' von Andrew Ross Sorkin ein Buch erschienen das einen umfassenden Blick der Finanzkrise aufzeigt und hinter die Kulissen blicken lässt.

Als am 15. September 2008 der Konkurs von Lehmann Brothers bekannt gegeben wurde, war das Finanzsystem der Welt vor einem Totalzusammenbruch. Banken vertrauten sich nicht mehr und liehen sich daher auch nicht mehr untereinander Geld. Die Notenbanken mussten einspringen und Rettungslösungen unternehmen wie sie zuvor nicht vorstellbar waren.

Andrew Ross Sorkin versucht nun die Ereignisse chronologisch zu sortieren und einzuordnen. Hierbei ist aber kein Sachbuch herausgekommen mit viel trockener Theorie und jede Menge Zahlen sondern ein gut lesbares Buch. Dies liegt vor allem daran, dass Sorkin die Aussagen und Quellen die er gesammelt hat in einer Art Romanform wieder gibt. So beschreibt er wie sich die Manager und Politiker in den Tagen gefühlt haben und man hat als Leser das Gefühl mit dabei zu sein. Durch diese Form ist das Buch leicht lesbar und man denkt an manchen Stellen dass man es mit einem Thriller zu tun hat, da es so spannend ist wie eben in diesen.

Anders wie bei dem Buch 'Dead Bank Walking' ' das auch in diesem Blog vorgestellt wurde ' beschränkt sich Sorkin nicht nur auf die Pleite von Lehman. Wurde bei 'Dead Bank Walking' vor allem aus der Perspektive eines ehemaligen Mitarbeiters von Lehman Brothers über die Pleite berichtet so versucht Sorkin den Fokus auf die komplette Finanzkrise in Amerika zu legen.

Dies gelingt ihm auch sehr gut und man bekommt so auch die Informationen über die Probleme anderer Investmentbanken mit, aber auch wie der damalige Finanzminister Hank Paulson versucht die Finanzkrise einzudämmen. So bekommt der Leser einen umfassenden Blick über die Geschehnisse der Finanz- und Wirtschaftskrise in Amerika.

Wenn man das Buch liest staunt man immer wieder über die Methoden und Strategien die die Banker umsetzten. Für den Otto-Normalverbraucher sind nicht nur die Summe unvorstellbar sondern auch die Derivate die gehandelt wurden. Leider zeigt sich aber in diesem Buch auch, dass es wohl nie möglich ist einen solchen Crash zu verhindern. Denn es wird immer wieder Menschen geben die ein noch höheres Risiko eingehen werden um einen Gewinn für ihre Firma oder sich selbst herauszuholen.

Die deutsche Ausgabe des Buches endet mit einem Nachtwort des Verfassers zur aktuellen Lagen. In diesem schreibt er auch, dass die Pläne der amerikanischen Regierung zur Regulierung des Finanzmarktes aus seiner Sicht nur teilweise Erfolg haben werden. Daher kann man nur hoffen das die Politik auch zukünftig sich stärker gegenüber Spekulanten zur Wehr setzt.

Alle die sich für wirtschaftliche Themen interessieren und vor allem für die Finanzkrise im Jahr 2008 in Amerika, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
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