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Die Unbestimmbarkeit der Welt: Heisenberg und der Kampf um die Seele der Physik
 
 
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Die Unbestimmbarkeit der Welt: Heisenberg und der Kampf um die Seele der Physik [Gebundene Ausgabe]

David Lindley , Doris Gerstner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (27. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421042950
  • ISBN-13: 978-3421042958
  • Originaltitel: Uncertainty - Einstein, Heisenberg, Bohr, and the Struggle for the Soul of Science
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 498.433 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Lindley
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"...In Lindleys Darstellung gewinnen diese Akteure und noch manche andere Profil, ohne dass der Autor ins bloß Anekdotische verfällt. Der knappe Raum für eine große Geschichte ist gut genutzt. Selbst für einen Ausblick auf spätere Debatten über die Quantenmechanik ist noch etwas Platz. Sie zeigte, dass Heisenbergs „großes Quantenei“ (Einstein), wie merkwürdig auch immer sich einige Konsequenzen der Theorie ausnehmen, nicht mehr aus der Welt zu bringen sind." (FAZ )

"Lindley beschreibt nicht, er argumentiert, er versucht nicht, krampfhaft zu popularisieren, denn sein luzider Stil drängt ohnehin zum Weiterlesen." (Falter )

"Zur Einführung. Um sich einen zentralen Abschnitt der neueren Wissenschaftsgeschichte wieder zu vergegenwärtigen, der noch lange nicht bloße Geschichte ist." (Bayern 2 )

Kurzbeschreibung

Der Heisenberg-Schock

Anschaulich und klar erzählt der Physiker und Journalist David Lindley, wie die bahnbrechende Entdeckung der Unbestimmtheitsrelation durch Werner Heisenberg in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts die bis dahin gültigen physikalischen Annahmen zum Einsturz brachte und unsere Sicht der Welt tiefgreifend veränderte.

Mit seiner Entdeckung der sogenannten Unschärfe- oder Unbestimmtheitsrelation warf der junge Physiker Werner Heisenberg 1927 Jahrhunderte geltende physikalische Gewissheiten über den Haufen. Unbestimmtheit wurde zu einem Teil der physikalischen Welt, die bisher ganz von Präzision, Vernunft und Kausalitäten beherrscht war – mit Folgen weit über die Physik hinaus: Die Vorstellung einer grundsätzlich existierenden Unsicherheit traf sich mit dem Lebensgefühl der Zeit und wurde in Philosophie und Alltagskultur aufgegriffen. Albert Einstein wehrte sich vehement gegen Heisenbergs revolutionäre Einsicht, der dänische Physiker Niels Bohr hingegen erkannte ihre Größe und Tragweite. Lindley lässt die Irritation und Faszination lebendig werden, die von einer der großen naturwissenschaftlichen Entdeckungen des letzten Jahrhunderts bis heute ausgeht.

• Behandelt den Meilenstein der physikalischen Erkenntnis im 20. Jahrhundert, der unsere Sicht auf die Welt und das wissenschaftliche Denken gründlich verändert hat
• Für Laien verständliche Erklärung der Heisenberg’schen Ideen
• Spannende Einsichten in die Wechselbeziehung zwischen Naturwissenschaften und populärer Kultur


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn einer so erzählt von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen wie David Lindley, dann macht nicht nur das Lesen Freude, sondern man erfährt auf relativ verständliche Weise einen Erkenntniszuwachs in der beschriebenen Materie und lernt, größere Zusammenhänge herzustellen und sich im vernetzten Denken zu üben.

Das vorliegende Sachbuch des amerikanischen Astrophysikers und späteren Wissenschaftsjournalisten dreht sich um eine Entdeckung in der Physik, die damals heftig umstritten war, heute aber seit langem zu den Grunddaten der theoretischen Physik gehört. Die Rede ist von der sogenannten Heisenbergschen "Unbestimmbarkeitsrelation", im Deutschen oft als "Unschärferelation" bezeichnet.
Erst 25-jährig formulierte der deutsche Physiker Werner Heisenberg 1927 eine wissenschaftliche Arbeit, die ebenso einfach und elegant wie bestürzend war. Er behauptete und bewies nichts anderes, als dass zwei wichtige physikalische Größen wie Zeit und Energie nicht gleichzeitig exakt und genau gemessen werden können. Wenn man eine Information wie etwa über die Zeit erhält, wird die andere beobachtete, in diesem Fall die Energie, ungenau.

Während etwa Albert Einstein sich zeitlebens heftig gegen Heisenbergs für die Physik und die ganze Weltsicht revolutionäre Einsicht wehrte, erkannte der dänische Physiker Niels Bohr sofort die Brisanz und Tragweite der Entdeckung. Heisenbergs Entdeckung erschütterte nicht nur die Physik, sondern traf auch mitten in eine Weltsicht, die 1927, nach dem schrecklichen Ersten Weltkrieg und der bevorstehenden, sich schon ankündigenden großen Weltwirtschaftskrise, in ihren bisherigen Grundfesten erschüttert war. So nimmt es nicht Wunder, dass schon bald die Bedeutung der Unschärferelation" in der Philosophie und in der Kultur des Alltags aufgegriffen und antizipiert wurde Denn wie das so ist mit dem Zeitpunkt von wissenschaftlichen Entdeckungen: Es ist eben kein Zufall, dass Heisenbergs Erkenntnis hineinfiel in eine Zeit, in der das bislang sichere Lebensgefühl der Menschen durch den Ersten Weltkrieg zutiefst in Frage gestellt und verunsichert war.

David Lindley zeichnet diese Entwicklung auf hervorragende Weise nach. Er beschreibt weiter, wie sich Heisenbergs Entdeckung in anderen Wissenszweigen ausweitete und zeichnet gelungen den Kampf der damaligen Physiker um die richtige Erkenntnis nach. Positionierungsdrang und Profilierungssucht paarten sich mit dem ernsten Versuch die physikalischen und philosophischen Wahrheiten zu entschlüsseln. Wir lernen als Leser die biographischen und sozialen Hintergründe der Physikerpersönlichkeiten kennen: Einstein, Schrödinger, Pauli, Bohr und Heisenberg.

Die Geschichte der Heisenbergschen Entdeckung und ihre Folgen für die Physik und andere Wissenschaften steht im Zentrum eines gut lesbaren Buches, das sich auch am Rande mit der Rolle der Physiker im NS-Staat befasst. Lindley vermag es, anschaulich zu erklären und ermöglicht so auch dem physikalischen und naturwissenschaftlichen Laien nicht nur Lesefreude sondern Erkenntniszuwachs ohne besondere Vorkenntnisse.

Insofern ist es ein vorbildliches populärwissenschaftliches Buch, dass dennoch in die Tiefe geht und immer verständlich bleibt. Anmerkungen und Literaturhinweise ermöglichen dem interessierten Leser eine weiterführende Lektüre. Ein absolut empfehlenswertes Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hochinteressant 13. Mai 2011
Von Bachfan2
Format:Gebundene Ausgabe
Ein hochinteresssantes Buch, in welchem das Ringen um Erkenntnisgewinn mit Holzwegen und Meilensteinen auf spannende Weise beschrieben wird. Dabei reichen physikalische Grundkenntnisse zum Verständnis des Buches aus.
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