Für eingefleischte John Wayne-Fans ist sicher auch dieser Western ein Muß - für alle anderen höchstens eine leichtfüßige Samstagabendunterhaltung zum Bier, die tieferes Nachdenken weder erfordert noch erlaubt. Die Hauptdarsteller Rock Hudson als ehemals konföderierter Coronel James Langdon, der nach dem verlorenen Bürgerkrieg ungebrochen mit seinen Getreuen als Söldner Kaiser Maximilians in Mexiko ein neues Leben sucht, und John Wayne, seines Zeichens ausgeschiedener Yankee-Coronel John Henry Thomas, der sich als eine Art Übervater mit seiner Truppe als Pferdefänger durchschlägt, haben schon weit Besseres abgeliefert als Die Unbesiegten. Doch scheinen sie ebenso wie ihre Nebendarsteller mit soviel Spaß bei der Sache zu sein, daß man ihnen das arg lässige Spiel notfalls verzeihen könnte.
Der Plot ist denkbar einfach und im Grunde eine Fortschreibung des Mythos von den amerikanischen Tugenden auf fremden Territorium, wobei das vom Bürgerkrieg zwischen dem rechtmäßig gewählten Präsidenten Benito Juárez und dem von französischen Bayonetten gestützten Usurpator Maximilian zerrissene Mexiko trotz des hollywoodtypischen poncho-bewehrten Lokalkolorits seltsam farblos bleibt. Folglich sind seine Akteure, der Juaristengeneral Rojas und seine Truppen (im Film auch noch in Hollywood'scher Einfältigkeit als "Revolutionäre" bezeichnet), die den Maximilian-treuen Feind Langdon in arge Bedrängnis bringen, nur Statisten auf einer Bühne, die durch Beliebigkeit hervortritt, und die Szenerie abgibt für einen Abgesang auf das wahre Amerikanertum: mitten im fremden Konflikt gelingt es den ehemaligen Gegnern Langdon und Thomas, sich auf die uramerikanischen Tugenden von Solidarität, persönlicher Integrität und Freundschaft jenseits aller ideologischer Schranken zu besinnen: durch die Bedrohung von außen geläutert und zu ihrem gemeinsamen Amerikanertum zurückgekehrt, ziehen die Helden gemeinsam zu einem Neuanfang in die USA zurück. Zu allem Überfluß gekommt Thomas' indianischer Adoptivsohn sogar noch Langdons einzige Tochter, so daß sogar die Rassenschranken bedeutungslos werden. Soviel mythisch überhöhter Stars-and-Stripes-Pathos ist manchmal wahrlich schwer auszuhalten, doch wird das stolze und aufrechte Gutmenschentum der Bürgerkriegsgeneräle immer wieder mit den Wayne-typischen Humoreinlagen aufgelockert, so daß sich der nicht allzu kritische oder anspruchsvolle Zuschauer - eben notfalls mit einem entspannenden Bier - doch recht gut unterhält.