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Die Unberührten
 
 
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Die Unberührten [Gebundene Ausgabe]

Robert Schneider
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 252 Seiten
  • Verlag: Knaus; Auflage: 3 auflage (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813501612
  • ISBN-13: 978-3813501612
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 442.221 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Schneider
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kaum erschienen, sind Die Unberührten auf dem besten Weg, Renner des diesjährigen Bücherfrühlings zu werden -- "Buch des Jahres" sagen die einen, "Spitzentitel" die anderen, das Wichtigste: es ist ein Buch mit Seele.

Was Robert Schneider da als Abschluss seiner Trilogie nach Schlafes Bruder und Die Luftgängerin gelungen ist, das ist zweifelsfrei etwas durch und durch Besonderes: so zutiefst anrührend, dass es schier unmöglich ist, sich aus dem Bann dieses Buches zu befreien. Geradezu instinktiv beherrscht Schneider die Klaviatur allen menschlichen Erlebens, gräbt sich vollendet Seite für Seite filigran in die Psyche zweier junger Menschen hinein, setzt Worte bedächtig wie ein Archäologe, der eine zerbrechliche Rarität aus verkrusteten Erdschichten freilegt. Und doch bewirkt diese Behutsamkeit so mächtigen Eindruck und stellenweise den Nachhall eines Furioso.

Im Jahre 1922 im kleinen Vorarlberger Dorf St. Damian. Die 7-jährige Antonia wächst in heiler Welt mit ihren drei Schwestern auf. Der Vater vergöttert seine fünf Frauen, fördert besonders Antonias deutliche Musikalität und ihren "betörenden" Sopran. Er lebt weit über seine Verhältnisse, einige Jahre später macht er bankrott, verschwindet spurlos, der Hof wird versteigert, Antonia an einen Menschenhändler verkauft, der sie mit nach Amerika nimmt.

Unterwegs lernt Antonia Balthasar kennen, autistisch, missbraucht, offenbar stumm, die beiden leben im sozialen Abseits, Rauschgift, Prostitution, die Ausweglosigkeit scheint vorprogrammiert. Aber es ist die Musik, die den märchenhaft anmutenden zweiten Teil des Buches beherrscht und die Wende bringt.

Antonia und Balthasar sind mit all ihren Narben durch Erlebtes und Erlittenes alles andere als Unberührte. Es sind ihre Seelen, die unberührt, unantastbar geblieben sind, ihre Träume und Visionen: " Nicht die Nüchternen machen die Welt bewohnbar -- die Träumer!"

In dem wunderbar warmen Roman vermischt sich Authentisches mit Erdachtem, eigenes Erleben mit Fiktion, und Sehnsüchte sind so maßlos, dass sie bis in die entferntesten Galaxien zu reichen scheinen. Wie sagt doch der Geistliche aus dem kleinen Vorarlbergdorf: "Wir alle haben einmal unser Leben vorausgesehen, unser geglücktes Leben. Seitdem tasten wir mit blinder Sehnsucht durch die Zeit". --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Robert Schneider erzählt von dem Schicksal zweier Bauernkinder aus dem Rheintal, Antonia und Balthasar. Während der großen Depression werden beide zur Kinderarbeit nach Amerika verkauft. Auf dem Schiff nach New York lernen sie sich kennen und bleiben fortan unzertrennlich - fast sieben Jahre lang. Dann hört Aaron Fleisig, der Korrepetitor der Metropolitan Opera, Antonia singen... Dieser Roman bildet den letzten Teil der "Rheintalischen Trilogie" Schneiders.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Spiel mit den Gefühlen 4. Februar 2002
Format:Taschenbuch
Der Beginn dieser Geschichte war mir sehr vertraut: ein romantisches Dorf mit skurillen, verträumten Bewohnern, die stark an die Personen in "Schlafes Bruder" und "Die Luftgängerin" erinnern. Ich habe mich schnell mit Ihnen angefreundet. Allmählich geht es den Hauptfiguren schlechter - auch das ist vertraut, trotz aller Tragik schön und romantisch, und ich habe mit ihnen gelitten und gehofft. Doch je weiter sich Antonia und Balthasar von der Heimat entfernten, um so mehr entschwanden sie auch aus meiner Gefühlswelt. All die Schrecken, denen sie auf ihrem Weg ausgeliefert waren, all die Hoffnungslosigkeit und das Elend rührten mich schließlich überhaupt nicht mehr. Das entsprach so gar nicht den Träumen des kleinen Mädchens auf den ersten Seiten des Buches, das entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen davon, was mit diesem Kind hätte geschehen sollen, so dass eine Identifizierung, ein Mit(er)leben für mich nicht möglich war. Ja, je abenteuerlicher und düsterer die Geschichte wurde, um so mehr begann sie mich zu langweilen. Und selbst der großartige Höhepunkt, an dem Antonia Sahler endlich am Ziel ihrer Wünsche anlangt, ließ mich letztendlich kalt.
Da es sich aber bei Robert Schneider um einen Autor handelt, der es üblicherweise ganz wunderbar versteht, den Leser in seinen Bann zu ziehen, kann ich das, was mit mir während der Lektüre dieses Buches geschah, nur für die volle Absicht des Schriftstellers halten. So wie Antonia und Balthasar alle Schrecken, aber auch alle Freuden mit stoischer Ruhe über sich ergehen lassen, so kann auch der Leser nicht wirklich mit ihnen leiden, sich nicht ehrlich mit ihnen freuen. Ich denke, die wahrhaft Unberührten in dieser Geschichte sind die Leser.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kristina
Format:Taschenbuch
Nach seinem letzten Durchhänger mit "Die Luftgängerin" hat Robert Schneider wieder ein Glanzstück der Literatur hervorgebracht.

Dieses Buch ist so atemberaubend schön u. traurig in Sprache als auch in Handlung, das man es gar
nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Geschichte ist der von " Schlafes Bruder" etwas ähnlich, berichtet vom Leben eines einsamen Menschen, der an seinem Schicksal fast zugrunde geht.
Mir hat der erste Teil " in paradiso " persönlich am besten gefallen. Dem Leser wird darin die Kindheit der Antonia Sahler geschildert mit all ihren lustigen und traurigen Seiten. Ich fand es so herzerwärmend, wenn Rupert Sahler seinen Lieben jeden Wunsch von den Augen ablas, obwohl es ihnen finanziell alles andere als gut ging.

Was ich schon bei R. Schneiders erstem Buch bemerkenswert fand, war seine Liebe fürs Detail. Er beschreibt mit einer Einzigartigkeit jede Pflanze, Tier... bis ins kleinste.
Von dieser Sorte Bücher sollte es wirklich mehr geben.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu kurz, der Atem! 2. April 2010
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
St. Damian ein im Winter verschneites Bergdorf im österreichischen Rheintal eröffnet den Reigen rund um ein junges, ambitioniertes Mädchen - Antonia Sahler - und beschließt die rheintalische Trilogie, deren Höhepunkt unbeschritten mit "Schlafes Bruder" am Beginn zu finden ist!

Antonia ist die zweite von vier Töchtern, die in einer geschaffenen Idylle, beinahe einer Enklave, zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufwächst, unendlich geliebt von ihren Eltern, reichliche beschenkt vom Vater, der seinen Engeln jeden Wunsch vom Antlitz abliest und sie mit teuren Geschenken überhäuft - bis schließlich der Hof zur Versteigerung ansteht. Alle Mittel sind erschöpft, die Mutter stirbt bei der Geburt des fünften Kindes, der Vater gilt verschollen ... alles Glück zerbricht.

Doch Antonia ist von der Musik gefangen und folgt dem Ruf der "Frau Amerika". Der Volksschullehrer Halbeisen wird sie an einen Mann vermitteln, der sie mit seiner Familie nach Amerika mitnehmen wird - doch dieser ist ein Kinderhändler. In Amerika verändert sich das gute Kind, wird zu einer Diebin und gerät an die falschen Personen, ... die Liebe zum Gesang wird sie nicht verlieren und auch ihre atemberaubenden Stimme soll Gehör finden.

Was als rührende Geschichte - ja beinahe Märchen beginnt - zerschlägt sich sehr rasch nachdem das Kind in Amerika eintrifft. Doch nicht das Elend, das ihr dort widerfährt macht die Geschichte ab diesem Zeitpunkt unerträglich, sondern das Dahinplätschern irgendeiner Handlung ohne Konzept, ohne roten Faden, als hätte Schneider aufs gerade Wohl hingeschmissen, was ihm gerade durch den Kopf flanierte. Die Charaktere, die neben Antonia eingeführt werden, entwickeln sich nicht und sind zum Teil für die Handlung absolut überflüssig. Antonias Gesang erweckt den Anschein eines gewünscht zentralen Themas, ist es aber nicht.

Alles in allem eine nette erste Hälft, verspielt, flüssig und ein wenig kitschig, aber eine absolut unausgereifte zweite, madige "Amerika-Charaktere", und ein schlechte ausgefeilter "Amerika-Plot".
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Singen
eine ganz wunderbare, sehr märchenhafte geschichte! eine auf ganz eigene art poetisch sprache, die etwas "altmodisches" an sich hat, aber gleichzeitig auch zeitgenössisch... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von schlauerbauer veröffentlicht
spannendes buch
schade, dass dieses werk von robert schneider, der seine bekanntheit der verfilmung seines romans "schlafes bruder" zu verdanken hat, sowenig beachtet ist - ganz zu unrecht, denn... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von esc veröffentlicht
Besser als "Schlafes Bruder"
Dieser Roman von Robert Schneider ist meiner Meinung nach besser als "Schlafes Bruder", auch wenn viele Begebenheiten der beiden Romane sich irgendwie ähneln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juni 2005 von Mareike
über geschmäcker lässt sich nicht streiten
die inhaltsangabe klang interessant. der anfang auch. ansonsten war die geschichte recht eigenartig. man muss schon so einen geschmack haben um es zu mögen. Lesen Sie weiter...
Am 28. März 2004 veröffentlicht
Wunderbar...nur das Ende...
Endlich wieder eines dieser Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann! Eine wunderschöne, grausame, brutale, liebevolle, detaillierte, .... Erzählung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2002 von Mag Stephan Rist
Warmherzig trotz kalter Realität
Robert Schneider beschreibt sehr warmherzig die kalte Welt in der Antonia und ihr Weggefährte, nach Ankunft in den Staaten, eine Zeit lang leben. Lesen Sie weiter...
Am 25. August 2001 veröffentlicht
Ach, gäbe es doch 0 Sterne...
Dies ist eines der erbärmlichsten, nein, dies ist das erbärmlichste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Am 9. August 2001 veröffentlicht
Keine Möglichkeit, auf Distanz zu gehen
Man kann Ereignisse, Schicksale, wie sie Anfang und Mitte des letzten Jahrhunderts viele Menschen ereilt haben, verschieden erzählen, wie die gelungenen und weniger gelungenen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2001 von B. Fitzky
Die Spache und Antonias Leben - ein Traum
Vorarlberg in den 20er Jahren - beschrieben in einer Sprache die ebenfalls aus dieser Zeit stammt! Dieser Stil, reich an Facetten, hervorgekramt aus den scheinbar ältesten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juni 2001 von "batcat6"
Vom Weg abgekommen?
Auch diesmal läößt Schneider die Abenteuer im Kopf entstehn, doch scheint er vom Weg der Geradliniegkeit abzukommen. Lesen Sie weiter...
Am 30. Januar 2001 veröffentlicht
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