»Das exzentrische, im Original 1994 erschienene Werk widersetzt sich dem Mainstreamgeschmack. [...] eine unheimliche, schwer zu fassende Atmosphäre durchwirkt alles wie einen surrealen Traum [...] dieses verstörende, dunkle Juwel [braucht] den Vergleich mit Edgar Allan Poe oder gar mit zeitgenössischen Horrorfilmen nicht zu scheuen.« --Pascal Fischer, NDR Kultur, 06.08. 2010
»[...] die Handschrift eines außergewöhnlichen Autors [ist] [...] spürbar — sei es im ambitiösen Entwurf, der Metaphysik und Erdenschwere, Surreales mit exakt Beobachtetem verschränken will, sei es in der Präzision und dem Farbenreichtum der Sprache, die das Übersetzerteam geschmeidig und elegant ins Deutsche gebracht hat. [...] Auch die Architektur des Romans – das Ineinandergreifen der Handlungsebenen, die Steigerungen und Dénouements — [sind] insgesamt [...] gekonnt entworfen […]. Die zaudernde Zuneigung des Schuldirektors zu der hübschen Lehrerin, das fürchterliche Irrgehen von deren Liebe, die diskret gesähten Blumen des Bösen, die am Wegesrand der Erzählung aufblühen, vermögen ebenso in Bann zu ziehen wie Momente abgründiger Tiefe […].« --Angela Schader, Neue Züricher Zeitung, 12.10.2010
»...die diskret gesäten Blumen des Bösen, die am Wegrand der Erzählung aufblühen, vermögen ebenso in Bann zu ziehen wie Momente abgründiger Tiefe ...Ein Moment, möchte man denken, da in der frostigen Weite Kanadas eine literarische Stimme zu sich kommt.« --Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 12. Oktober 2010
» Die Übersetzer, die den nicht leicht anmutenden Text stimmig und inspiriert ins Deutsche brachten, haben einen gewichtigen Anteil daran, dass man sich bestens unterhalten fühlt. Man folgt einer im Grunde düsteren, überwiegend surrealen Geschichte wie im eigenen Traum: mit der inneren Überzeugung, dass hier, bis zum Aufwachen, alles seine unbedingte Richtigkeit hat. « --Thomas Laux, Frankfurter Rundschau, 21. November 2010
»Dem Genuss der Lektüre tut es keinen Abbruch, sofern man bereit ist, sich auf etwas ganz und gar Neues und Ungewohntes einzulassen, auf einen Autor, der gewohnte und gewöhnliche Leseerwartungen radikal unterläuft und den Leser mit kräftigen Bildern und einer absolut eigenwilligen Sprache überrascht.« --Martin Gaiser, Radiofree FM, 14. Januar 2011
»Neben Schuld und Sühne, spielen in Die unbefleckte Empfängnis unter anderem Tod, Liebe, Sexualität, die Macht der Erinnerung, Kindheit und gesellschaftliche Zwänge eine große Rolle, verkörpert in einer Reihe sonderbarer Figuren, von denen keine durchweg sympathisch erscheint, deren Schicksal, Sehnsüchte und Eigentümlichkeiten sie jedoch hochgradig interessant machen.« --Wortlandschaften, 9. März 2011
»Gerade in der spröden Verschlossenheit dieser Welt liegt ihr Reiz.« --Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. April 2011
»Zu empfehlen.« --Manuela Schwärzler, Bibliotheksnachrichten, Sommer 2011
"Die Unbefleckte Empfängnis", bislang in mehr als 20 Sprachen übersetzt, ist ein Meisterwerk der Irritation. Soucy entwirft vor dem Hintergrund einer mitreißenden Geschichte ein Universum an seltsamen Gestalten und Physiognomien und beweist, dass er zu Recht zu den eigenwilligsten und wichtigsten französischsprachigen Autoren Kanadas zählt."Da das Schicksal sich listigerweise unscheinbar kleidet, begann alles mit einem Abendspaziergang, der allen vorigen zu gleichen schien." Remouald Tremblay, ein hünenhafter Mann mit dem Lächeln eines Esels, führt ein von Routine bestimmtes Leben als Bankangestellter und opfert jede freie Minute der Pflege seines
tyrannischen gelähmten Vaters. Das ändert sich, als er in der Ruine einer vom Feuer zerstörten Kneipe einen Gegenstand entdeckt und einsteckt. Was von nun an passiert, gerät mehr und mehr außer Kontrolle.