3 Jahre lang war Nick Pope UFO-Beauftragter des britischen Verteidigungsministeriums (die Abteilung wurde allerdings im letzten Jahr geschlossen, die Akten veröffentlicht) und berichtet in diesem Buch von seiner Arbeit.
Im Grunde besteht das Buch aus zwei Teilen, zum einen der Schilderung und Fallwiedergabe seiner Arbeit im Verteidigungsministerium und zum anderen in der Rezitierung bekannter UFO-Fälle, von Roswell bis hin zu der UFO-Welle 1989/90 über Belgien.
Diese beiden Teile sind von unterschiedlicher Qualität und sollen hier deshalb kurz getrennt besprochen werden:
Wiedergabe "bekannter" UFO-Fälle:
Diese Abschnitte sind häufig relativ undifferenziert in ihrer Darstellung (kritische Anmerkungen etwa zu Rosewell, fehlen gänzlich) und für den Leser der sich mit der Materie auskennt, gibt es hier nichts Neues zu entdecken.
Zum Teil kommt es auch zu merkwürdigen Fehlern, von denen ich leider nicht sagen kann, ob sie dem Original entstammen oder Übersetzungsbedingt sind, etwa wenn es heißt "der Archäologe Erich von Däniken".
Insgesamt sind diese Abschnitte doch recht schwach.
Schilderung der eigenen Arbeit:
Diese Abschnitte hingegen sind sehr interessant. Zum einen wird hier ein Einblick in die Arbeitsweise und Beweggründe der damaligen UFO-Untersuchungen des britischen Verteidigungsministeriums gegeben - hoffentlich auch mit der Wirkung den vielen Verschwörungstheorien um Regierungsvertuschungen etwas entgegen zu wirken, zum anderen werden hier Fälle aus den Akten selbst, und das durchaus differenziert ausgewählt, wiedergegeben. Diese Fälle waren vorher in der Literatur unbekannt, außerdem schafft Pope es, durch die Auswahl der Fälle und die dazu gehörigen Erläuterungen, dem Leser auch einiges über natürliche Stimuli zu vermitteln, die manchmal zu UFO-Sichtungen führen, obwohl in den meisten Fällen ganz banale Ursachen dahinter stecken.
Dass Pope der persönlichen Meinung ist, dass es ein durch Außerirdische verursachtes UFO-Phänomen gibt, daraus hat er nie einen Hehl gemacht, und obwohl er sich manmal in beschwörerischen Formulierungen verliert und hier und da allzu unkritisch an manch einen Fall herangeht, ist im doch ein lesenswertes Buch gelungen.