Der Erzähler reist nach Turin, wo sein Freund Rudolf, Philosoph, Dichter und noch so einiges, durch Selbstmord aus dem Leben geschieden ist. Kern der Geschichte: Der Freund, zum Nachlassverwalter bestellt, sieht die gesammelten Unterlagen durch und entdeckt die Leben seines Freundes und einiges über sich. Eingeflochten: Literaturbetriebliches.Ein gutes Sujet, wenn auch nicht ganz neu, aber was hat der sympathische Michael Krüger draus gemacht? Ein sehr komisches Buch, schreibt der Top-50- Kritiker hier, Carl-Heinrichbock, der sich vielleicht erst mal mit Grammatik und dem Sinn von Sprache beschäftigen sollte (ein Mensch, der " Krebs krank " so schreibt, hat kein Gespür für Sprache). Nein, es ist ein finsteres Buch, nicht einmal, wenn Rudolfs komischer Zoo auf seiner Dachterrasse geschildert wird, kommt so etwas wie Leichtigkeit auf. Es ist alles zu bemüht, die vielen "Als wenn - Vergleiche" tun ein Übriges. Wenn etwas finster ist, dann gleich stockfinster. Warum nur um Himmels willen passieren einem so begabten Menschen wie Michael Krüger solche verallgemeinernden Sätze wie: "Bald hatte ich mich wieder durch die verzweifelt Rauchenden in ihren Bademänteln gezwängt"? Warum denn verzweifelt? Und gleich alle? Und alle in Bademänteln?
Lange habe ich überlegt, was mich an diesem Buch besonders stört, bis ich draufgekommen bin: Der Autor versucht an den falschen Stellen bedeutsam zu sein.
Am Ende entdeckt der Freund Rudolfs Bauplan für den endgültigen Roman über die BRD, den er nun herausgeben soll oder auch nicht. Und? Leider nicht mehr. Ein Roman, der mich an keiner Stelle gepackt hat, weder von der Sprache her, noch vom Inhalt.