6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochinteressant, 18. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Tulpenkönigin (Taschenbuch)
Dass den Autoren historischer Romane immer noch was neues einfällt, erstaunt mich immer wieder, denn es gibt doch wirklich unendlich viele Romane auf dem Markt, und all die -in-Titel machen manchmal geradezu müde. Aber dieses Buch hat mich positiv überrascht: Eine Liebesgeschichte mit einer starken aber authentischen Frau nach bewährtem Strickmuster, dazu der Handlungsort Niederlande und die kuriose Tulpenmanie, Tulpen wertvoller als Gold, Tulpenzwiebeln als Verlobungsgaben, Tulpen, die über Leben und Tod entscheiden. Und damit ist ein wunderbarer Roman entstanden, der ruhig ein paar hundert Seiten länger hätte sein können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreißende Geschichte vor historischem Hintergrund, 23. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Tulpenkönigin (Taschenbuch)
Der Roman um die Tulpenkönigin spielt in dem fiktiven Ort Bruikelaar im Jahre 1634. Er handelt von dem beginnenden Tulpenhandel in Holland. Die Zeitspanne der Erzählung umfasst genau ein Jahr. Die Hauptperson dabei ist die verwaiste 19-jährige Mareikje Hoorn. Sie lebt zusammen mit den Bediensteten Rieke und Henk auf ihrem Hof. Doch in ihrem Alter sollte sie sich auch Gedanken um einen potentiellen Ehemann machen. Da stehen gleich drei zur Auswahl. Zum einen gibt es den temperamentvollen, jedoch auch aggressiven Pitt, den eher zurückhaltenden, schüchternen Antonius und den erheblich älteren Maler Wim. Letzteren hat Mareikje so ins Herz geschlossen, dass sie sich ihm anbietet. Als er ablehnt, flüchtet sie für einige Tage mit Antonius nach Gouda. Für den Leser gut nachvollziehbar wird beschrieben, welche Gefühle und Überlegungen sich bei Mareikje abwechseln.
In der Zwischenzeit findet Rieke 60 Zwiebeln aus einem Nachlass auf dem Dachboden. Fast hätte sie davon eine Suppe gekocht, entschließt sich aber doch, einige im Garten einzupflanzen. Sie ist sehr überrascht, als sich einige Tage später die Blätter der kostbaren Tulipane aus dem Boden schieben. Durch den beginnenden Tulpenwahn erzielt eine einzelne Pflanze eine hohe Summe an Gulden. Mareikje ist nun die reichste Frau des Dorfes und entwickelt sich zur geschickten Händlerin. Der Schritt nach Amsterdam ist nunmehr zwangsläufig, zumal auch Wim dort sein berufliches Glück probiert.
Der Roman beinhaltet viele historische Informationen über den beginnenden Tulpenhandel der Niederlande im 17. Jahrhundert. Das Autorenteam weckt durch gute Recherche Interesse für ein relativ unbekanntes Thema und bietet damit einen leichten Einstieg. Unterhaltsam und im flüssigen Schreibstil werden die damaligen Lebensgewohnheiten und -umstände der Bevölkerung dargestellt, die ihrer Zeit weit voraus waren. So erfährt man beispielsweise vom Handel mit Optionsscheinen bei den Auktionen und der bereits damals sehr emanzipierten Stellung der Frau in der Gesellschaft. Besonders gefreut hat mich das offene Ende, das eine Fortsetzung vermuten lässt. Nach 353 Seiten fiel es mir nämlich sehr schwer, mich gedanklich aus Bruikelaar zu lösen und in das 21. Jahrhundert zurückzukehren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschönes Buch!, 24. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Tulpenkönigin (Taschenbuch)
Ich freue mich, zu diesem schönen Roman die erste Rezension schreiben zu können. "Die Tulpenkönigin" hat mich auf einer langen Zugreise bestens unterhalten. Gleich auf der ersten Seite wird man durch die stimmigen Beschreibungen der Schauplätze und die minutiös geschilderten Sitten und Gebräuche mitten in das Geschehen hineingezogen. Man meint förmlich, sich im Holland des siebzehnten Jahrhunderts zu befinden. Zudem sind die Figuren bis in die kleinste Nebenrolle so warmherzig und detailfreudig dargestellt, dass sie einem bald wie liebe Bekannte vorkommen, von denen man sich am Ende kaum trennen mag. Der unglaublich interessante geschichtliche Aufriss des in jener Zeit grassierenden "Tulpenwahns" erschließt dem Leser spannende Einblicke in bis dato wenig bekannte Ereignisse. Dieses Buch werde ich sicherlich noch mehrmals kaufen und an gute Freunde verschenken!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein