41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erfolgsrezept für epische Fantasy, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Trolle (Taschenbuch)
„Die Trolle“ erzählen – anders als der Titel zunächst vermuten lässt – hauptsächlich die Geschichte eines Menschen; und zwar die des jungen Rebellen Sten, der in seinem Land Wlachkis gegen einen grausamen Thronräuber kämpft, und dabei eher unfreiwillig auf die Hilfe der bösartigen und gewalttätigen Trolle zurückgreifen muss.
Der Autor beschreibt eine Welt, die an ein mittelalterliches Osteuropa erinnert, und die „Rückständigkeit“ der Protagonisten wird süffisant durch die Augen eines Reisenden aus dem hochentwickelten Imperium kommentiert. Die Geschichte beinhaltet die klassischen Fantasy- Themen: Kampf gegen Unterdrückung, Freundschaft, Liebe, Verrat und eine finstere Bedrohung aus uralter Zeit, schafft es aber, dies in einem neuen Gewand spannend und unterhaltsam zu präsentieren. Trotz des beachtlichen Umfangs der „Trolle“ hat das Buch nur wenige Längen. Das mag daran liegen, dass es eine Vielzahl menschlicher und nichtmenschlicher Charaktere gibt, die einem schnell ans Herz wachsen, und an der leichtgängigen Erzählweise. Insgesamt wird hier ein epischer Plot mit viel Action und einer Prise Humor serviert. Kleine Schwächen seien da gern verziehen: fünf Sterne von mir.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fantastisches Buch, 19. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Trolle (Taschenbuch)
Der mir bisher unbekannte Autor Christoph Hardebusch legt mit den Trollen einen spannenden, mitreissenden Roman vor, der sich hinter anderen Fantasyromanen nicht zu verstecken braucht.
Aus einer einfachen Grundidee entwickelt sich ein interessantes und intelligentes Muster, das von der ersten Seite an fesselt.
Ein unterdrücktes Volk kämpft gegen einen grausamen Herrscher. Jedoch wird diese Rebellion Stück für Stück zurückgedrängt. Mitten in diese explosive Situation hinein werden die Trolle geworfen. Dieses lange Zeit verborgene Volk entwickelt sich zu einem Joker im Krieg.
Der Untergrundkämpfer Sten wird von seinen Feinden gefangen genommen, und zum Tode verurteilt. Jedoch wird er von einer kleinen Gruppe Trolle gerettet. Die hässlichen, verfemten Wesen benötigen Hilfe und so spinnt sich ein Band der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen Mensch und Trollen.
Gleichzeitig versuchen andere Menschen innerhalb des Landes ihr Leben zu meistern. Doch der scheinbar ewige Krieg holt sie ein und zerstört all ihre Hoffnungen.
Dazu kommen Nebencharaktere, deren Bedeutung und Intention man zunächst nicht erahnen kann, die sich jedoch im Laufe der Handlung zu immer zentraleren Handlungsträgern entwickeln.
Am Ende löst das Auftauchen der Trolle eine unaufhaltsame Entwicklung aus, die sich zu einem fulminanten Ende steigert. Es beginnt einfach, gewinnt jedoch immer mehr an Komplexität.
Gefallen hat mir die Zeit, die sich für Darstellung und Entwicklung der Charaktere, aber auch der Welt genommen wird. Man erfährt viel über Land und Leute, über Trolle, Wlachaken und Masriden. Ja sogar über Zwerge.
Dieses Buch beinhaltet glaubwürdige, interessante Charaktere, deren Schicksal einen als Leser richtig mitfiebern lässt. Dazu eine stimmige, passende Welt, deren Aufbau man Stück für Stück erlebt. Die Charaktere machen bis zum Ende hin eine Entwicklung durch, die in vielen Fantasybüchern einfach fehlt.
All dies schafft einen grpßartigen Lesespaß, aber noch viel mehr. Denn es werden spannende Fragen aufgeworfen, die den Leser auch nach Beendigung des Buches noch beschäftigen. Die Helden sind keine eindimensionalen Haudraufs, sondern vielschichtige Charaktere, die sich vielfältigen Gefahren stellen müssen, dabei aber ihre eigene Menschlichkeit nicht verlieren dürfen. Mir stellten sich beim Lesen immer wieder die Fragen: Wie weit würde man selbst gehen? Wo wäre die Grenze?
Meiner Meinung nach sticht das Buch deshalb aus der Masse der Fantasy heraus. Keine sinnfreie Action und keine flachen Charaktere. Dieses Buch verlangt vom Leser ein wenig Schmalz zwischen den Ohren, denn es fordert zum Nachdenken heraus. Damit hebt es sich wohltuend von reinen Actionbüchern ab, die ja in der Fantasy einen großen Anteil haben.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ausgesprochen Gut!, 16. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Trolle (Taschenbuch)
"Die Trolle" von Christoph Hardebusch zählt definitiv zu den herausragenden Werken der umfassenden Buchreihe zu den verschiedenen Fantasyvölkern ("Die Zwerge/Elfen/Orks/...").
Der inhaltliche Aufbau ist gut gelungen, so gibt es kaum "Durststrecken" und die Spannung bleibt bis zum Schluss hin erhalten; der Schreibstil des Autors ist, obwohl sehr
detailliert, hervorragend lesbar. Ein besonderes Lob gilt der geschickten Erzählweise: die gesamte Handlung wird aus der Sicht der Menschen bzw. Stellenweise der der Zwerge geschildert, was die Identifizierung mit den Hauptcharakteren erheblich erleichtert, wobei auch die Trolle selbstverständlich nicht zu kurz kommen. Zudem behalten diese stets ihre rauen
Charakterzüge, sowie andere Charakteristika bei, was sie durchweg "glaubhaft" erscheiden lässt.
Wirklich ausgesprochen lesenswert!
Ps: Eben diese oben genannten Dinge lassen vor allem "Die Orks" von Stan Nicholls vermissen, die im Laufe der Geschichte aufgrund ihrer teils akademischen Ausdrucksweise und ihres extrem menschenähnlichen Charakters einzig und allein durch die Tatsache, dass sie allenthalben als "Orks" bezeichnet werden, von Menschen zu unterscheiden sind.
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