Die Erdölvorkommen sind so gut wie erschöpft, die Erde kurz davor sich abzukühlen, als man im Urwald eine rettende Entdeckung macht: Triffids - große, fleischfressende, mobile Pflanzen mit einem auch für Menschen tödlichen Giftstachel, deren Säfte jedoch als Erdölersatz genutzt werden können.
Der Biologe Bill Masen erforscht seit Jahren die Triffids, die seine Mutter (ebenfalls Biologin) getötet haben. Masen vermutet, dass sie empfindungsfähige, intelligente Wesen sind.
Ein Jahrhundertereignis steht der Welt bevor, eine ganz besonders leuchtende Aurora soll den Himmel des Nachts erleuchten, und gerade zu diesem Zeitpunkt liegt Bill Mason im Krankenhaus, nachdem ein junger Triffid ihn ins Auge gestochen hat. Dieser Unfall soll sich zu einem großen Glücksfall für Bill entwickeln, denn all jene, die sich das astronomische Spektakel anschauen, erblinden. Die Folgen sind katastrophal. Der Strom fällt aus, Chaos bricht aus und die Triffids brechen aus den Hochsicherheitsanlagen aus und machen Jagd auf die erblindeten Menschen.
Die Handlung mag aus heutiger Sicht suspekt, ja sogar lächerlich erscheinen. Massenerblindung nach kosmischem Spektakel. Genmanipulierte Killerpflanzen und vor allem Erdabkühlung. Das war jedoch der Stand der Wissenschaft der 50er Jahre, aus der diese Geschichte stammt, die 1951 von John Wyndham veröffentlicht wurde.
Die Triffids /
THE DAY OF THE TRIFFIDS gilt als eine der besten Sci-Fi Horror Geschichten und Arthur C. Clarke lobte sie als seine unsterbliche Geschichte, die bis in die heutigen Tage immer wieder neu aufgelegt wird. 1953, also erst 2 Jahre nach Erscheinen dieses Buches wurde die Struktur der DNA von James Watson und Francis Crick entschlüsselt, man wusste also gerade, dass es Erbinformationen gibt und man diese manipulieren kann. Daraus ließen sich wunderbare Horrorszenarien erschaffen, die leider bis heute nachklingen.
Auch wenn diese Geschichte ein Sci-Fi Horror Klassiker der 50er Jahre ist, so trifft sie doch leider nicht mehr den Zeitgeschmack und man kann Arthur C. Clarks Meinung nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen. Noch verschlimmert wird das Ganze, indem die Handlung in dieser Verfilmung in die heutige Zeit mit den heutigen wissenschaftlichen Stand transportiert wird, was sie einfach nur noch abstrus wirken lässt, da der Zuschauer von heute einfach eine ganz andere wissenschaftliche Vorbildung hat. Da mag die Umsetzung noch so Vorlagengetreu sein (was ich leider nicht beruteilen kann, da ich das Buch nicht kenne), ohne das Hintergrundwissen um die Entstehungsgeschichte und die damals in der Sci-Fi übliche sozialkritische Botschaft des als Vorlage dienenden Romans, geht die Verfilmung ganz böse nach hinten los, wirkt einfach nur peinlich bis lächerlich und kann sich einreihen unter Killertomaten und Konsorten, dabei wurde der Stoff bereits mehrfach verfilmt. Das erste Mal in den 60er Jahren
The Day of the Triffids [UK Import] und später noch einmal in den 80er Jahren als Miniserie
Day of The Triffids TV - Series (1981) [UK Import] umgesetzt und laut IMDB ist eine weitere Verfilmung für 2013 geplant.
Fazit: 60 Jahre zu spät verfilmt.