Ich habe dieses Buch gerade beendet und muss sagen, dass ich es sehr unterhaltend fand. Ich habe mich jeden Abend darauf gefreut zu erfahren, wie es wohl weitergeht, denn es lässt bis am Schluss alles offen. Dank der guten Beschreibung der Lebensumstände im alten Schottland fühlte man sich mit Anna in der Zeit zurückversetzt. Eine gute Geschichte, die ihr Potenzial ausgenutzt hat.
Ein Minuspunkt, bzw. einen grossen Fehler gibt es allerdings. Wer sich das Buch noch nicht genehmigt hat, sollte jetzt nicht weiterlesen...
Es scheint mir merkwürdig, dass noch niemandem aufgefallen zu sein scheint, dass der Autorin am Ende der Geschichte ein grosser Fehler unterlaufen ist. Zeitreise-Geschichten sind immer sehr komplex und bedürfen grosser Beachtung feinster Details. Leider hat die Autorin versäumt zu bemerken, dass als Anna das zweite Mal in die Vergangenheit gereist ist, sie eigentlich zweimal dort vorhanden war. Einmal mit Duncan im Schloss und einmal mit Helen am Kräuter sammeln. Die "frühere, nichtwissende" Anna ist irgendwie einfach nicht mehr da gewesen und die "spätere" Anna ist dann mit Duncan weggeritten, bevor die Häscher kamen. Damit Anna wieder zurückkommt, muss sie allerdings erst einmal in den See fallen, sehen wie Duncan "stirbt" und dann in ihre Zeit zurückfinden, um dann zu beschliessen, wieder zurückzureisen.
Ein Detail, dass mir sehr wichtig scheint. Dadurch hat gegen den Schluss etwas die Glaubwürdigkeit der Geschichte als Geschichte verloren.
Ansonsten aber kann ich diese Buch nur empfehlen.