Wer Möbius mag und bisher nichts anderes kannte, der sollte hier nicht zugreifen bzw. in das Album gar nicht reinschauen. Es ist allenfalls bemerkenswert, wie viele verschiedene Zeichner sich der Figur "Arzach" (oder wie auch immer sie dann heißt) angenommen haben und wie unterschiedlich die Umsetzungen sind. Wirklich verbessert wurde sie allerdings nicht, die meisten Interpretationen sind eher kitschige Abziehbilder als zeichnerische Glanzleistungen (überhaupt sind es wenige echte Zeichnungen - es überwiegen malerische Techniken (Kreide, Buntstift, Spray, Ölgemälde (sogar auf Leinwand))). Viele Bilder lassen den kommerziellen Hintergedanken der Produzenten vermuten, daß man ihr Werk auch als leckeres Titelbild für ein (wieder aufgelegtes) "Arzach"-Album nehmen (und also auch was verdienen) könnte. (Das gilt natürlich nicht für namhafte Comic-Künstler wie Will Eisner oder "MAD"-Zeichner Sergio Aragones, deren Stil man im Übrigen sofort erkennt.)
Gefallen haben mir aber trotzdem einige: Brian Bolland, Leo Durañona, Michael Wm. Kaluta, Joe Kubert, Kevin O'Neill, Michael Ploog, Craig Russell, William Stout, Timothy Truman, Gahan Wilson, Mike Zeck. ("Was? So viele? Und das Album lohnt sich nicht?" denkt jetzt der Leser dieser Rezension, der nicht weiß, daß diese Sammlung immerhin 50 Künstler beinhaltet.)