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Die Tränen meines Vaters: und andere Erzählungen
 
 
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Die Tränen meines Vaters: und andere Erzählungen [Gebundene Ausgabe]

John Updike , Maria Carlsson
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 3 (15. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349806889X
  • ISBN-13: 978-3498068899
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 87.268 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

«So frei, wie etwas nur sein kann» John Updikes letzte Erzählungen Von der Weltwirtschaftskrise der 30er bis zu den Nachwehen des elften September, vom ländlichen Alton bis ins ferne Indien spannt sich der Bogen eines ganzen Menschenlebens. In seinen nachgelassenen Erzählungen erweist John Updike sich ein letztes Mal und einmal mehr als «Meister der unangestrengten Bewegung» (Ian McEwan), als «ein Genie der Gegenwartsentschlüsselung in Geschichten» (Die Welt).

Über den Autor

Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging. Nach Rückkehr in die USA von 1955-1957 fest angestellt beim Magazin «The New Yorker». Danach verfasste er als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und einflussreiche literarische Kritiken. 1957 Umzug nach Ipswich im neuenglischen Massachusetts. 1964 Vortragsreisen durch die UdSSR, Rumänien, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Seit 1964 ist Updike Mitglied des National Institute of Arts and Letters. 1973 Fulbright-Lektor in Afrika. 1976 Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Auszeichnungen: Guggenheim Fellowship in Poetry für «The Carpendered Hen and Other Tame Creatures» (1959); Rosenthal Foundation Award des National Institute of Arts and Letters für «Das Fest am Abend» (1960); Pulitzer Price for Fiction für «Bessere Verhältnisse» (1982); Lincoln Literary Award (1983); Distinguished Pennsylvania Artist Award (1983); National Book Critics Circle Award for Criticism für «Amerikaner und andere Menschen» (1984); St. Louis Literary Award (1988); Bobst Award for Fiction (1988); National Medal of Arts (1989); Premio Scanno (1991); O'Henry Award für «A Sandstone Farmhouse» aus «The Afterlife and Other Stories» (1991); Common Wealth Award (1993); Conch Republic Prize for Literature (1993) Commandeur de l'ordre des arts et des lettres (1995); The Howells Medal from the Academy of Arts and Letters (1995). John Updike starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein gesamtes Werk ist auf Deutsch im Rowohlt Verlag und im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genial geschrieben 15. Februar 2011
Von sweethomegheim TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Als John Updike vor zwei Jahren starb, hinterließ er 18 Kurzgeschichten, die er in seinen letzten zehn Lebensjahren geschrieben hat.
Er erzählt scheinbar beiläufig und doch verbergen sich unter der Oberfläche des Alltäglichen Dramen, die uns allen geläufig sind: Der schmerzliche Umgang mit dem Altwerden und der Vergänglichkeit sowie die Reue über verpasste Gelegenheiten.
Das ist sehr anrührend geschrieben, macht sehr, sehr nachdenklich und ist höchst lesenswert!
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich seit Jahren meinen mittlerweile fast 86-jährigen Vater unterstütze und hier durchaus Parallelen sehe!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
John Updike beschreibt in der Erzählung, die dem Band den Titel gibt, wie ein Junge bei einem Abschied auf dem Bahnhof plötzlich sah, dass sein Vater Tränen in den Augen hatte.

18 Erzählungen des Anfang 2009 76-jährig verstorbenen Chronisten der weißen amerikanischen Mittelklasse. Die einen nennen ihn den Meister der unangestrengten Bewegung oder das Genie der Gegenwartentschlüsselung. Mag sein. Die 18 Erzählungen sind jedenfalls uneingeschränkt gut. Jede Erzählung ist in sich rund und geschlossen. Es sind Geschichten über Vorortleben und Fernreisen. Glänzende Erzählungen, die amerikanischen Lebenserfahrungen und Erinnerungen von der Zeit der Depression bis zu 9/11 widerspiegeln. Klassentreffen und Kindheitserinnerungen mit ihren fundamentalen, prägenden Ereignissen, bürgerliche, etwas komödiantisches Liebestechtelmechtel und exotische Reisen nach Marokko, Florida, Spanien, Italien und Indien werden in großartiger und charmanter Sprache geschildert. Da wird männliches Leben in Worte gesetzt.

Updike trieftet dabei nicht ab oder wird gar rührselig. Es sind vielmehr konsequent männliche Erzählungen. Es sind männliche Rückblicke auf gelebtes Leben. Es ist ein melancholischer unangestrengter Blick, dem allemal das Thema Abschied innewohnt. Deswegen ist es jedoch noch lange kein Altmännerbuch, sondern einfach nur gute, teils lakonische, teils banale Beschreibungen von Mittelschichtsmännern. Männern, die gewachsen sind und sich weiter entwickelt haben. Ihrem anfänglichen Sein untreu wurden, weil sie, meist aus armen Verhältnissen, ihrer Arbeit bei dem bisschen Aufstieg, der ihnen vergönnt ist, nachgingen.

Immer bleibt er durch seine Sprache gefällig und unangestrengt, eigentlich möchte man großartig sagen. Vor allem seine Sprache. Sätze, die man mehrmals liest, sich anstreichen und merken möchte, finden sich unzählig.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Reuter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wunderbare Geschichten sind dies, die John Updikes letztes Vermächtnis an die Welt darstellen. Bis auf die erste Geschichte MAROCCO sind alle diese 18 Geschichten in den letzten 10 Jahren entstanden. Ihnen allen ist der Abschied eingeschrieben, alle erzählen von gelebtem Leben. All die Entscheidungen, die Zufälligkeiten, Verletzungen, Freuden, Hoffnungen, Enttäuschungen - eine große Distanz nimmt ihnen den Schrecken, eröffnet die Möglichkeit zur Versöhnung mit dem eigenen Leben. Nicht selten kehrt der Erzähler dabei zu seinen Anfängen zurück, trifft auf Menschen seiner Kindheit, aus High-school-Tagen oder auf Frauen, die er damals als junges Mädchen vergöttert hat - und heute? Das Leben hat andere Wege eingeschlagen. Manchmal bestätigen sich die Entscheidungen, manchmal zeigen die Entscheidungen dem Erzähler, wer er war und wer er geblieben ist. Somit geht es immer auch um die Freiheit des Menschen - die Freiheit sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, Entscheidungen zu treffen, sich zu lösen, Bindungen einzugehen. So begegnet der Erzähler in der Geschichte FREI endlich seiner wahren Jugendliebe, nachdem diese mehrere Ehen hinter sich hat und er mit Witwer seiner einzigen Frau ist. Eine Begegnung wird langwierig geplant und eingefädelt - nur um zu erkennen, dass ihn mit dieser Frau rein gar nichts verbindet und er auch frei ist, die vermeintliche Erfüllung seines Lebenstraums auszuschlagen. Er verlässt das Treffen und übernachtet in der Lieblingsunterkunft seiner verstorbenen Gattin.
In der Geschichte PERSÖNLICHE ARCHÄOLOGIE verbindet sich auf bewegende Weise die Geschichte eines Landhauses in New England - und damit ein Teil der amerikanischen Sozialgeschichte - mit der persönlichen Geschichte des Erzählers. Craig Martin hat ein riesiges altes Landgut erworben. Auf seinen Wanderungen durch die Parks, die zum Anwesen gehören, findet er immer wieder Überbleibsel der früheren Besitzer. Archäologische Fundstücke, die ihm Aufschluss über die Eigenheiten, den Stand, ja die gesamte Geschichte dieser Vorbesitzer geben. Er verbindet sie alle mit einer bestimmten Ära des Landes - bis er eine Tages Golfbälle findet, die er selber vor Urzeiten, als er das Anwesen erwarb, in den Wald geschlagen hatte - damals noch in der Hoffnung selber ein statthafter Golfer zu werden. Die Bälle markieren den Anfang seiner eigenen Ära, aber er steht am Ende seines Lebens.
Diese Geschichten sind alle berührend und mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und Unaufdringlichkeit erzählt. Es handelt sich zweifellos um die Kunst eines großen Erzählers.

Thomas Reuter
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