Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Actionreiches, empfehlenswertes Debüt, 24. Oktober 2008
Die Totenwächterin" ist Helene Henkes Debütroman. Er besticht nicht nur durch actionreiche Szenen, sondern auch durch den gewählten Schauplatz, dem deutschen Ort Krinvelde und dessen Kino, dem Aurodom. Ein Kino, das jeder aus dem täglichen Leben kennt. Die Beschreibungen von Orten und Personen sind so realistisch gewählt, dass der Leser glaubt, so könnte sich tatsächlich diese Geschichte ereignet haben bzw. in der Zukunft ereignen. Auch die Themen, wie der legalisierte Vampirismus und der Schönheitswahn sind gut gewählt und treffen den Zeitgeist.
Der Roman beginnt eher gemächlich, doch von Kapitel zu Kapitel steigert die Autorin das Tempo, und die Szenen werden zunehmend spannender. Helene Henke hat sich nicht gescheut, auch bei den Beschreibungen von Opfern ins Detail zu gehen, sodass manch blutige Szene plastisch vor Augen steht und dem Leser Schauer über den Rücken jagt.
Die Charaktere der Hauptprotagonisten Rudger und Leyla gewinnen im Verlauf des Romans an Sympathie, wenngleich Leyla gegen den charismatischen Rudger ein wenig blass und steif erscheint. Ebenso interessant wie schillernd erscheint auch die Antagonistin Fjodora. Sie ist bösartig und tyrannisch, ihr Geschlecht nicht bestimmbar. Mit ihrer Schuppenhaut erinnert sie an die Schlange im Paradies.
Helene Henke ist es sehr gut gelungen, den Leser mit einer temporeichen Geschichte in ihren Bann zu ziehen, dass man gern über manche Wortwiederholungen hinweg liest.
(cor)
Der Lesetipp von Lady`s Lit
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Deutschland im Umbruch - Endlich wird Vampirismus legalisiert!", 3. September 2008
Krinfelde - irgendwo in Deutschland?
Nicht irgendwo, sondern mittendrin fühlt man sich bei Helene Henkes Debütroman "Die Totenwächterin" aufgehoben...
In diesem ersten Teil der Serie "Das Rote Palais" sieht man sich auch mittendrin im bald legalisierten Vampirismus in Deutschland und bewegt sich mit Detektivin Leyla Barth auf spannenden und gefährlichen Pfaden zwischen sowohl dubiosen Menschen als auch liebenswerten Vampiren und anderen unheimlichen Gestalten.
Mit einer Mischung aus einer gesunden Portion Spannung, Action, Erotik, Witz, sehr guter Recherche und Liebe fürs Detail schafft Helene Henke es, den Leser auf eine kurzweilige Reise durch Krinfelde zu nehmen - eine Stadt mitten unter uns.
Leyla Barth, eine symphatische Heldin mit Ecken und Kanten, führt uns durch die Welt der Vampire und lehrt uns, diese Wesen zu verstehen und steht im übertragenden Sinne als sozialkritisches Symbol dafür, dass ein Miteinander mit "Randgruppen" möglich ist.
Helene Henke schafft es, dass ich meine Stadt nun mit anderen Augen sehe und ich mich beim Überqueren des Hauptbahnhofes bei Nacht immer in Leylas Krinfelde sehe und ich weiß, dass Leyla und Rudger sich oben über dem Kino meiner Heimatstadt bis zum Morgengrauen lieben...
Ich warte gespannt auf die nächsten Teile!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungenes Debüt über Schein, Sein und Toleranz, 2. September 2008
Der engl. Schriftsteller u. Karikaturist William Makepeace Thackeray (1811-63) hat einmal gesagt:" Die beiden anziehendsten Möglichkeiten eines Schriftstellers sind, Neues in einem vertrauten Licht und Vertrautes in einem neuen Licht zu zeigen."
Beides trifft wunderbar auf das Debüt von Helene Henke zu, die mit dem ersten Teil "Die Totenwächterin" ihre Vampir-Trilogie "Das Rote Palais" eröffnet.
Der Schauplatz des Geschehens ist nicht, wie sonst in klischeebeladenen Geschichten über die untoten Wesen, in einer besonders romantischen Gegend angesiedelt, oder spielt gar in einer von Fledermäusen beherrschten, gruselig düsteren "Burgoptik", sondern liegt mitten unter uns, im modernen Deutschland; um genauer zu sein, in Krinfelde.
Die dort als Detektivin arbeitende junge Frau Leyla Barth, nimmt in dieser realitätsnahen Umgebung nur Fälle entgegen, die dem besonderen Umstand der Legalisierung von Vampirismus zugeordnet werden können. Menschen mit Problemen, die aus dem noch nicht völlig geregelten Zusammenleben zwischen Homo Sapiens und den Untoten Blutsaugern resultieren, kommen zu ihr und bitten sie um Hilfe.
Einer gänzlich anderen Situation sieht sich gegenübergestellt, als plötzlich Vampirmorde begangen werden und sich ihre Wege mit dem in Krinfelde herrschenden Meistervampir im dort ansässigen und mysteriös erscheinenden Kino "Aurodom" kreuzen und ihre Ermittlungen verschiedene Gruppierungen auf den Plan rufen, denen die bevorstehende Legalisierung mal mehr und mal weniger recht ist...
Das besondere an dieser Geschichte ist, dass dies nicht nur einfach ein Kampf zwischen Gut und Böse ist, sondern ausführlich auf die sozialen Aspekte dieser beiden Parallelgesellschaften eingegangen wird, was dem Roman eine signifikante und eigenständige Note verleiht. Ein Kino als Dreh- und Angelpunkt dieser fantastischen Geschichte zu benutzen, ist dabei sehr konsequent, stellt dieser Ort des Amüsements doch in der heutigen Zeit eine Flucht vor der Alltagswelt und Realität bzw der eigenen Sorgen und Nöte dar. Dass dort die Fäden beider Lebensweisen aufeinandertreffen, ist interessant und bietet viel Raum zur Interpretation, was die Beweggründe und die Psyche der Menschen auf der einen und die der Untoten auf der anderen Seite betrifft.
Es ist ein moderner Roman, was bereits der Schauplatz der Geschichte verrät und so lernen wir in dieser fiktiven Welt die verschiedensten Individuen kennen, die auf den ersten Blick teilweise völlig anders sind, als es sich später entwickelt und uns unter anderem aufzeigt, Menschen nicht nach ihrer Lebensweise vor zu verurteilen, oder sie zu meiden, nur weil sie anders sind. Schablonenhaftes Denken ist nie der richtige Weg, was im "Roten Palais" sehr schön bewiesen wird.
Spannend, wendungsreich und mit sehr viel Liebe zum Detail nimmt uns Helene Henke mit auf ihre fantastische Reise in eine Welt voller Gefahren, dreckigen Orten, Scheinwelten und dem Hoffnungsschimmer der Liebe, verliert dabei aber nie den Bezug zur Realität aus den Augen, was das Ganze noch intensiver wirken lässt; etwas womit man sich identifizieren kann. Man sieht förmlich die Umgebung vor sich und bewegt sich in dieser Welt, als wäre man selbst ein Teil von ihr.
Prägnant formuliert, lässt sie ihre Protagonisten und Antagonisten auftreten, aufeinanderprallen und sich entwickeln, wodurch das ganze Universum erst mit der Zeit greifbar und die Spannung stets aufrecht erhalten wird.
Ein gelungenes Schriftsteller-Debüt einer jungen, ehrgeizigen Frau mit einer glänzenden Fantasie, die uns hoffentlich noch lange an dieser Teil haben lässt.
Ich freue mich sehr, Leyla Barth auch noch in 2 weiteren Sequels begleiten zu dürfen!
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