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Die Tote im See [Sondereinband]

Raymond Chandler , Hellmuth Karasek
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Sondereinband: 272 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 23., Aufl. (24. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325720311X
  • ISBN-13: 978-3257203110
  • Originaltitel: The Lady in the Lake
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 182.154 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Raymond Chandler (1888-1959) begann seine Schriftstellerlaufbahn 1908 in London als "Dichter", entschloß sich dann aber, lieber ein guter Krimi- und Drehbuchautor in Hollywood als ein mittelmäßiger Poet zu werden. In seinen "detective stories" und Kriminalromanen setzte Chandler durch sein hochentwickeltes Formbewußtsein und das beständige Feilen an Stil, Dialog und Charakterzeichnung Maßstäbe. So formte sich bei ihm, in seiner sarkastisch-pointierten Schreibweise, der Krimiplot zu einem kritischen Gesellschaftsbild Amerikas in den 30er Jahren.Hellmuth Karasek, Herausgeber des Berliner "Tagesspiegel", nachdem er über 20 Jahre im "Spiegel" für Kulturberichte und Kritik verantwortlich war und seit 13 Jahren mit Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler im "Literarischen Quartett" über Bücher streitfreudig diskutiert. Er schrieb zahlreiche Theaterstücke (und zwar Komödien), Biographien und Romane.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Chandler-Krimi! 8. Mai 2003
Format:Sondereinband
In diesem Krimi aus den Forties von Raymond Chandler wird Privatdetektiv Philip Marlowe von einem steinreichen älteren Herren beauftragt dessen junge und hübsche Ehefrau, die seit geraumer Zeit verschwunden ist, ausfindig zu machen. Nach ungewohnt kurzer Recherche findet Marlowe diese in einem See in der nähe von ein paar Ferienwohnungen hoch oben in den Rocky Mountains. Aber ist die Wasserleiche wirklich die Gesuchte...? Dieser Chandler ist meiner Meinung nach von all seinen Romanen der, den man am ehesten Krimi nennen darf! Von den sieben Marlowe-Romanen ist dies nach chronologischer Reihenfolge der Vierte. Chandler überzeugt durch seinen gewohnt lakonisch-ironischen Erzählstil und zeigt einmal mehr, warum er zu den wichtigsten Kriminalschriftstellern aller Zeiten gehört. Wenn ich alle Marlowe-Romane beurteilen müsste, so würde Die Tote im See zusammen mit Der grosse Schlaf(Chandlers erster Krimi aus dem Jahr 1939) den ersten Platz belegen, denn Chandler schafft es hier die Spannung schon auf den ersten Seiten aufzubauen und bis zur letzten Seite zu halten! Dieser Krimi eignet sich perfekt für lange Winterabende vor dem Kaminfeuer, denn dort kann man am besten die anspruchsvolle und intelligente Prosa von Raymond Chandler geniessen, zusammen mit einem Glas guten Rotwein! Ausserdem ist jeder Marlowe-Krimi in der heutigen Zeit eine richtige Wohltat, vorallem wenn man keine Lust mehr hat auf Big Brother und Wer wird Superstar!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kammerspiel in freier Natur 21. Januar 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Sondereinband
Diesmal ist es nicht das Dickicht der Großstadt, in dem Marlowe nach dem Mörder sucht, sondern ein einsames Idyll auf dem Lande. Drei Ferienhäuser, ein Hausmeister mit seiner Frau und ein See mit einem Damm und einem Anlegesteg bilden den wichtigsten Schauplatz eines Mordfalls, der von Marlowe geklärt werden muss. Außerdem gibt es da noch die verschwundene Frau eines Geschäftsmanns, sowie einen merkwürdigen Arzt, der über gute Verbindungen zur Polizei von Bay City zu verfügen scheint. Und wie immer bei Chandler tauchen mit der Zeit weitere Leichen auf.

Aus meiner Sicht hat "Die Tote im See" vielleicht die stärkste Kriminalstory aller Romane von Chandler. Die Morde und die Motivationen der Mörder sind bis ins Detail durchkonstruiert und werden am Schluss durch Marlowe auch bis ins Detail erläutert. Die Lösung des Falls ist elegant einfach. Teile ahnt man während des Lesens, aber das Gesamtbild bleibt verborgen bis zum Schluss, so dass die Spannung bis zur letzten Seite erhalten bleibt. Es gibt ein bisschen mehr Gewalt als in den anderen Romanen von Chandler, vielleicht auch weil im Hintergrund immer wieder vom 2. Weltkrieg die Rede ist, und so erinnert der Roman sehr an das Genre des klassischen Detektivromans mit seinen harten Männern, seinen Schusswechseln und Prügeleien.

Die philosophische Seite von Marlowe kommt dagegen in diesem Buch etwas zu kurz, weniger Gesellschaftskritik, vielleicht auch etwas weniger von Chandlers und Marlowes beißenden Humor. Es fällt auf, dass sich Marlowe zum ersten Mal als alternder Mann beschreibt - eine Eigenschaft, die auch Chandler beim Schreiben des Buches zum ersten Mal gefühlt haben mag. Schließlich zog in diesen Jahren eine Generation in den Krieg, die deutlich jünger war als der Autor beim Schreiben des Buches. Und mit Gefühl des Alters kommt eine gewisse Desillusion, die dazu führt, dass das Buch eine leicht andere Stimmung vermittelt als die ersten vier Romane mit Marlowe.

Aber so oder so, das Buch ist lesenswert, spannend und in einigen Punkten sogar inspirierend - wenn auch nicht ganz so sehr wie die "Farewell, My Darling" und "Der lange Abschied".
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein luftgetriebenes Riesenhorn 10. April 2010
Von nrschmid TOP 500 REZENSENT
Format:Sondereinband
Ein wunderbares Buch, das den gewaltigen Schönheitsfehler hat, vom Gelegenheits-Übersetzer Hellmuth Karasek 'vollständig neu' übersetzt worden zu sein. Karasek weiß vieles nicht und schlägt nicht nach: aus 'you darn fool' macht er 'Sie zusammengeflickter Narr', weil er von der Doppelbedeutung des Wörtes 'darn' nichts weiß. Aus einem 'new air-raid horn' macht er 'ein neues luftgetriebenes Riesenhorn', was immer das ist. Und es gelingen ihm so wunderbare Stilblüten wie diese: 'Ich wusste, dass er seinen Kopf bewegt hatte und dass seine Augen auf mir froren' für 'I knew his head moved and his eyes froze on me'.

Fehler macht jeder, man übersieht etwas, versteht etwas falsch und die meisten Übersetzungen müssen unter Zeitdruck abgeliefert werden. Aber diese Übersetzung ist 1976 passiert. Niemand hat es seither offenbar für notwendig erachtet, die peinlichsten Fehler auszubessern.

Deutsche Leser werden anscheinend für dumm gehalten, denen man eine Übersetzung andrehen kann, die keine ist - in einer erbärmlichen Sprache. Was soll man von einem Text halten, in dem ein Polizist einen erwachsenen Mann mit 'mein Süßer' anredet, oder wo die Leute Forellen als 'alte Hurensöhne' bezeichnen und einander als 'zusammengeflickte Narren'?

Das es trotzdem großes Vergnügen macht, dieses Buch zu lesen, ist ausschließlich Raymond Chandler zu verdanken. Er treibt die Story zügig voran, lässt seinen Philip Marlowe die unangenehmsten Situationen erleben, denen man im 'wirklichen Leben' aus dem Weg gehen würde. Und man ist gespannt, wie sich die ganze Geschichte auflösen wird. Im Buch Mord im Regen: Frühe Stories gibt es übrigens eine Kurzgeschichte mit dem gleichen Titel, die Chandler später zu diesem Roman ausgebaut hat. - Da es keine bessere Übersetzung gibt und nicht zu erwarten ist: unbedingt zugreifen!
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