Die alleinstehende, pensionierte Krankenschwester Mabel Clarence aus London besucht ihre Cousine Abigail Tremaine in Cornwall. Schon am Tag ihrer Ankunft sorgt Mabel für Aufregung, denn in der Bibliothek des Herrenhauses Higher Barton, in dem Lady Tremaine lebt, hat die Besucherin aus London die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Allerdings: Außer Mabel hat niemand die Tote gesehen. Der Täter hat die Leiche verschwinden lassen. Nicht nur die eilig herbeigerufene Polizei zweifelt also am Verstand der älteren Dame. Mabel allerdings weiß, dass sie nicht verrückt ist und ermittelt auf eigene Faust. Unterstützt wird sie dabei von dem eigenwilligen Tierarzt Dr. Victor Daniels. Mabel und ihr Co-Ermittler lüften dabei so manches pikante Geheimnis, und können zu guter Letzt der Polizei Leiche und Täter präsentieren.
Die Tote von Higher Barton" ist ein spannender und humoriger Krimi, der zum Mitraten einlädt - ein klassischer Whodunnit. Autorin Rebecca Michéle zeichnet ihre Figuren sehr liebevoll. Sie versteht es außerdem hervorragend, bis zum Ende die Spannung auf einem hohen Level zu halten und hat einen wirklich mitreißenden Schreibstil. Keine einzige Zeile dieses Krimis hat mich gelangweilt. Man wähnt sich dank ihrer bildhaften Schilderungen mitten in Cornwall, und ich war schon ein wenig traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte. Aber - soviel sei verraten - die Autorin arbeitet bereits an der Fortsetzung, auf die ich mich nach diesem überaus gelungenen Auftakt sehr freue!
Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich das Buch im Laden wohl übersehen hätte. Dann wäre mir allerdings ein echtes Krimi-Schätzchen durch die Lappen gegangen.