Als Leserin der Zeitung "Die Tagespost" ist mir der Autor schon längst ein Begriff. Seine Beiträge zu medizin-ethischen Themen sind stets allgemeinverständlich, aufschlussreich und pointiert. Sein Stil ist wirklich flott und fesselnd. Was man daran erkennen kann, dass ich "Die Todesengel" wie schon "Gott spielen" jeweils komplett an einem Wochenende gelesen haben. Obwohl es ein Sachbuch ist, war die Lektüre nie langweilig und die dargestellten Sachverhalte und Argumente sind stets gut nachzuvollziehen. Praktisch ist zudem, dass man das Buch auch dann zur Hand nehmen kann, wenn man sich nur über einzelne Themen rund um das facettenreiche Thema Sterben schnell informieren möchte, da das Buch zwar einen roten Faden hat, die einzelnen Kapitel aber auch voneinander getrennte Themen behandeln (Suizid, Gesetzgebung im Ausland, Intensivmedizin, Patientenverfügung, etc.) und für sich stehen. Rehders Forderung nach einer menschenwürdigen Begleitung von Menschen, die im Sterben liegen, z.B. in Hospizen und Palliativstationen, kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Wer dies anders sieht, wird sich womöglich durch "Die Todesengel" eines Besseren belehren lassen.