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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Tochter des Schmieds,
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds (Gebundene Ausgabe)
Özdogan hat diesmal einen Roman der leisen Töne geschrieben, der aber gerade dadurch seine Leser zu fesseln vermag. Die Geschichte beginnt mit der Verlobung des Schmieds und seiner Frau; doch die Hauptperson ist Gül, ihre schüchterne Tochter.Nachdem ihre Mutter zwei weiter Kinder geboren hat, stirbt sie jung an einer Typhuserkrankung und Güls Vater, der seine Kinder nicht fortgeben will, heiratet ein 19jähriges Mädchen, die in der Mutterrolle überfordert ist. Sie bemüht sich zwar, doch lieben wird sie nur ihre eigenen Kinder können. So kommt es das Gül versucht die Rolle ihrer verstorbenen Mutter zu übernehmen und sich um ihre leiblichen und die beiden Stiefgeschwister kümmert bis sie das Haus verläßt, um zu ihrem Mann zu ziehen. Den Reiz dieses Romans machen die kleinen Erlebnisse aus, die zwischendurch in einem Leben passieren, man erfährt von dem Streit der zwischen dem Schmied und Tufan herrscht, der in der Mühle seinen Höhepunkt erreicht; man verfolgt auch die Geschichte von der jüngeren Schwester Melike, die immer ihre Meinung laut sagt und für ihre Rechte kämpft und doch so oft Nachts noch ins Bett macht; man erfährt, wie es in der Schule war und natürlich erfährt man, wie Gül sich verliebt und sich nicht traut, seinen Namen zu nennen als es für sie Zeit ist, sich zu verloben. Özdogan lässt seinen Helden keine Wunder widerfahren oder sie große Taten vollbringen, er lässt sie einfach leben und erzählt uns davon. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Blues von Anatolien,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds (Gebundene Ausgabe)
Ich bin Österreicherin und arbeite in einem Verein mit und für türkische Frauen. Ich kenne auch Özdogans andere Bücher und kann nur sagen, daß dieser Mann in beiden Kulturen perfekt beheimatet ist. Er beschreibt ein Schicksal, wie es sich zu Tausenden ereignet hat, wie ich es in ähnlichen Versionen oft gehört habe, und schafft es wunderbar, sich in eine Frau hineinzuversetzen, die nie gelernt hat, ihre Wünsche zu äußern.Seine anderen Werke drücken hingegen genau das Lebensgefühl junger Menschen in Deutschland (auch von Deutschtürken) aus, die ganz andere Probleme haben. Die Bücher des Autors haben jedenfalls eines gemeinsam: Sie sind absolut lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbar poetisch!,
Von Silke Schröder, hallo-buch.de "hallobuch" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds (Gebundene Ausgabe)
Die Türkei in den fünfziger Jahren. In einem kleinen Ort in Anatolien wächst Gül auf, zusammen mit zwei Geschwistern, ihrem Vater und der Stiefmutter. Gül ist ein ernsthaftes Mädchen, nicht aufmüpfig und ohne große Pläne. Anders jedenfalls als ihre Schwester Melike, die sich nichts sagen lässt, und Sibill, die schon früh nach Höherem strebt - wie es halt unter Geschwistern manchmal so ist. Nach dem frühen Tod der Mutter übernimmt Gül, die Älteste, die Verantwortung für die Familie. Ohne Abschluss verlässt sie die Schule und macht eine Ausbildung als Schneiderin. Mit 15 Jahren heiratet sie ihren Onkel, bekommt zwei Kinder und folgt Anfang der sechziger Jahre ihrem Mann nach Deutschland. Ein Leben, wie zig andere auch. Also kein Stoff für einen Roman? Aber doch! Selim Özdegan ist es auf wunderbar poetische Art und Weise gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. Jenseits der Stereotypen von Islam und unterdrückten Frauen erfahren wir viel über die Türkei der fünfziger Jahre, über ein Land zwischen Moderne und Tradition und über Leben auf dem Dorf, das uns, Anatolien hin oder her, überraschend oft an die Erzählungen der eigenen Großeltern erinnert. Mit einfachen Worten richtet Özdegan den Blick auf das Spannende im Alltäglichen; er beschreibt, wie Menschen gelebt haben, wie sie miteinander umgegangen sind - und welche Wege es für Frauen damals gegeben hat. Sibill, die jüngste, wird Dorflehrerin, Melike studiert Fremdsprachen und Gül, die Älteste, kommt über die Grundschule nicht hinaus, heiratet früh und bekommt Kinder. Selim Özdegan, Jahrgang 1971, ist Deutscher türkischer Abstammung und lebt in Köln. Sein neuer Roman trägt sicherlich dazu bei, unsere Nachbarn aus dem Südosten Europas besser zu verstehen. Und ist zugleich ein Stück türkische Kulturgeschichte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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