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Die Tochter des Schmieds: Roman
 
 

Die Tochter des Schmieds: Roman [Kindle Edition]

Selim Özdogan
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

„Glanz meiner Augen“ nennt der Schmied seine Lieblingstochter Gül. Weil ihre Mutter, die schön war wie ein Stück vom Mond, früh stirbt, glaubt das Mädchen, besonders auf seine jüngeren Schwestern achtgeben zu müssen. Gül ist klein, aber stark, vor allem jedoch kann sie lieben und weiß, daß man sich von nichts schrecken lassen darf.Schlicht und poetisch erzählt Selim Özdogan vom Leben in einem anatolischen Städtchen, vom Geschmack der Sorglosigkeit im Sommer, von Sprüchen der Ahnen und ungeduldigen Wünschen der Jungen. Die Geschichte von Gül ist voll Zärtlichkeit, Leid und Sehnsucht wie der anatolische Blues.

Über den Autor

Selim Özdogan wurde 1971 geboren und lebt in Köln. Er veröffentlichte die Romane "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" (1995), "Nirgendwo&Hormone" (1996), "Mehr" (1999) und "Ein Spiel, das die Götter sich leisten" (2002) sowie "Ein gutes Leben ist die beste Rache" (Stories, 1998) und "Trinkgeld vom Schicksal" (Geschichten, 2003).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Tochter des Schmieds 27. Februar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Özdogan hat diesmal einen Roman der leisen Töne geschrieben, der aber gerade dadurch seine Leser zu fesseln vermag. Die Geschichte beginnt mit der Verlobung des Schmieds und seiner Frau; doch die Hauptperson ist Gül, ihre schüchterne Tochter.
Nachdem ihre Mutter zwei weiter Kinder geboren hat, stirbt sie jung an einer Typhuserkrankung und Güls Vater, der seine Kinder nicht fortgeben will, heiratet ein 19jähriges Mädchen, die in der Mutterrolle überfordert ist.
Sie bemüht sich zwar, doch lieben wird sie nur ihre eigenen Kinder können.
So kommt es das Gül versucht die Rolle ihrer verstorbenen Mutter zu übernehmen und sich um ihre leiblichen und die beiden Stiefgeschwister kümmert bis sie das Haus verläßt, um zu ihrem Mann zu ziehen.

Den Reiz dieses Romans machen die kleinen Erlebnisse aus, die zwischendurch in einem Leben passieren, man erfährt von dem Streit der zwischen dem Schmied und Tufan herrscht, der in der Mühle seinen Höhepunkt erreicht; man verfolgt auch die Geschichte von der jüngeren Schwester Melike, die immer ihre Meinung laut sagt und für ihre Rechte kämpft und doch so oft Nachts noch ins Bett macht; man erfährt, wie es in der Schule war und natürlich erfährt man, wie Gül sich verliebt und sich nicht traut, seinen Namen zu nennen als es für sie Zeit ist, sich zu verloben.
Manche Erlebnisse gehen gut aus, manche haben ein trauriges Ende, so wird Gül ihr Leben mit einem Mann verbringen, den sie nicht liebt, doch sie wird daran nicht verzweifeln, sondern es hinnehmen, da sie mit ihm zurecht kommt.

Özdogan lässt seinen Helden keine Wunder widerfahren oder sie große Taten vollbringen, er lässt sie einfach leben und erzählt uns davon.

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Blues von Anatolien 24. Januar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin Österreicherin und arbeite in einem Verein mit und für türkische Frauen. Ich kenne auch Özdogans andere Bücher und kann nur sagen, daß dieser Mann in beiden Kulturen perfekt beheimatet ist. Er beschreibt ein Schicksal, wie es sich zu Tausenden ereignet hat, wie ich es in ähnlichen Versionen oft gehört habe, und schafft es wunderbar, sich in eine Frau hineinzuversetzen, die nie gelernt hat, ihre Wünsche zu äußern.
Seine anderen Werke drücken hingegen genau das Lebensgefühl junger Menschen in Deutschland (auch von Deutschtürken) aus, die ganz andere Probleme haben.
Die Bücher des Autors haben jedenfalls eines gemeinsam: Sie sind absolut lesenswert!
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wunderbar poetisch! 1. März 2005
Von Silke Schröder, hallo-buch.de TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Türkei in den fünfziger Jahren. In einem kleinen Ort in Anatolien wächst Gül auf, zusammen mit zwei Geschwistern, ihrem Vater und der Stiefmutter. Gül ist ein ernsthaftes Mädchen, nicht aufmüpfig und ohne große Pläne. Anders jedenfalls als ihre Schwester Melike, die sich nichts sagen lässt, und Sibill, die schon früh nach Höherem strebt - wie es halt unter Geschwistern manchmal so ist. Nach dem frühen Tod der Mutter übernimmt Gül, die Älteste, die Verantwortung für die Familie. Ohne Abschluss verlässt sie die Schule und macht eine Ausbildung als Schneiderin. Mit 15 Jahren heiratet sie ihren Onkel, bekommt zwei Kinder und folgt Anfang der sechziger Jahre ihrem Mann nach Deutschland. Ein Leben, wie zig andere auch. Also kein Stoff für einen Roman?

Aber doch! Selim Özdegan ist es auf wunderbar poetische Art und Weise gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. Jenseits der Stereotypen von Islam und unterdrückten Frauen erfahren wir viel über die Türkei der fünfziger Jahre, über ein Land zwischen Moderne und Tradition und über Leben auf dem Dorf, das uns, Anatolien hin oder her, überraschend oft an die Erzählungen der eigenen Großeltern erinnert. Mit einfachen Worten richtet Özdegan den Blick auf das Spannende im Alltäglichen; er beschreibt, wie Menschen gelebt haben, wie sie miteinander umgegangen sind - und welche Wege es für Frauen damals gegeben hat. Sibill, die jüngste, wird Dorflehrerin, Melike studiert Fremdsprachen und Gül, die Älteste, kommt über die Grundschule nicht hinaus, heiratet früh und bekommt Kinder.

Selim Özdegan, Jahrgang 1971, ist Deutscher türkischer Abstammung und lebt in Köln. Sein neuer Roman trägt sicherlich dazu bei, unsere Nachbarn aus dem Südosten Europas besser zu verstehen. Und ist zugleich ein Stück türkische Kulturgeschichte.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Ein wunderschönes Buch
Ich habe dieses Buch letztes Jahr zu Weihnachten verschenkt und auch selbst gelesen. Ich finde das Buch wunderbar, es erzählt die Geschichte des Schmieds Timur und seiner... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Mh111 veröffentlicht
Wunderbar
Ich hab den Film vor einigen Wochen bei der ARD gesehen und war gleich fasziniert. Im Internet suchte ich dann das im Film erwähnte Buch, und fand es hier. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Merryl veröffentlicht
Wunderbar
Ein Lesegenuss!! Auch wer sich schon lange mit dem Thema Interkulturalität befasst, findet viele neue unbekannte Aspekte! Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von jo veröffentlicht
Poetisch und einfühlsam
Gül ist die Tochter des Schmieds Timur und seiner wunderschönen Frau Fatma. Das Ehepaar lebt glücklich miteinander und bekommt nach Gül noch zwei Töchter,... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Gospelsinger veröffentlicht
Wenn nichts passiert...
Ein nettes, aber völlig langweiliges und belangloses Buch. 5 Stunden danach wird man sich schon an nichts mehr erinnern.

Der Alltag einer türkischen Familie. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Karin veröffentlicht
Das Leben geht immer irgendwie weiter...
Freude UND Schmerz,
die Rose hält beides für uns bereit...

Der Roman besticht vor allem durch seine liebevolle Sprache, durch die sanfte Wortwahl und er... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von KalyanaMitrah veröffentlicht
Eine märchenhafte Lebensgeschichte
Der Leser begleitet Gül, die Lieblingstochter des Schmiedes Timur, lange Jahre auf ihrem Lebensweg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2009 von Anja Thieme (Media-Mania)
doch mehr als nur ein "Kuschelrockroman"
ich habe gerade "keringsaja"'s rezension gelesen, und irgendwie .. hat er/sie recht mit jedem einzelnen punkt, sogar, haha, dem mit der brigitte :)

aber. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2009 von miss.mirror
Poetisch, berührend, einfach schööön....
Dieses Buch bezaubert!!!Bezaubert mit Worten.
Die Tochter des Schmieds ist unglaublich poetisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. April 2009 von Alina
Einsicht in eine Menschensseele
Eine dicke, alternde Gastarbeiterin in einer deutschen Stadt. Höchstwahrscheinlich traditionell bekleidet, mit Kopftuch. Ein sehr bekanntes Bild. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2009 von R. Woodward
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