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Die Tochter des Bischofs
 
 
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Die Tochter des Bischofs [Gebundene Ausgabe]

Richard Dübell
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 542 Seiten
  • Verlag: Ehrenwirth; Auflage: 1., Aufl. (27. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 343103084X
  • ISBN-13: 978-3431030846
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Richard Dübell
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aquitanien, im Frühjahr 1183. Die Zeiten sind nicht die besten für das fahrende Volk. Den Menschen ist der Frohsinn vergangen. Zu nah ist die Gefahr einer Hungersnot, zu hart die Hand des englischen Königs, der das Land besetzt hat. Zu viel bittere Wahrheit liegt in den Spottliedern, die gesungen werden. Raymond, Sänger und Geschichtenerzähler, ist auf der Suche nach einem Brotgeber seine letzte Hoffnung ist der Bischof von Poitiers. Tatsächlich hat dieser auch Arbeit für ihn, doch nicht die, die Raymond sich erhofft hat. Er soll des Bischofs Assistenten Firmin ausfindig machen, der spurlos verschwunden ist. Gleichzeitig bittet der ehrgeizige Ritter Robert Ambitien um Raymonds Mithilfe, auf seinem Besitz ein Fest zu organisieren. Während sich der Burgherr um die Gunst des Bischofs bemüht, bahnt sich zwischen seiner Frau Suzanne und Raymond mehr an als nur die ferne Liebe, von der die Troubadoure schwärmen. Es fällt Raymond schwer, sein Herz an die Suche nach dem bischöflichen Assistenten zu wenden. Doch als der erste Mord entdeckt wird und Raymond ahnt, dass Firmin der Täter gewesen sein könnte, erkennt er auch, dass er mehr als nur sein Herz brauchen wird, wenn er nicht selbst Schaden nehmen will. Alle Indizien sprechen dafür, dass Raymond den Mord begangen hat. Raymond wird klar, dass er in eine Sache verwickelt ist, die dramatischer ist als alle seine Erzählungen. Doch wie soll er das Ende einer Geschichte beeinflussen, von der er nicht einmal den Anfang kennt? Alles, was er hat, ist der Hinweis auf einen Engel mit wundertätigen Händen

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ritter, Mönche, Morde - spannung pur!, 16. Februar 2005
Von 
Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Bischofs (Gebundene Ausgabe)
Aquitanien im Spätsommer des Jahres 1183 - das Land versinkt im Regen und politischen Chaos. Der Troubadour und Geschichtenerzähler Raymond, genannt le Railleur (der Spötter) hat zum wiederholten Male die Zeichen der Zeit nicht erkannt und ist auf der verzweifelten Suche nach einem Brotgeber um zumindest einigermaßen Heil über den nahenden Winter zu kommen.

Getrieben von Selbstzweifeln und Existenzängsten begibt er sich in die Dienste des Bischofs von Poitiers, für den er dessen verschwundenen Assistenten Firmin finden soll. Schon bei den ersten Recherchen tritt er zudem in die Dienste von Robert von Ambitien und dessen selbständige, schöne und bezaubernde Frau Suzanne, die ihn sofort in ihrem Bann zieht.

In dem Zwiespalt zwischen der Erfüllung des Auftrages für Robert ein Fest zu organisieren, Bischof Bellesmaines verschwundenen Assistenten zu finden und der Liebe zu Suzanne versucht Raymond allem gerecht zu werden. Beide Aufträge führen ihn immer wieder an dieselben Orte und scheinen unheilvoll miteinander verknüpft zu sein. Wer immer als Kontaktperson zu Firmin bekannt wird, fällt einem Mord zum Opfer. Der Jäger Raymond - im tiefen Zwiespalt zwischen Vernunft, Loyalität und Gewissen - wird selbst zum Gejagten ...

Richard Dübell entführt uns in gewohnt sicherer Manier in das zwölfte Jahrhundert. Im Abendland herrscht Aufbruchstimmung und das Mönchtum wird zum Träger der kulturellen Entwicklung, in der Troubadour- und Minnelyrik beginnt die Idealisierung des neuen Standes der Ritter und die Kreuzzüge sind in vollem Gange.

Vor diesem Hintergrund entwickelt der Autor diesen spannenden Plot gewohnt überzeugend. Zwischen der hervorragend gestalteten und informativen Einleitung und dem fulminanten, höchst spannenden Finale plätschert mir dieser Roman allerdings ein wenig langatmig dahin, zu vorhersehbar und augenscheinlich sind einige Handlungen und Geschehnisse.

Richard Dübell hat sich aber erkennbar weiterentwickelt: sein angestammtes Terrain, die mittelalterliche Kriminalistik, hat uns der Autor immer schon unterhaltsam, detailliert und spannend näher gebracht; in diesem Roman verzichtet er aber vollends auf künstlich aufgebaute Überraschungsmomente oder stilistische Verrenkungen an den Kapitelenden.

Freuen Sie sich auf einen spannenden und wunderbar flüssig zu lesenden mittelalterlichen Krimi in dem Richard Dübell zum wiederholten Male beweist, dass er meisterhaft über eine der faszinierendsten Epochen der Geschichte zu schreiben vermag.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bittersüßen Liebesgeschichte in der bunten Welt der Troubadoure und Gaukler, 3. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Bischofs: Roman (Taschenbuch)
"Die Tochter des Bischofs" von Richard Dübell fiel mir als wunderschönes Hardcover-Mängelexemplar in meine Hände und landete direkt mit so manch anderem HC-Mängelexemplar-Schnäppchen in meinen RUB und das schon vor bestimmt 2-3 Jahren. Dass es so lange in meinem RUB ausharren musste ist schon fast unverzeihlich, denn ich bin wirklich überzeugt von dem Buch und auch vom Autor Richard Dübell, von dem ich schon vor einigen Jahren "Der Jahrtausendkaiser" mit große Begeisterung gelesen habe.

Wie wir es von Ehrenwirth-Hardcovern gewohnt sind, ist auch dieser Roman wieder ein wunderbar aufbereitetes Hardcover, mit Personenregister und sehr interessanten Kurzbeschreibungen der Personen (als Beispiel: Henri II Plantagenet: Noch König von England, Graf von Anjou, Herzog der Normandie, derzeitiger Ehemann von Aliénor von Aquitanien. Hat in seinem Leben drei schwere Fehler gemacht: seinen ältesten Sohn voreilig gekrönt, sich Thomas Beckett zum Feind gemacht und seine Frau mit der schönen Rosamonde betrogen), Nachwort des Autors, Quellenangabe, wunderbare Illustrationen des Autors und auch auf dem Festeinband selbst (also unter dem Schutzeinband) ist ein Spielmann abgebildet.

Das Nachwort des Autors hätte allerdings auch gut ein informatives Vorwort sein können. Ich persönlich fand es hilfreich, dass ich die Geschichte von Aliénor von Aquitanien und ihrem Mann bereits kannte, so waren mir die innen- und außenpolitischen und gesellschaftlichen Umstände der Zeit einfach klar und als Hintergrundinformation für diesen historischen Krimi nicht unwichtig. Der Roman spielt in Aliénors Heimat Aquitanien, früher die Heimat der Troubadoure und amour fine, jetzt zerrissen und am Boden durch die Kämpfe des englischen Königs Henry II gegen seine Gemahlin (Aliénor) und seine Söhne und natürlich hat die Situation dort auch Einfluss auf die Romanfiguren. Auch wenn Aliénor, ihr Gatte und ihre Söhne im Personenregister auftauchen, so spielen sie leider im Buch selbst keine Rolle, tauchen zumindest nicht in der Handlung auf. Schön wäre es gewesen auf alte Bekannte zu treffen, aber auch ohne sie fängt Richard Dübell die Atmosphäre in Aquitanien Ende des 12. Jahrhunderts wunderbar ein.

Diese Atmosphäre wird direkt auf der ersten Seite des Buches spürbar: ein weiterer verregneter Tag, eine Gaukler- und ein Pilgergruppe treffen aufeinander, eine der Gauklerinnen verliert ihr neugeborenes Baby, ein unsympathischer Mönch verweigert dem toten Kind die Nottaufe. Und inmitten dieser Menschenansammlung die Hauptfigur des Romans, Raymond, le Railleur, direkt und auf Anhieb präsent, zeigt Pepp, Witz, Sarkasmus, Ironie aber auch Anteilnahme und hat sofort mein Leserherz erobert. Raymond hat als Sänger Existenzangst und sieht in Bischof Bellesmains seine letzte Chance auf eine glücklichere Zukunft. Sein Beiname, le Railleur (=der Spötter) passt wie die Faust aufs Auge, er ist ein Zweifler, leicht ketzerisch veranlagt, verfehlt auch die größten Fettnäpfe nicht, ist nicht immer erfolgreich mit den Geschichten, die er erzählt. Mit Sätzen wie "Raymond grinste, obwohl er sich noch immer fragte, warum er sich einmischte", "Nun sollte ich aber wirklich meinen Mund halten" oder "Raymond fühlte sich schuldig, als ob er das, womit er noch gar nicht angefangen hatte, bereits vermasselt hätte" wird er vortrefflich beschrieben, damit spielt er sich mitten in mein Herz, nicht der strahlende Ritter auf dem weißen Pferd, sondern ein Charakter mit Ecken und Kanten, der sein Maul nicht halten kann und nicht immer geschickt agiert und eher vom Pech verfolgt ist.

Überhaupt gefallen mir die Figuren in diesem Roman sehr sehr gut! Ich finde sie alle unheimlich gut dargestellt, vielleicht ist einem der eine vielleicht nicht sympathisch, aber dennoch sind sie alle an sich faszinierend, sehr lebendig dargestellt, nicht schwarz-weiß, sondern bunt, schillernd, alle Sparten von Arm bis Reich...wie heißt's so schön: Der Herrgott hat 'nen großen Tiergarten...und Richard Dübell bedient sich dessen Lieblinge können sich für mich nicht herauskristallisieren, so viele eroberten direkt mit dem ersten Auftreten mein Herz.

Wie die Figuren empfinde ich auch die Sprache und den Erzählstil Dübells sehr lebendig, was natürlich durch die gelungenen, lebendigen Dialoge, wie wir sie z.B. auch von Rebecca Gablé so lieben, sehr verstärkt wird. Klare Bilder, klare Atmosphäre, erinnert von der Atmosphäre/ Stimmung an Filme wie "Der Name der Rose" oder "Der Tag des Falken". Allerdings hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass der Autor nicht recht in die Pötte kommt und ein bissl viel drumherum erzählt, aber ich habe ja schon geschrieben, dass ich die politischen Hintergründe für wichtig erachte und das Ausschweifen den Roman dadurch auch einfach rund machen.

Sehr gut gefallen hat mir, dass Dübell nicht einfach nur einen historischer Krimi geschrieben hat, sondern diesen mit einer bittersüßen Liebesgeschichte in der bunten, leider nicht mehr so prall gefüllten Welt der Troubadoure und Gaukler, gepaart hat. Wir bekommen Spannung, Liebe, Lieder, Gedichte und tolle Figuren und alles ist sehr stimmig. Der Krimi hält den Leser zum Spekulieren an, auch wenn der Buchtitel vielleicht schon ein wenig zu viel verrät. Teilweise ist die Handlung, die Wendungen des Krimis vorhersehbar, was aber egal ist, wenn es denn gut erzählt wird. Mir fiel est wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Aquitanien, um 1200; Ehrgeiz, Rängespiele und Bigotterie, 23. November 2004
Von 
Meggie (Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Bischofs (Gebundene Ausgabe)
Diesmal schickt Richard Dübell nicht seinen "Stammhelden" Peter Bernward auf Recherche; um Mord, Intrigen und Liebe im Mittelalter geht es hier jedoch auch.
Der Troubadour Raymond, genannt "Le railleur", der Spötter gerät in Existenzängste, als die Furcht vor Hunger und Krieg über Aquitanien schwebt. Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Sänger und Geschichtenerzähler schwinden immer mehr und Raymond begibt sich in den Dienst des Bischofs von Poitiers, um ein Empfehlungsschreiben zu erhalten. Dafür muß er Firmin, den verschwundenen Asistenten des Bischofs, suchen. Kurz darauf tritt er auch noch in den Dienst Roberts von Ambitien, der ein Fest ausrichten will. Dabei lernt er dessen Frau Suzanne kennen, die ihn in Zwiespalt zwischen Gefühl und Dienstverpflichtung bringt.
Die Suche nach Firmin lässt Raymond immer wieder über Leichen stolpern, so dass er selbt in Tatverdacht gerät. Er hingegen verdächtigt Firmin der Taten.Inzwischen entwickelt sich die Zuneigung zu Suzanne immer mehr, auch der Ehemann scheint nichts einzuwenden. Der Grund liegt in Roberts Karriereplänen, die eine neue Ehefrau zum Inhalt haben. In den Ambitionen Roberts, die Ehe scheiden zu lassen und denen Suzannes, dagegenzu steuern, werden mehrere Aussenstehende miteinbezogen und finden zum großen Teil den Tod. Am Ende wird klar, dass es nur um ein Druckmittel und dessen Nutzung gegenüber dem Bischof geht. Dieses Geheimnis scheint der Bischof jedoch wahren zu wollen.....
Raymond muß sich immer wieder zwischen Vernunft und seinem Gewissen entscheiden, so dass er sich oft selbst im Wege steht.
Richard Dübell bewegt sich gewohnt sicher auf seinem Terrain der Kriminalistik im Mittelalter. Der Titel ist etwas irreführend und klärt sich erst auf den letzten Seiten auf, die Suche Raymond gestaltet sicher mitunter etwas langwierig und richtig spannend wird es erst wieder im Schlussteil.
Insgesamt aber ein Buch, das man getrost in die Hand nehmen kann und gut unterhalten wird.
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