Nun liegt das Büchlein also vor mir! Paperback, kleines Format, 200 S. Umfang. Dafür 12,50 denkt man sich... aber dass heisst ja nichts denke ich mir, wenn der Inhalt die Erwartungen erfüllt ist das ja ok!
Zum Inhalt:
Franz Kurowski widmet sich den Einsätzen der schweren Panzerabteilung 502 sowie im geringeren Umfang den Einsätzen der SS Division LAH im Ostgfeldzug 1943 bis 45. Hierbei geht es wie schon der Titel besagt um die Kampfeinsätze der Tiger Panzer in dieser Periode.
Nach einer kurzen Einführung zur Entwicklungsgeschichte des Tiger I Panzers beschreibt er die ersten Einsätze bei der sPzAbt.502. Zuerst, da ich immer ein bischen genauer bin, vergleiche ich erstrmal die im Büchlein angegebenen Daten mit anderen Werken die mir zu disem Thema vorliegen... Ok keine Fehler es besteht Übereinstimmung also gut höre ich mal was der Autor zu berichten hat...
Anhand der Einsätze einzelner Kommandanten (Bölter, Carius und Jähde) wird die Einsatzgeschichte der sPzAbt. 502 bis 1945 dargestellt. Sprachlich liegt ein Erzählstil vor, der sich nun wirklich nicht von dem der Landserhefte unterscheidet. Offenbsichtlich ist dies vom Autor auch nicht beabsichtigt... Es ist nicht ersichtlich ob die Angaben im Text Geschichten sind, die Details frei erfunden sind, oder auf Interviews mit den Überlebenden basieren....
Letzendlich ist die Sprache und der Detailreichtum der Ausschmückungen der Geschehnisse in zweierlei hinsicht zu kritisieren:
Es wird sehr einseitig berichtet, die Schrecken des Krieges auch wenn die Strapazen der einzelnen "Helden" nicht oft genug gelobt werden können, sind nicht in objektiver Weise geschildert.
Insbesondere der Teil um Michael Wittman ist derart detailliert beschrieben das man sich nur wundern kann... da er ja nicht den Krieg überlebt hat, um dem Autor derart darüber hätte berichten zu können. Allenfalls mittelbare Informationen lassen eine derart detaillierte Beschreibung nicht zu meine ich, so dass der Autor wohl auch einen nicht geringen Teil Phatasie in den Text hat miteinfliessen lassen.
Da ist es nur konsequent, dass das Büchlein keine Literatur-oder Quellenagaben oder gar ein Stichwortverzeichnis aufweist.
Fotos, auch welche der beschriebenen Protagonisten fehlen ganz; die vorhandenen Karten genügen nicht den Ansprüchen des 21 Jahrhunderts und sind im Wesentlichen obsolet.
Fazit:
Es handelt sich um ein unwissenschaftliches Buch, das relativ überteuert ist. Es macht jedoch unter den gemachten Einschränkungen Spass, da es kurzweilig ist. Es handelt sich um eines der wenigen Bücher, die die damligen Panzerkämpfe schildern. Hier gibt es jedoch weitaus genauere, realistere und besser ausgestattete Werke, die allerdings auch i.d.R. teuerer sind.