Dieses Buch bietet einen interessanten und anschaulichen Einblick in die Kultur und Religion eines unterdrückten Landes und seiner Bewohner. Aber das ist auch schon alles, was diesen sogenannten "Thriller" lesenswert macht, der Rest ist vielleicht gerade noch Durchschnitt, eher darunter. Spannung? Eher keine, nur ein Haufen farblose Charaktere: ein chaotisch-neurotischer Hollywood-Agent, eine natürlich hübsche Tochter aus reichem Hause, böse Chinesen, gute und böse Tibeter, eine lesbische globale Aktivisten (Zonia - die ist herrlich grotesk, da ist alles drin, kein Klischee wird ausgelassen!)und - die Krönung! - ein Schauspieler, der den Dalai Lama verehrt (Hallo, Richard!). Man hätte aus dem Stoff mit Sicherheit etwas machen können, so bleibt's leider bei gelegentlichen, unfreiwillig komischen Situationen (Die Rettung des Schauspielers aus dem Knast - der Brüller!)und, wie gesagt, interessante Details über Tibet, die das Buch gerade noch so eben auf drei Sterne bringen.