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Die Thyssens: Tragödie der Stahlbarone
 
 
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Die Thyssens: Tragödie der Stahlbarone [Gebundene Ausgabe]

Thomas Rother
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 237 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (17. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593371901
  • ISBN-13: 978-3593371900
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Thomas Rother
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Glanz und Elend, so könnte man die Geschichte der Thyssens auch betiteln. Der Gründer schuftet und spart, um aus dem Nichts einen Konzern aufzubauen, der Enkel verprasst das Geld, sammelt Kunst und Ehefrauen. Dazwischen liegen viel Streit ums Geld, Familienkrach und reichlich Kummer. Drei herausragende Gestalten der Stahldynastie hat Thomas Rother in den Mittelpunkt seiner Biografie gestellt: August, den Gründer, Fritz, den Sohn, und Hans-Heinrich, den Enkel. Alle drei verkörpern auch ein Stück Zeitgeschichte -- der Gründer lebt die deutsche Industrialisierung, der Sohn die tragische Verstrickung mit den Nazis und der Enkel die Öffnung hin zur Welt.

Thomas Rother kennt sie alle, die mächtigen Familien des Ruhrgebiets. Über die Krupps hat er bereits geschrieben, nun sind die Thyssens dran. So manche Parallele entdeckt er zwischen den beiden Dynastien, die später als ThyssenKrupp verbunden sein werden, als schon kein Träger der traditionsreichen Namen mehr in den Unternehmen mitmischt. Atemberaubende Industriekarrieren und "bürgerliches Trauerspiel" findet Rother in beiden Fällen. In einer leisen, lakonischen, fast schon literarischen Sprache erzählt er das Leben der Stahlbarone nach. Mit viel Sympathie, auch Mitleid. Aber stets mit genügend Distanz. Störend wirkt einzig, dass er am Anfang immer wieder ansetzt, die Geschichte an thematischen Fäden entlang zu erzählen, es dann aber doch (endlich) auch chronologisch tut. Viele Überschneidungen entstehen, manches erfährt man doppelt und dreifach.

Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts. Wie besessen gründet der "kantige Einzelgänger" August Thyssen Werke, kauft Unternehmen, expandiert unablässig. Zwar schafft er es, eine Dynastie zu gründen und einen gigantischen Konzern aufzubauen, doch mit dem Familienglück wird es -- wie zu erwarten war -- nichts. Fritz Thyssen, der Sohn, begeistert sich für die Nazis und fördert Hitlers erste Bemühungen, an die Macht zu kommen, finanziell. Als er erkennt, dass er einem verbrecherischen Regime geholfen hat und sich gegen Hitler ausspricht, ist es zu spät -- Flucht, Verhaftung, schließlich Verurteilung durch die Alliierten folgen. Und die Nachfahren sind vor allem mit Erbschaftsstreit beschäftigt.

Enkel Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza kann dann endlich den Lebensstil pflegen, den ihm Vater und Großvater -- beide eher sparsam -- verweigert haben. Er baut die zweitgrößte Kunstsammlung der Welt auf und lebt in Saus und Braus. Mit Verständnis, aber auch einem Quäntchen Mitleid zeichnet Thomas Rother Hans Heinrichs Eskapaden mit dem Jetset, diversen Ehefrauen und Gemälden nach -- und erzählt ohne Lust am Skandal die viel größere Geschichte vom Niedergang einer Dynastie, von Schicksal und Dekadenz. Ein wirklich spannendes Buch, blendend recherchiert und geschrieben. --Sylvia Englert

Pressestimmen

24.02.2003 / Westdeutsche Allgemeine: Thyssen: Kohle, Stahl und unermesslicher Reichtum "Rother präsentiert die Thyssen-Saga in einem lockeren Erzählstil, spickt sie mit netten Episoden und Anekdoten und bleibt immer nah dran an den handelnden Personen. So macht Rother aus Geschichten Geschichte."

03.03.2003 / Frau im Spiegel: Milliarden, Mythen und eine lustige Witwe "Intime Details über die 'Stahlbarone'."

04.03.2003 / changeX: Aufstieg und Niedergang einer Dynastie "Rother gibt nie der Lust am Skandal nach. Was er erzählt, ist die viel größere Geschichte vom Niedergang einer Dynastie, von Schicksal und Dekadenz."

03.05.2003 / Die Welt: Tragödie einer Dynastie "Thomas Rother hat sehr gut recherchiert und ein spannendes Buch geschrieben."

07.06.2003 / Süddeutsche Zeitung: Die Thyssens als Melodram "Rother hat ein Stück Pionierarbeit geleistet."

05.08.2003 / Stuttgarter Zeitung: Eine schillernde Familie schreibt Wirtschaftsgeschichte "Rother hat ein interessantes und leicht lesbares Buch geschrieben."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Obwohl anscheinend viel gelesen, haben die geschichtlichen Sachbücher von Thomas Rother immer ähnliche Probleme. Das Buch zur Geschichte der Familie Thyssen ist im Aufbau sehr schlecht strukturiert. Im chronologischen Ablauf der Familiengeschichte wird häufig zwischen ganz unterschiedlichen Zeitabschnitten hin und her gesprungen. An manchen Stellen hat man den Eindruck, dass der Autor vollkommen unabhängig voneinander einzelne Textteile erstellt hat, die dann ohne inhaltliche Übergänge lieblos zusammengefügt wurden. Eine grundlegende These oder ein roten Faden der Darstellung ist nicht erkennbar, obwohl in der Einleitung anspruchsvoll - mit Rückgriff auf die griechische Literatur der Antike - soetwas angekündigt wird. Eine tiefergehnde historische Analyse und faktenreiche Darstellung fehlt vollkommen. Das Ganze ist in einem flott, lockeren Erzählstil geschrieben, der an der Oberfläche bleibt und sich weitgehend am Sensationellen und Spektakulären orientiert. Die Satzstellungen sind stilistisch oft sehr abenteuerlich.Im Quellenverzeichnis werden unter anderem auch die Zeitschriften das 'Neue Blatt', 'Gala' und die 'Bunte' genannt und das Buch scheint auch streckenweise über das Niveau eines Prominentenreports nicht hinauszukommen. Manche historische Fakten im Umfeld der Familiengeschichte werden nicht korrekt referiert, so zum Beispiel die Aussagee über die 'Ruhrlade', einer informellen Vereinigung von Großindustriellen nach dem ersten Weltkrieg oder es werden "schmerzhafte" Vergleich gezogen zwischen den Streitigkeiten der Fritz-Thyssen-Stiftung und der Thyssenfamilie und den gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen der Krupp-Stiftung und der Familie von Bohlen und Halbach: Zwei grundverschiedene Ereignisse, die so in einem Atemzug nicht genannt werden können. Über die wirtschafts- und industriegeschichtliche Bedeutung von August Thyssen und seinem Lebenswerk erfährt man so gut wie nichts - außer das der Konzern sehr groß war und er selbst sehr reich geworden ist. Die Beschreibung der Rolle von Fritz Thyssen im Umfeld des Nationalsozialismus ist lobenswert, aber auch hier wird vollkommen unzureichend analysiert. Ganz entsetzlich ist das letzte Kapitel über Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza, den berühmten Kunstsammler.Im Stil der Regenbogenpresse wird hier eine Belanglosigkeit an die andere gereiht. Das Buch eignet sich als Unterhaltungsliteratur für industriegeschichtlich und gesellschaftsgeschichtlich interessierte LeserInnen. Wer Nichts über die Familie Thyssen weis, dem mag das Buch als erster Einstieg dienen. Nicht mehr und nicht weniger!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch, aber... 9. Februar 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Thomas Rother (der Autor) hat sich eine schwierige Aufgabe gestellt und ist, meiner Meinung nach, gescheitert. Die Unterteilung in 3 Hauptteile, gekoppelt an drei herausragende Familienmitglieder ist fast genial, doch fehlt leider der durchgehende "Rote Faden."
Zudem erschweren teilweise Zeitsprünge, den Lesegenuß extrem.

Leider wird ein Hauptbereich, die Fusion mit Krupp nur am Rande gestreift und ist fast nicht vorhanden.

Wie's besser geht zeigt das Buch "Die Quandts!"

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geht so ... ! 3. Juli 2003
Von Oliver
Format:Gebundene Ausgabe
Also, zuerst gilt folgendes: Thomas Rother's Buch ist interessant und hat mir einige Dinge dargebracht, die ich vorher nicht wusste. Die Art, wie er sein Buch schreibt, ist allerdings nicht so toll. Schon fast langweilig und manchmal ohne roten Faden ziwschen den Zeiten hin- und herspringend greift er einige Themen immer wieder auf. Das Thema "Vereinigung mit Krupp" ab 1997 fehlt fast vollständig.
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