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Die Terroristen.
 
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Die Terroristen. [Taschenbuch]

Maj Sjöwall , Per Wahlöö
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 477 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: Neuausg. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499229609
  • ISBN-13: 978-3499229602
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.027 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Maj Sjöwall
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Terroristen
OT Terroristerna OA 1975 DE 1977Form Kriminalroman Epoche Gegenwart
Die Terroristen ist der letzte von zehn Bänden des Kommissar-Beck-Zyklus von Per Wahlöö und Maj Sjöwall. Leser konnten nicht nur das Berufsleben, sondern auch die private Entwicklung der überaus menschlich gezeichneten Figuren verfolgen. In seinem Romanleben steigt Martin Beck, ein melancholischer Held mit einer gescheiterten Ehe und romantischen Affären, bis zum Leiter der Reichsmordkommission in Stockholm auf. Zugleich wachsen aber auch seine Zweifel am schönen Schein des bürokratischen Wohlfahrtsstaats Schweden, den Sjöwall/ Wallöö als Polizeistaat entlarven.
Inhalt: In Die Terroristen begegnet Kommissar Beck der organisierten Kriminalität in Form der internationalen Terrorgruppe ULAG, die in Stockholm einen Anschlag auf einen US-amerikanischen Senator plant, der Schweden besucht. Beck soll das Attentat verhindern. Dies gelingt durch eine geschickte Manipulation in den Medien: Zwar geht die Bombe hoch, aber die Polizei hat die Terroristen über die Ankunftszeit und die Fahrtroute des Senators getäuscht. Parallel zum Antiterroreinsatz beginnt der Prozess gegen die Bankräuberin Rebecka Lind, die in höchster persönlicher Verzweiflung versucht, Geld zu erbeuten. Sie will den Vater ihres Kindes, einen amerikanischen Soldaten, dem sie als Deserteur Unterschlupf gewährt hatte, in die USA folgen. Weil sie weder privat noch über die Bank an einen Kredit gelangt, greift sie zum Messer, stürmt eine Bank und wird gefasst. Ihrem Freund wird unterdessen in den USA der Prozess gemacht; er sieht schließlich nur noch im Selbstmord einen Ausweg. Weil sie von den Behörden keine Hilfe erhält, erschießt Rebecka den Regierungspräsidenten. Das unerwartete Attentat nimmt am zweiten Tag des Staatsbesuchs des amerikanischen Senators seinen Lauf, als dieser gerade zusammen mit dem schwedischen Regierungspräsidenten in einer Kirche einen Kranz niederlegen will.
Wirkung: Der im Todesjahr von Wahlöö veröffentlichte Roman war ebenso wie die vorausgegangenen Bände ein großer Erfolg. Die Kritik verglich den Kommissar-Beck-Zyklus mit Honoré de R Balzacs Menschlicher Komödie. Für Aufregung sorgte das Buch Jahre nach seinem Erscheinen, als 1986 der schwedische Regierungspräsident Olof Palme analog zum Roman Die Terroristen von einem Einzeltäter mit einer Pistole erschossen wurde. W. Z.

Kurzbeschreibung

Dies ist der zehnte und letzte Band der weltberühmten Krimi-Serie um den schwedischen Kommissar Martin Beck.Fünf Männer überlegen fieberhaft, an welcher Stelle Stockholms sich das Attentat auf den hohen Gast, einen einflussreichen amerikanischen Politiker, mit der größten Aussicht auf Erfolg und dem geringsten Risiko durchführen lässt. Die fünf sind Polizisten, und das Ganze ist ein Planspiel - einstweilen jedenfalls. Doch es kann über Nacht blutiger Ernst daraus werden - falls die ULAG zuschlägt. Die ULAG ist eine obskure Terrororganisation, von der man so gut wie nichts weiß. Drei Dinge sind es, die die ULAG besonders unheimlich erscheinen lässt: Die ungeheuerliche Brutalität, mit der der Tod vieler Unbeteiligter hingenommen wird, und die verwirrende Tatsache, dass keine politische Zielrichtung erkennbar ist - die Opfer waren Liberale und Konservative, Faschisten und Kommunisten. Und ihre Anschläge waren immer erfolgreich ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
"Die Terroristen" ist der letzte der zehn Krimibände um Kommissar Martin Beck. Wie in den meisten Krimis des Zyklus, so stehen auch hier zunächst verschiedene ungelöste Fälle nebeneinander, zwischen denen sich dann eine unvermuteter Zusammenhang findet; um es gleich zu sagen: Der Zufall wird hier ein wenig über Gebühr strapaziert.
Im wesentlichen geht es einerseits um den Mord an einem Porno-Produzenten, und andererseits um die Vorbereitungen für einen Staatsbesuch, bei dem mit einem Attentat gerechnet werden muss -- man rechnet damit, dass die ULAG, eine extrem gefährliche Terror-Organisation, einige Leute nach Stockholm geschleust hat.
Während sich die Fahndung nach dem Mörder des Porno-Produzenten etwas zäh liest und auch das Umfeld dieser Ermittlung allzu viele Sozialklischees bemüht, hatten die Autoren bei der Darstellung der vorbeugenden Maßnahmen gegen die Terroristen eine glücklichere Hand, obwohl eigentlich lange nichts passiert. Man wird abwechselnd über die Maßnahmen des Terrorkommandos und die Überlegungen von Martin Beck und seinen Kollegen informiert, weiß aber nicht, wie sie handeln werden (das soll hier auch nicht verraten werden). In älteren Ausgaben heißt es im Vorspann, sie "sollen ein Attentat verhindern, verhindern ein Attentat und können ein Attentat nicht verhindern" (oder so ähnlich). Der Spannung tut die Ereignislosigkeit keinen Abbruch.
Die eigentlichen Highlights dieses Bandes sind jedoch ausgerechnet die komischen Passagen und die schrägen Charaktere einiger bekannter und bisher unbekannter Nebenfiguren. Während Martin Beck immer ein wenig blutleer wirkt, gewinnen seine Kollegen noch einmal Profil: Gunvald Larssons ausgesuchte Garderobe wird zwar regelmäßig im Dienst ruiniert, diesmal aber höchst spektakulär; man bekommt einen ausführlichen Bericht von Einar Rönn zu lesen und weiß nun endgültig, dass er nie ein Mann der Feder sein wird; und Lennart Kollberg kommentiert die Gefährlichkeit eines Miniatur-Revolvers, wie ihn vor 100 Jahren Damen im Muff mitführten, mit den Worten, man könne damit vielleicht aus 20 cm Entfernung einen Kohlkopf treffen, wenn der stillhalte -- und erweist sich mit dieser Aussage als Prophet.
Klasse sind auch die Protagonisten einer Gerichtsverhandlung im ersten Kapitel, die zur reinen Farce wird, und wo ein gewisser Advokat Braket einen herrlichen, wortgewaltigen Großauftritt hat, der in einem "Die Worte fliegen auf, der Sinn hat keine Schwingen" und ähnlichen Breitseiten gipfelt. Einen Gala-Auftritt hat schließlich die "Knallkopf-Brigade", eine Ansammlung der allerunfähigsten Stockholmer Polizisten (die Leser kennen sie alle aus älteren Bänden), die Larsson aufgelistet hat, um sie während des Staatsbesuchs unter Verschluss zu halten. Pech für den Chef der Sicherheitspolizei, dass er diese Liste in die Finger bekommt, hinter dem Kürzel "SK" nicht "Sämtliche Knallköppe", sondern "Sonderkommando" vermutet, und nun ihre Helden mit einer besonders diffizilen Aufgabe betraut...
Was fast immer bei Sjöwall/Wahlöö gilt, gilt auch hier: Die Plots sind spannend, einige Figuren hinreißend, und die Slapstick-Einlagen sind gelungen. Der politisch mahnend erhobene Zeigefinger der Autoren ist penetrant, redundant und stört, Rhea Nielsens political correctness (gab's diesen Begriff 1972 schon? -- rhetorische Frage) ebenfalls.
Insgesamt ein lesenswerter Krimi, der bis heute gültige Standards gesetzt hat, denen längst nicht jeder Bestseller-Autor genügt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit "Die Terroristen" (rororo 22960 - schwedische Originalausgabe 1975) liegt der zehnte und letzte Band der Krimiserie von Maj Sjöwall und Per Wahlöö mit Kommissar Beck vor. Er ist mit 478 Seiten der längste und schwächste Band. Drei Erzählstränge laufen - weitgehend unmotiviert - nebeneinander ab: 1) Die Vorbereitung auf einen Terroranschlag anläßlich des Besuchs eines bekannten US-Senators - der dann auch tatsächlich stattfindet. 2) Ein Bankraub, der keiner war - mit weitreichenden Folgen. 3) Der Mord an einem "Filmproduzenten". Jeder Erzählstrang für sich ist nicht besonders spannend. Am Ende klärt sich alles auf. Insgesamt ein Buch, das man nicht unbedingt lesen muß, für Kommissar Beck-Liebhaber jedoch ein Muß, um die Serie zur Gänze zu kennen. Eine Serie, die im Laufe der Zeit abgebaut hat: Den ersten sechs Bänden kann man ***** geben, den nächsten drei Bänden **** und dem letzten leider nur mehr ***.
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Von weiser111
Format:Taschenbuch
"Die Terroristen" ist der letzte der zehn Krimibände um Kommissar Martin Beck. Wie in den meisten Krimis des Zyklus, so stehen auch hier zunächst verschiedene ungelöste Fälle nebeneinander, zwischen denen sich dann ein unvermuteter Zusammenhang findet. Um es gleich zu sagen: Der Zufall wird hier ein wenig über Gebühr strapaziert.
Im wesentlichen geht es einerseits um den Mord an einem Porno-Produzenten, und andererseits um die Vorbereitungen für einen Staatsbesuch, bei dem mit einem Attentat gerechnet werden muss -- man rechnet damit, dass die Terror-Organisation ULAG einige Leute nach Stockholm geschleust hat -- eine extrem gefährliche Terror-Organisation mit einem undeutlichen politischen Ziel, der es um weltweite Festigung extrem rechter Ideologie geht. Nebenbei: 1975 klang das noch utopisch; aus heutiger Sicht liest es sich prophetisch; man braucht nur die zugrunde liegende Ideologie etwas modifizieren...
Zurück zum Krimi: Während sich die Fahndung nach dem Mörder des Porno-Produzenten etwas zäh liest und auch das Umfeld dieser Ermittlung allzu viele Sozialklischees bemüht, hatten die Autoren bei der Darstellung der vorbeugenden Maßnahmen gegen die Terroristen eine glückliche Hand -- gerade weil eigentlich lange nichts passiert. Man wird abwechselnd über die Maßnahmen des Terrorkommandos und die Überlegungen von Martin Beck und seinen Kollegen informiert, weiß aber nicht, wie sie handeln werden (das soll hier auch nicht verraten werden). In alten Ausgaben heißt es im Vorspann, sie "sollen ein Attentat verhindern, verhindern ein Attentat und können ein Attentat nicht verhindern". Das trifft's am besten.

Die eigentlichen Highlights dieses Bandes sind jedoch ausgerechnet die komischen Passagen und die schrägen Charaktere einiger bekannter und bisher unbekannter Nebenfiguren. Während Martin Beck immer ein wenig blutleer wirkt, gewinnen seine Kollegen noch einmal Profil: Gunvald Larssons ausgesuchte Garderobe wird zwar regelmäßig im Dienst ruiniert, diesmal aber ganz besonders spektakulär; man bekommt einen ausführlichen Bericht von Einar Rönn zu lesen und weiß nun endgültig, nachdem man den Lachanfall wieder halbwegs im Griff hat, dass der gute Rönn nie ein Mann der Feder sein wird; und Lennart Kollberg kommentiert die Gefährlichkeit eines Miniatur-Revolvers, wie ihn vor 100 Jahren Damen im Muff mitführten, prophetisch mit den Worten, man könne damit vielleicht aus 20 cm Entfernung einen Kohlkopf treffen, wenn der stillhalte.
Klasse ist auch die Gerichtsverhandlung im ersten Kapitel, die zur reinen Farce wird, und wo ein gewisser Rechtsanwalt Braket (genannt Blab-Bla-Braket) einen herrlichen, wortgewaltigen Großauftritt hat, der in einem "Worte fliegen auf, der Sinn hat keine Schwingen" und ähnlich treffsicheren Breitseiten gipfelt.
Einen Gala-Auftritt erlebt schließlich die "Klotzkopf-Brigade", eine Ansammlung der allerunfähigsten Stockholmer Polizisten (die Leser kennen sie alle aus den früheren Bänden). Larsson hat sie aufgelistet, um sie während des Staatsbesuchs vorsichtshalber unter Verschluss zu halten. Pech für den Chef des Staatsschutzes, dass er diese Liste in die Finger bekommt, die Überschrift "SK" falsch interpretiert -- "SK" bedeutet "sämtliche Klotzköpfe" und nicht "spezielles Kommando" -- und nun ihre Helden mit einer besonders diffizilen Aufgabe betraut...
Was fast immer bei Sjöwall und Wahlöö gilt, gilt auch hier: Die Plots sind spannend, einige Figuren hinreißend, und die Slapstick-Einlagen sind mehr als gelungen. Zwar ist der politisch mahnend erhobene Zeigefinger der Autoren penetrant und stört, Rhea Nielsens political correctness (gab's diesen Begriff damals schon? -- rhetorische Frage) ebenfalls. Und insgesamt ist's doch ein überdurchschnittlicher Krimi, den zu lesen sich auch nach über 30 Jahren unbedingt lohnt.

Susanne Dahmanns Neuübersetzung liest sich flüssig, allerdings keineswegs deutlich flüssiger als ihr altehrwürdiger Vorgänger von Ekkehard Schultz.
Auch die Neuübersetzung kommt nämlich öfter mal stelzbeinig daher, und nicht immer ist die alte Version steifer; im Gegenteil: So steht jetzt fast durchweg "besitzen", wo es stilistisch korrekt "haben" heißen müsste; Städte "besitzen" nun einmal keinen Hafen. Wenn das das einzige Manko wäre, ginge es an. Aber immer wieder stoße ich mich an sprachmodischen Torheiten; ich sag nur "nichtsdestotrotz", "nicht wirklich" und "Ich denke, dass..." Einen "Knallkopf" durch einen "Klotzkopf" zu ersetzen, gehört allerdings nur in die Rubrik Geschmackssache... Hinzu kommt die Gretchenfrage: Müssen Ermittler von 1972 reden wie (vielleicht!) ihre Kollegen 30 Jahre später? Dass obendrein ein korrekt benanntes "Muster ohne Wert" zur interpretationsdürstenden "wertlosen Probesendung" wird, ist ganz einfach peinlich. Die Dialoge sind in Dahmanns Übersetzung lebendiger, aber der Preis dafür war recht hoch.
Aber zum Glück ist nicht alles schlechter als früher: Zum Beispiel heißt der anno dunnemals abwechselnd "Sicherheitspolizei" und zwei Absätze danach "Säkerhetspolisen" genannte Staatsschutz jetzt auch durchweg so, und viele Dialoge sind, wie gesagt, lebendiger, näher dran an der Sprache. Übersetzungstechnisch steht es also unentschieden zwischen Schultz und Dahmann.

Wie bei allen neuen Übersetzungen der Serie darf auch diesmal ein schwedischer Krimi-Autor ein würdigendes, aber zum Glück nicht vor Ehrfurcht erstarrtes Vorwort beitragen; diesmal hat Anne Holt das Wort. Ihre Reflexionen über die Ursachen von Terrorismus scheinen mir zwar etwas arg stereotyp; ein wenig klingen sie wie eine Diskussion im Grundkurs "Gemeinschaftskunde". Aber vielleicht sehe ich das ja zu eng; lesenswert ist Holts Nachwort allemal. Und der Krimi ist auf jeden Fall lesenswert, egal in welcher Übersetzung. Nach oben gerundete dreieinhalb Sterne also.
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