DIE TERRORISTEN ist der zehnte und damit letzte Roman aus der berühmten KOMMISSAR BECK - Buchreihe von Maj Sjöwall und Per Wahlhöö. Er erschien 1975.
Diesmal kämpft die Stockholmer Mordkommission unter der Leitung von Kommissar Martin Beck gegen einen Terroristen, der ein Attentat auf den US-Senator plant, der seinen Besuch in Stockholm angekündigt hat. Becks Mitarbeiter Larsson erwartet nichts geringeres als einen Bombenanschlag.
Das vorliegende Stück, das der SWF/WDR 1979 produzierte, folgt wie in der Hörspielreihe üblich erschreckend sachlich und ernüchternd den Ereignissen um die Ermittlungsvorgänge von Beck und seinem Team. Man fragt sich als geschulter Hörer oder Leser jüngerer Krimis manchmal, warum die Last der Geschichte auf so viele Schultern verteilt wurde. Was ist das besondere oder gar unverwechselbare an diesem kauzigen Beck, der auch hier zumeist nur als Mittler agiert?
Vielleicht eben jene Schattenhaftigkeit, die die Geschichte so realistisch anmuten lässt. Und daher findet man auch in dieser Beck-Episode keinen klassischen Spannungsbogen; dafür wird man an Stellen überrascht, an denen man gerade wieder Vergleiche zu Schweden-Romanen von Mankell oder Nesser anstellen wollte.
Martin Beck und sein Kollege Gunvald Larsson werden hier wie im Großteil der Hörspielserie wieder erstklassig von Charles Wirths und Horst Frank verkörpert; auch die Stammsprecher Christian Brückner, Gert Haucke, Herbert Fleischmann und Helmut Wöstmann sind wieder zu hören. Lediglich Assistent Skakke wird ausnahmsweise von Charles Brauer gesprochen. Michael Thomas hatte den Part in UND DIE GROSSEN LÄSST MAN LAUFEN übernommen, spricht dafür hier erneut den Erzähler.
Die Regie übernahm Klaus Wirbitzky, (obwohl das Booklet der Doppel-CD einmal auch Walter Adler nennt) der das Hörspiel wie schon sein Vorgängerstück VERSCHLOSSEN UND VERRIEGELT ein wenig zu sehr mit Musik überladen hat. Auch die Idee, den beiden Erzählerstimmen den linken bzw. rechten Kanal zuzuordnen ("Ping-Pong"-Stereo-Verfahren), wirkt aus heutiger Sicht eher anstrengend als besonders.
Ansonsten folgt die Inszenierung der eigenwilligen Stilistik der 4 von Peter-Michel Ladiges eingerichteten Vorgänger-Folgen DIE TOTE IM GÖTAKANAL; ENDSTATION FÜR NEUN, DER POLIZISTENMÖRDER und UND DIE GROSSEN LÄSST MAN LAUFEN. Ladiges' letzte Beck-Funk-Bearbeitung (ALARM IN SKÖLDGATAN) entstand 1995 im NDR und folgt diesem Stil nur noch begrenzt.
Inzwischen sind alle 10 Funkfassungen der klassischen Beck-Krimis des schwedischen Autorenpaars Maj Sjöwall und Per Wahlöö im Audio-Verlag erschienen, manche als Teil einer Sammelbox, manche auch einzeln wie DIE TERRORISTEN.
GUTE UNTERHALTUNG.