Eines sei vorweg klargestellt: es handelt sich nicht um ein weiteres Werk zum historischen Werdegang des Tempelritterordens. Davon gibt es mittlerweile reichlich. Es behandelt auch nicht etwa in erzählender Weise das Wirken dieses Ordens in Deutschland, auch hierfür seien dem suchenden Leser andere Werke empfohlen. Das Buch setzt gewisse Grundkenntnisse über diesen ältesten Ritterorden voraus. Labonde schließt mit diesem Werk für den historisch interessierten wie auch für demjenigen, der sich für das Thema "Tempelritterorden" erstmals ernsthaft beschäftigt eine Lücke. Er zeigt Spuren dieses Ordens auf, welche z. T. noch heute wahrnehmbar in Deutschland zu finden sind. Und er nennt Quellen. Das Buch ist daher nicht nur für Historiker und am Thema "Tempelritter" Interessierte wertvoll, denen so der weitreichende Wirkungskreis dieses Ordens in Deutschland anschaulich vor Augen geführt wird, sondern in gleicher Weise für Ortsheimatpfleger und andere an der Geschichte ihres Heimatortes Interessierte. Diese werden möglicherweise ihre Heimat neu entdecken. Darüber hinaus macht dieses Buch Lust, die eigene nähere Umgebung selbst zu erkunden, den Spuren nachzugehen, selbst zu forschen. Insgesamt betrachtet ein in jeder Hinsicht lesenswertes Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legen mag oder mit Worten Lichtenbergs gesagt: "Wer zwei Paar Hosen hat, mache eines zu Geld und kaufe dieses Buch!".