Mythos und Wahrheit trennen - diesem Anspruch wird der Autor leider nicht gerecht. An einer ausführlichen Darstellung der wenigen historischen Fakten, soweit belegt, mangelt es. Ganz abgesehen davon, daß - wenn überhaupt - sämtliche Originaldokumente nur aus zweiter Hand zitiert werden, werden Mythen vom Autor allein durch den Kommentar "welcher intelligente Mensch würde das tun" entkräftet. Sicherlich sind viele Theorien zu den Tempelrittern sehr weit hergeholt, aber ein Abwiegeln alleine durch Autorenmeinung ist keine profunde Auseinandersetzung. Der Autor läßt zwar keine Gelegenheit aus, sich abfällig über andere Schreiber zu äußern, ist aber im Stil keinen Deut besser, da auch er als Gegenargument nur sagen kann: "Kann gar nicht sein." Für den interessierten, bereits historisch belesenen Leser ein ungenügender Einstand in die Thematik, der geradezu dazu zwingt, andere Autoren zu suchen.