in keiner anderen Gemeinschaft ist das Leben von so vielerlei Ritualen und wiederkehrenden Zeremonien geprägt wie in einer straff organisierten Kaserne oder - in einem Fort am Ende der zivilisierten Welt. Immer die gleichen Übungen, die gleichen Schritte, die gleichen Wachschichten. Viel zu spät erkennt der junge Soldat Drogo, daß es sich um einen Selbstzweck handelt. Alles ist eine Illusion und selbst die Tartaren in der Wüste, auf die sich alle vorbereitet haben, ja auf die alle fiebernd warten, selbst diese dienen einem Zweck. Das Fort Bastiani verschlingt gefräßig alle jungen Leute, deren Leben für diesen Selbstzweck vergeht, ihre Hoffnungen auf Ruhm und Karriere fließen in den unendlichen Zeiten und im unendlichen Raum der großen Tatarenwüste dahin, wie die Sandkörner einer Sanduhr gefangen in immer den gleichen Schritten und sinnlosen Militärritualen in einer Dalí-Landschaft. Ich bin sehr stolz darauf, daß dieses Buch von einem Italiener geschrieben wurde.